Kluge Worte

= Albert Einstein: „Ich denke, dass die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft gegenüber den Mitmenschen (und allgemein gegenüber den Mitgeschöpfen) der allein wesentliche moralische Inhalt der Religionen ist und zugleich die einzig mögliche Grundlage für ein befriedigendes Dasein vom sozialen Gesichtspunkte. Was den philosophischen Gehalt des Religiösen anlangt, so sollte er weder auf der Autorität menschlicher Organisationen noch auf der von Büchern ruhen, sondern ausschließlich auf einer vertieften Auffassung der erfahrbaren Welt.

Der Mensch ist ein Teil des Ganzen, das wir „Universum“ nennen, ein in Raum und Zeit begrenzter Teil. Er erfährt sich selbst, seine Gedanken und Gefühle als getrennt von allem anderen – eine Art optische Täuschung des Bewusstseins. Diese Täuschung ist wie ein Gefängnis für uns, das auf unsere eigenen Vorlieben und auf die Zuneigung zu wenigen uns Nahestehenden beschränkt ist. Unser Ziel muss es sein, uns aus diesem Gefängnis zu befreien, indem wir den Horizont unseres Mitgefühls erweitern, bis er alle lebenden Wesen und die gesamte Natur in all ihrer Schönheit umfasst.

Zu empfinden, dass hinter dem Erlebbaren ein für unseren Geist Unerreichbares verborgen sei, dessen Schönheit und Erhabenheit uns nur mittelbar und in schwachem Widerschein erreicht, das ist Religiosität. In diesem Sinne bin ich religiös.“

Nach seiner Einstellung zum Christentum befragt, erklärt Einstein, dass er den Talmud und die Bibel studiert hätte und er Jesus Christus verehre. Das Evangelium sei so sehr mit der Persönlichkeit von Jesus Christus verbunden, dass man kaum daran zweifeln könne, dass er wirklich gelebt hat.

Einstein stellt klar, kein Atheist zu sein. Gottes Existenz übersteige jedoch den menschlichen Horizont. So wie ein Kind, das nicht lesen kann, weiß, dass ein Buch tiefes Wissen enthält und eine Bibliothek nach bestimmten Prinzipien geordnet ist, müsse ein intelligenter Mensch beim Blick auf das Universum erkennen, dass hier eine übergeordnete Macht am Werk sei.

Nach seinem Glauben an ein Leben nach dem Tod befragt, antwortete er schlicht, dass seine Lebenszeit für ihn ausreichend sei.

= Zadie Smith: „Ich persönlich glaube, dass Gott der Einzige ist, der unsere Verehrung verdient. In seiner Abwesenheit können unreligiöse Menschen das Wort „Gott“ durch das Wort gut ersetzen. Das Gute, wo auch immer auf der Welt es in Erscheinung tritt, wo auch immer man es heraufbeschwören kann, das ist das Einzige, das Anbetung verdient.“

= Fundstück: Meine aufregendste Bibelstelle: „Weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Gewalten der Höhe oder Tiefe noch irgendeine andere Kreatur können uns scheiden von der Liebe Gottes, die in Jesus Christus ist, unserem Herrn.“ (Röm 8,38f) Dieser Text fasst unnachahmlich zusammen, wie Gott sich zu uns Menschen stellt. Egal, was wir tun, und egal, was uns zustößt: Die Liebe Gottes bleibt. Das finde ich umwerfend.“

= Wladimir Tolstoi über seinen Urgroßvater Leo Tolstoi: „Tolstoi hat an das Wort geglaubt – z.B. an die Bergpredigt – nicht an die Göttlichkeit. Für ihn war Jesus Christus ein lebendiger Mensch von ganz außergewöhnlichen Fähigkeiten. Die göttliche Herkunft hat er ihm abgesprochen. Man kann Tolstoi in keine der heutigen Religionen hineinzwängen.“

= Manfred Flerus: „Ich möchte zur Aktualität der Gottesfrage empfehlen, einmal beim Mystiker Meister Eckhart nachzulesen: Gott ist der Seelengrund des Menschen. Gott ist keine Person. Gott ist kein Wesen. Gott ist nicht einmal etwas Seiendes. Gott ist reine Intellektualität und sonst gar nichts. Sehr deutlich wird das dann noch, wenn man wie im ersten Johannesbrief (Kap. 4) das Wort „Gott“ durch „Liebe“ ersetzt. Dann wird klar: Das Göttliche ist niemals außerhalb, sondern als Seelengrund das Ureigentliche des Menschen. Das Göttliche wird im Lieben und Geliebtwerden sichtbar und erfahrbar.“

 

Sparschwein (w)

Gefallene Engel nennt man an den Börsen Aktien von Unternehmen, die wegen gravierender Managementfehler oder aus politischen und anderen Gründen drastische Gewinneinbußen erlitten haben und deren Aktienkurse stark gefallen sind. Wenn diese Unternehmen wieder auf die Beine kommen, dann kommt es häufig zu deutlich steigenden Aktienkursen.

Seit der Finanzkrise vor zehn Jahren haben alle Banken aus vielen meist selbst verschuldeten Gründen gewaltige Verluste und Kursrückgänge hinnehmen müssen. Außerdem hat sich die Finanzbranche wegen technologischer Innovationen deutlich verändert; viele junge Unternehmen haben mit innovativen Konzepten Erfolg. Einige große Banken werden es schaffen, ihre Schulden abzubauen, neue Konzepte zu realisieren und technologisch Anschluss zu finden; folgende Banken versprechen m.E. deutliche Kursgewinne in den nächsten zwei Jahren, wobei die Dividendenrenditen schon jetzt sehr hoch sind:

  • Bco. Santander – WKN 858872 – Umsatz 75 Milliarden Euro – sehr präsent in Südamerika – Dividendenrendite 6,5 Prozent – Kurs/Buchwert-Verhältnis mit 0,60 ein Spitzenwert.
  • ING Group – WKN A2ANV3 – Umsatz 34 Milliarden Euro – sehr innovativ – Dividendenrendite 7,5 Prozent – KBV 0,72.
  • Sberbank – WKN A1JB8N – Diese russische Bank ist zur Hälfte im Staatsbesitz und investiert in Technologie-Konzerne, Künstliche Intelligenz, Digitale Gesundheitsfürsorge, Moderne Lebensmittel-Logistik. Die Bank wird seriös geführt und zahlt eine Dividendenrendite von 7,8 Prozent.
  • United Internet – WKN 508903 – Dieses exzellent geführte Technologieunternehmen setzt über fünf Milliarden Euro um und ist m.E. deutlich unterbewertet, weil es sich für einen Milliardenbetrag bei der Versteigerung der 5G-Rechte beteiligt hat; diese Investitionen werden sich nach meiner Einschätzung mit hohen Kurssteigerungen in den nächsten drei/vier Jahren auszahlen.
  • Eine riskante Investition ist die Aktie von Leonie – WKN 540888 – Leonie hat wegen eigener Fehler erhebliche Verluste zu bewältigen und kämpft immer noch um eine ausreichende Kapitalisierung – Das Unternehmen setzt mit Bordnetzen und Kabeln für alle Branchen (auch Pharma) über fünf Milliarden Euro um. Wenn die Rekapitalisierung gelingt, dann kann sich der Kurs innerhalb von zwei/drei Jahren verdreifachen.
  • Die Probleme der Autoindustrie sind bekannt und nicht zu unterschätzen. Es bedarf innovativer technologischer Entwicklungen und dafür ist viel Kapital notwendig; deshalb setze ich auf die ganz großen Unternehmen wie VW. Noch mehr als VW hat Renault gelitten – auch wegen der Verhaftung ihres inzwischen abgelösten Chefs in Japan und der z.Zt. nicht profitablen Beteiligung an Nissan. Aber der Kursrutsch von Renault ist m.E. völlig übertrieben – das zeigt auch das Kurs/Gewinn-Verhältnis von 4,1 und die Dividendenrendite von zehn Prozent. Renault hat in diesen Tagen einen neuen Chef bekommen, dem große Kompetenz nachgesagt wird und der zunächst mal alle Leichen aus dem Keller räumt; das wird Geld kosten und kann zu einer Dividendenkürzung führen; aber in drei Jahren könnte die Aktie 100 bis 150 Prozent Gewinn einfahren.
  • Trotz z.Zt. sinkender Ölpreise und trotz der kommenden Umstellung auf E-Motoren haben einige sehr große Unternehmen aus dieser Branche langfristige Erfolgsaussichten, weil Verbrennermotoren noch Jahrzehnte gebraucht werden – besonders in Asien, Afrika und Südamerika. Außerdem haben die folgenden Unternehmen sehr hohe Kapitalreserven, um mit innovativen Produkten oder mit der Übernahme von „grünen“ Unternehmen am Ball zu bleiben. Gazprom (WKN 903276 – Dividende 7,2 Prozent) und Royal Dutch (WKN AOER6S – Dividende 7,3 Prozent) und BP (WKN 861873 – Dividende 7 Prozent) und Total (WKN 850727 – Dividende 6,2 Prozent – Total hat diversifiziert und betreibt neben dem klassischen Ölgeschäft Raffinerien, produziert Erneuerbare Energien und Lithium-Batterien u.a.m.)

Bitte kaufen Sie keine Wertpapiere über eine klassische Bank – dort sind die Gebühren viel zu hoch ! Nutzen Sie eine Direktbank ! Wenn Sie jung sind oder junge Kinder haben: Ein Aktien-Sparplan macht Sinn und kann auch Steuern sparen. Außerdem: Die Finanzierung von Wohneigentum ist sensationell günstig ! Informieren Sie sich !

 

Ist das Betrug oder kreative Leser – Täuschung ?

In fast allen Zeitschriften wird Werbung in redaktionellen Texten „versteckt“. Die Tricks sind ziemlich primitiv – wie z.B. in der Klatschzeitschrift „In“; da gibt es ein großes Foto der Schauspielerin Jeannette Hain neben einem Opel und „In“ stellt die überraschende Frage: „Was lieben Sie an Ihrem Auto ?“ Die Dame antwortet: „Mein Opel ist mein Verbündeter. Ich könnte Holz hacken gehen damit oder im Abendkleid chauffiert werden.“ Natürlich fehlt jeder Hinweis, dass es sich um eine Anzeige handeln könnte. Frau Hain wirbt seit Jahren für Opel.

Die Süddeutsche Zeitung steht auf einem viel höheren intellektuellen Niveau und täuscht ihre Leserinnen auf kreative Weise, wie die beiden folgenden Artikel beweisen. „Dolce & Gabbana“ und „Bottega Veneta“, die auch die beiden Fotos geliefert haben, werden sich bei der S.Z. herzlich mit Inseraten bedanken (oder schon bedankt haben).

 
 

Zur aktuellen Lage

= In Berlins fortschrittlichen Vierteln (Prenzlauer Berg + Nordend) wird viel für den Klimawandel getan: Fahrradhelmzwang + außer- und innerhäusiges Rauchverbot + allgemeine Fleisch- und Dieselächtung + handverlesene Parkplätze nur für spätgebärende Frauen + Autodiät an ungeraden Wochentagen + hohe Bio-Discounter-Dichte + obligatorische Schulspeisung mit Dinkelmilch + sanfte Altbausanierung auf ökologischer Grundlage + an jeder Ecke Transgender-Toiletten + wöchentliche Refugees-Strictly-Welcome-Messen in der evangelischen Jugendkirche Peter und Paul. Aber dieses Neo-Biedermeier-Programm für die Älteren muss ergänzt werden durch folgende Verbote:

Alkohol am Steuer, Alkoholwerbung, Autowerbung, Bankprovisionen, Bären im Zoo, Biertrinken in der Öffentlichkeit, Böller an Silvester, Bundeswehrrekrutierungsversuche, Denkmäler für Trümmerfrauen, die Ehe, die erste Klasse bei der Deutschen Bahn, Delfinhaltung, Genmais, männliche Straßennamen, Paintball, Plastiktüten, Ponyreiten auf Jahrmärkten, Rauchen im Biergarten, der Richard-Wagner-Platz soll künftig Refugees-Welcome-Platz heißen, sexistische Werbung, schneller Fahren als 100, Spargel mit Plastikfolien, Volksabstimmungen über EU-Themen, V-Männer beim Verfassungsschutz, Weihnachtsbäume, Werbung für Süßigkeiten, Wildtiere im Zirkus, Zigarettenautomaten.

= Die NZZ zum Weinstein-Prozess: „Frauen sind nicht nur Opfer. Frauen können lügen, kalkulieren, eiskalte Rache üben – genau wie Männer. Ist diese Vorstellung derart unerträglich ? Die mediale Berichterstattung jedenfalls begnügt sich mit Bildern weiblicher Schwäche. Überschriften und Prozessberichte, tausendfach von Autoren verfasst, die nicht eine Minute im Gerichtssaal verbracht haben, dann millionenfach auf Social Media verbreitet, zeigen das schwache Geschlecht in der Totalinszenierung: weinend und verwirrt.

Tatsache ist auch, dass es in Hollywood stets die Riege derjenigen gab, die über sexuelle Gefälligkeiten „hineinkamen“ – denn Sex ersetzt alles, ist mächtiger als die Macht, das wussten Homer, Shakespeare und Philip Roth. Frauen (und Männer) schliefen sich nicht selten nach oben, setzen für berufliche und private Ziele nicht nur geistiges, sondern auch erotisches Kapital ein. Die sogenannte Casting-Couch gibt es, seitdem es das Theater gibt. Junge Autoren, Schauspieler, Regisseure, manche arbeitslos und in unsicheren materiellen Verhältnissen, treffen auf mächtige Produzenten. Sichhochschlafen in Hollywood war ein Deal, in dem beide Seiten aktiv vorgingen, beide gewannen oder keiner; es war eine Medaille mit zwei schmuddeligen Seiten.

= Die Berichterstattung der Medien über den Coronavirus ist überwiegend seriös und auch verhalten, weil die Gründe und die zukünftigen Risiken und Chancen zur Eindämmung noch nicht klar sind. Das hindert den SPIEGEL nicht daran, auf dem Titelblatt Panik zu schüren: „Wenn die Globalisierung zur tödlichen Gefahr wird.“ Genau umgekehrt wäre richtig: Von der Weltgesundheitsorganisation über internationale Forschungsinstitute bis hin zu Experten aus allen Erdteilen beteiligen sich viele an der Bekämpfung des Virus. Und sie werden diesen Kampf gewinnen. Sehr witzig und demaskierend ist die Reaktion der Süddeutschen Zeitung von gestern: „Infizierte in 27 Ländern. Die Welt reagiert: Fallende Aktien, Quarantäne und Sondersitzungen.“ Witzig deshalb, weil gestern an den Börsen neue Höchstkurse erreicht wurden.

= Immer wieder ist zu lesen und zu hören, dass Deutschland den technologischen Anschluss verliert: China, Korea, USA sind uns angeblich weit voraus. Der Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft und Tech-Berater der Bundesregierung, Reimund Neugebauer, äußert sich dazu in einem Gespräch mit der FAZ: „Die Bundesregierung und die neue EU-Kommission entwickeln Digitalstrategien; da ist deutlich mehr Koordination vorhanden, als man von außen wahrnimmt. Wer die Situation differenzierter anschaut und sich fragt, was eigentlich wirklich alles zur Digitalisierung dazu gehört, wird erkennen, dass wir an vielen Stellen bereits sehr gut aufgestellt sind. Ein Bereich, in dem wir selbst Pioniere sind, ist die Datenerfassung. Da waren und sind wir ganz vorne. Deutschland ist Weltmarktführer nicht nur im Verkauf von Sensorik, sondern auch im Wissen über Sensorik, auf das technologische Niveau bezogen. Wir sind auch international erfolgreich und angesehen; so betreiben wir an der Jewish University in Jerusalem zwei Fraunhofer-Projekt-Zentren, an denen wir im IT-Sicherheitsbereich und in der Biotechnologie kooperieren. Wir brauchen uns nicht immer klein zu machen, sondern können als Deutsche ruhig häufiger stolz sein auf unsere technologische Leistungsfähigkeit.“

= Der deutsche Spießer will keine Veränderung. Gerhard Matzig hat ein Buch mit dem Titel „Einfach nur dagegen“ über die „neobiedermeierlich gestimmte und überaltete Gesellschaft, in der Angst, Missmut und Besitzstandsdenken regieren“ geschrieben. „Wutbürger wurde zum Wort des Jahres. Der Protest gegen die Münchner Olympiabewerbung und die Revolte gegen den neuen Bahnhof in Stuttgart sind Beispiele für ein Phänomen, das in Deutschland um sich greift: das Dagegen-Sein. Fortschritt ist mittlerweile ein Wort, das Allergien aulöst, Technik ein Feindbild.“

Mir fällt dazu die Panikmache ein, als vor über zwanzig Jahren Sendemasten für den Handyempfang gebaut wurden; durch die entsprechenden „Strahlungen“ sollten Krebsrisiken für die Anwohner entstehen. Heute ist es mit den Windrädern so. Der Spießer ist gegen Staus auf den Autobahnen – aber auch gegen den Ausbau von Straßen, Flughäfen, Tunneln und S-Bahnen. Das Klima schützende Wasserkraftwerke kommen mir nicht vor die Haustür ! Und auch keine Häuser mit mehr als zwei Stockwerken: das würde meinen täglichen Spaziergang ruinieren ! (Meine eigenen Spießer-Eigenschaften will hier verschweigen)

= Viele Flüchtlinge aus Eritrea, Afghanistan, Syrien und dem Irak sprachen kein Deutsch, hatten keine berufliche Qualifikation und manche waren stark traumatisiert. Das erschwerte eine berufliche Ausbildung. Jetzt aber haben neueste Zahlen gezeigt, dass die Integration weit vorangekommen ist. Jeder Zweite hat inzwischen eine Arbeitsstelle gefunden. Dabei hat auch die niedrige Arbeitslosigkeit in Deutschland und die Suche vieler Unternehmen und Branchen nach Mitarbeitern geholfen. Ein Viertel der Flüchtlinge hat einen Schul- und Berufsabschluss nachgeholt; vielen fehlen dazu die nötigen Deutschkenntnisse oder sie müssen sofort Geld verdienen, auch um ihre Familien in den Heimatländern zu unterstützen. Schwer haben es ältere Flüchtlinge und Frauen mit kleinen Kindern. Etwa 13 Prozent haben keine Chance, weil sie weder Deutsch lernen noch eine Weiterbildung machen. Sehr positiv für die deutsche Wirtschaft ist, dass die Flüchtlinge Stellen besetzen, für die nur wenige Deutsche zu haben sind: Im Hotel- und Gaststättengewerbe, in der Landwirtschaft, in Pflegeberufen, im Handwerk u.a.m.

= Der deutsche Kardinal Ludwig Müller war primitiv genug, als er den „Reformdialog Synodaler Weg“ mit dem Ermächtigungsgesetz der Nazis von 1933 verglichen hat. Müller: „In einem suizidartigen Prozess hat die Mehrheit entschieden, dass ihre Entscheidungen gültig sind, auch wenn sie der katholischen Lehre widersprechen.“ An die Nazizeit sollte ein Kardinal nicht erinnern, denn damals haben weit mehr als die Hälfte der Priester und Kardinäle den rechten Arm nach oben gestreckt.

 

Die AfD bleibt eine Bedrohung für unser Land! Und die Linkspartei?

Man stelle sich das folgende Szenario vor: Bis zur nächsten Bundestagswahl verharrt die SPD in ihrem desolaten Zustand und die CDU geht mit dem bei den Medien als Großkapitalistenversteher verhassten Friedrich Merz als Kanzlerkandidat ins Rennen und die FDP wird nach wie vor von dem Hohlkopf Lindner geführt und die Grünen treiben ihre Verbotspolitik voran und die deutschen Medien setzen ihre destruktive und teilweise verleumderische Berichterstattung über die demokratischen Parteien fort.

Acht Wochen vor der Bundestagswahl verüben deutsche Islamisten ein Attentat auf ein Flugzeug mit 180 deutschen Touristen, die in den Urlaub fliegen wollen. Alle sterben.

Ist es ausgeschlossen, dass dann die AfD die absolute Mehrheit gewinnt ?

Die AfD-Regierung würde den Austritt aus der EU und der Nato forcieren und die Deutsche Mark wieder einführen und den Atomwaffensperrvertrag und das internationale Klimaabkommen kündigen und den Etat der Bundeswehr verdoppeln und von Polen und Tschechien die deutschen Ostgebiete zurückfordern oder zurückerobern und Donald Trump kopieren: M a c h D e u t s c h l a n d w i e d e r g r o ß !!!! Was dann passiert, kann sich jeder denken.

Bei der Linkspartei gehen die Meinungen in meinem Freundeskreis auseinander. Der von mir geschätzte Olaf Scholz plädiert jetzt für eine Zusammenarbeit. Ich bin anderer Meinnung: Die Linkspartei ist die Nachfolgepartei der SED, die 17 Millionen Deutsche jahrzehntelang in Knechtschaft gehalten und die tausende unschuldige Menschen eingesperrt oder ermordet hat. Viele Verantwortliche haben ihre SED-Mitgliedschaft nahtlos auf die Linkspartei übertragen. Selbst der moderate Bodo Ramelow lehnt es bis heute ab, die DDR als Unrechtsstaat zu bezeichnen. Innerhalb der Linkspartei gibt es mehrere kommunistische und marxistische Organisationen, von denen Gewaltanwendung im politischen Kampf nicht ausgeschlossen oder sogar geplant ist. Das Ziel der Gruppe „Marx 21“ bleibt die Revolution. Auf der Homepage der Linkspartei verbreitet die Kommunistische Plattform ihre radikalen antikapitalistischen und sozialistischen Prinzipien. Bitte lesen Sie selbst.

Ich kann nur meine deutschen Mitbürger anflehen: Stärken Sie die demokratischen Parteien CDU/CSU + SPD + FDP + Grüne indem Sie zumindest Mitglied werden und indem Sie – falls möglich – mitarbeiten und vielleicht sogar für ein Mandat im Ortsvorstand oder im Stadtrat kandidieren. Ja ! In diesen Parteien gibt es vieles zu verbessern – Sie können dazu beitragen !! Ohne Sie wachsen die Chancen der radikalen Parteien !!

 

Kurz und interessant

= „Wenn Forscher Vorhersagen für ein Jahrhundert abgeben, mache ich mir keine Sorgen. Anfang des 19. Jahrhunderts warnten Experten davor, dass die Straßen in 100 Jahren mit Pferdemist verstopft sein würden.“

= Der verstorbene Journalist Karasek über Onanie: „In einem Lexikon aus dem Jahr 1907 wird nur eine schwache Rückenmarkschwindsucht angedroht, es war ein liberales Lexikon. Billy Wilder hat mir erzählt, als er zur Schule ging, war da ein anderer Junge, der hat gedacht, beim 200. Mal müsse man sterben. Also gut, dachte er, schob seinen Eltern am Abend einen Abschiedsbrief unter die Schlafzimmertür und bekam, als er lebendig erwachte, eine Tracht Prügel von seinem Vater.“

= Heute verdienen Spargelstecher fast doppelt so viel wir vor zehn Jahren. Deutsche Arbeitslose bekommen die Landwirte trotzdem nicht auf den Acker.

= Der Rabbiner Ezechiel Lasar leitet die chassidische Gemeinde in Simferopol auf der Krim und er schwärmt von Präsident Putin und Russlands Führung, die für gute politische Rahmenbedingungen sorge; auch das Verhältnis zu den übrigen Religionsgruppen sei gut. Generell bemängelt Lasar einen Mangel an Spiritualität; von den 15.000 Juden auf der Krim kämen gerade einmal 300 in die Synagoge. (NZZ)

= Vor ein paar Tagen hatte ich einen Brief unter dem Scheibenwischer meines in der Stadt geparkten Autos. Im Befehlston wurde ich angemacht: „Denken Sie gefälligst darüber nach, zu Fuß zu gehen !“ + „Fahren Sie mit dem Fahrrad !“ + „Ist Ihnen die Umwelt egal ?“ usw.

= „In Mister Trumps Politik haben sich Prinzipienlosigkeit, Rüpelhaftigkeit und Niedertracht breitgemacht. Trump hat es auch deshalb leicht, weil die Demokraten zerstritten sind und wenig Format haben. Trump wird erneut zum Präsidenten gewählt, auch weil die Wirtschaft gut läuft und die Arbeitslosigkeit niedrig ist. Amerika ist nach wie vor innovativ, militärisch weit überlegen und ist Energie- und Nahrungsmittelsupermacht.“ (NZZ)

= Das Verbot der Vollverschleierung an den Schulen m u s s kommen !! Es dient auch den betroffenen Schülern !

= „Die Schüler müssen erfahren, dass sich in der heutigen Zeit jede Einrichtung und jedes Unternehmen, ob groß, mittel oder klein, ob im Bereich Landwirtschaft, Bildung, Medizin, Design, Industrie oder Sport in Richtung Kunden und Mitarbeiter auf „digital“ einstellen und entsprechende Transferfähigkeiten aufbauen muss. Folglich werden alte und neue Berufsbilder verknüpft. Ein Blick in die Stellenanzeigen: Lehrer und Pädagogen werden als „E-Learning Konzepter“ gesucht + Industriemechaniker als „Software Engineer Developer“ + Architekten als „Building Information Modeler“ + Psychologen als „Engagement Manager“ + Designer als „Art Directors Digital“ + Juristen als „Legal Counsel IT-Recht“ + Geologen als „Drohnen-Piloten“. Willkommen in der Arbeitswelt 4.0 !“ (Verena Lauffs)

= Der Rapper Eminem schockiert auf seinem neuem Album, indem er sich als Amokläufer inszeniert.“ (NZZ)

= “ Die amerikanischen Streitkräfte haben im Jahr 2019 so viele Angriffe in Afghanistan geflogen wie nie im vergangenen Jahrzehnt. Die Luftwaffe warf 7423 Bomben ab. Seit der Wahl Trumps haben die Luftangriffe in Afghanistan deutlich zugenommen. Das Weisse Haus zog auch frühere Beschränkungen für die Angriffe zurück, mit denen zivile Opfer verhindert werden sollten; in der Folge stieg auch die Zahl der Zivilisten, die bei Angriffen der USA getötet wurden.“ (NZZ)

= „Günter Younger, Doping-Ermittler der Wada, hat mit seinem Team Manipulationen durch russische Behörden bewiesen. Er sagt: „Es ist uns gelungen, zur Suspendierung von etwa 150 Athleten und Offiziellen beizutragen. Weder Europäer noch Amerikaner noch wir von der Wada haben das Doping aufgedeckt. Das waren russische Athleten, Trainer und Offizielle, die es satt hatten.“ (FAZ)

= Der Plan, eine Billion Bäume gegen den Klimawandel zu pflanzen, wird unter Wissenschaftlern kontrovers diskutiert, weil neue Wälder die Wassermengen in den Flüssen auf Jahrzehnte reduzieren können.

= „Linker Antisemitismus gebar den Terrorismus. Am 13. Februar 1970 legten Unbekannte Feuer im Altenheim der jüdischen Gemeinde Münchens. Mutmaßliche Täter: die „Tupamaros München“. (WELT)

 

„Soziologie der Diversität unter besonderer Berücksichtigung der Dimension Gender“

Das ist die Bezeichnung des Lehrstuhls, den Frau Professor Tuider an der Universität Kassel innehat. Die Dame ist auch beteiligt an dem Buch „Sexualpädagogik der Vielfalt. Praxismethoden zu Identitäten, Beziehungen, Körper und Prävention für Schule und Jugendarbeit.“ In diesem Buch befinden sich siebzig Empfehlungen: Man solle z.B. Minderjährige im Unterricht zu Theaterstücken über Analsex und zur Diskussion über den idealen „Puff für alle“ anhalten. Kinder sollen ihre „Lieblingsstellung“ zeigen, Puffs planen, Massagen üben.

In diversen deutschen Städten steht die „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ im Lehrplan. So werden in Berlin im offiziellen Unterrichtsmaterial Pantomimespiele angeregt. Die vierzehnjährigen Schüler dürfen Begriffe wie „zu früh kommen“ oder „Sadomaso“ vorspielen. An anderer Stelle wird Primarschülern beigebracht, dass sich Lesben befriedigen, indem sie sich „lecken“. Da die Schulen sich nicht selbst mit dem Thema befassen wollen, vergeben sie Aufträge an Schwulen- und Lesbengruppen, die auch Lehrmaterial zu erstellen haben.

Das Ziel ist, ein Angriff auf die Privilegierung der Familie. Alle Lebensformen sollten gleichwertig nebeneinander bestehen, nichts dürfte als richtig oder falsch gelten.

Ein Zitat aus der Arbeitsfassung des Bildungsplans für die Hauptschule/Englisch in Baden-Württemberg: „Die Schülerinnen und Schüler können aufgrund ihres soziokulturellen Orientierungswissens sowie ihres Wissens um zielkulturelle Kommunikationskonventionen in vertrauten und direkten und medial vermittelten Kommunikationssituationen kulturell angemessen agieren.“

(Mich erinnert das an die sechziger Jahre, als gewisse links/grüne Herrschaften sich mit Minderjährigen vergnügten und das auch juristisch legitimieren wollten)

Im Zusammenhang mit der Klimadebatte kommen auch die Themen „Überbevölkerung“ und „Grenzen des Wachstums“ wieder auf den Tisch. Der Mensch wird von diesen Idiologen vor allem als Zerstörer und Verbraucher wahrgenommen. So würde jedes Baby Treibhausgase produzieren; die Kosten dieses kleinen Klimaschädlings werden auf 28.200 Dollar taxiert. „Die große Zahl der Menschen und ihr Ressourcenverbrauch werden das Klima ruinieren und den Planeten unbewohnbar machen.“

Wie sollen die neun oder zehn Milliarden Menschen, die für das Jahr 2050 erwartet werden, ernährt werden ? Mit Biolandwirtschaft ? Da die Gentechnik in der Landwirtschaft mit eiskalter Arroganz und Dummheit verteufelt wird, kommt vielleicht das Thema „Natürliche Auslese“ wieder auf den Tisch. Wir verbieten weltweit jede Gentechnik und wir verbieten radikal und weltweit den Verzehr von Tieren: Dann haben wir das Problem der Überbevölkerung relativ schnell gelöst und der deutsche Michel sitzt in seinem Garten, betrachtet glücklich die blühemden Pflanzen und erntet die Kräuter für seine vegane Suppe. (Oder sind Kräuter auch schützenswerte Lebewesen ?)

Das Glockenspiel „Fuchs du hast die Gans gestohlen. Gib sie wieder her – Sonst kommt dich der Jäger holen, mit dem Schießgewehr.“ wurde in Limburg nach der Beschwerde einer Veganerin vorübergehend aus dem Verkehr gezogen. Nach der Logik dieser Veganerin müssten eigentlich auch alle Fleisch fressenden Tiere vernichtet werden.

 

Sparschwein

Heute möchte ich Ihr Interesse auf die Pharma-Branche lenken. Hier gibt es dutzende solide und erfolgreiche Unternehmen in den USA, in China, in der Schweiz und in Europa. Viele Milliarden werden in die Entwicklung von neuen Medikamenten und in die Medizin-Technologie investiert. Einige Unternehmen steigern seit Jahrzehnten ihre Umsätz und ihre Gewinne und ihre Dividenden. Einige Beispiele:

  • WKN 855167 Roche: Dividende 2,8 Prozent – u.a. Krebs-Immuntherapie – 140 neue Medikamente in der Entwicklung – Umsatz über 40 Milliarden Euro.
  • WKN 920657 Sanofi: Dividende 3,6 Prozent – Entwickelt Medikamente und Behandlungsmethoden in fast allen Bereichen; u.a. Diabetes, Hautkrebs, Impfstoffe. Umsatz 36 Milliarden Euro.
  • WKN AOYD8Q Merck & Co.: Dividende 2,8 Prozent – Weltweit führend in der Krebsforschung – Umsatz 37 Milliarden Euro.
  • WKN 904278 Novartis: Dividende 3,2 Prozent – Sehr großes Spektrum an Medikamenten und Gesundheitsprodukten – Umsatz 52 Milliarden Euro.
  • WKN 853260 Johnson & Johnson: Dividende 2,5 Prozent – Breit diversifiziert + Viele Blockbuster + Hoher Kassenbestand + Gibt jedes Jahr neun Milliarden Dollar für Forschung aus. Umsatz 72 Milliarden Euro.
  • WKN 850501 Bristol Meyers S.: Dividende 2,8 Prozent – Rasantes Wachstum in den Bereichen Krebs, Diabetes, HIV, Herz u.a. – Umsatz über 20 Milliarden Euro.

In China wird viel in Forschung und Entwicklung im Pharmabereich investiert. Einige Aktien bieten auf Sicht von zehn Jahren die Chance auf Kursgewinne von mehreren hundert Prozent. Z.B.: WKN A2JKHM Ping Healthcare und WKN A12EAP Alibaba Health und A2DX1V Zai Lab. Wenn Sie mehr über diese Unternehmen wissen wollen, dann googeln Sie die WKN.

 

Die Welt ist ein Dorf

= Angefangen hat alles mit einem schmutzigen Lappen. Kurz nach seiner Heirat entdeckte Muruga bei seiner Frau Shanti ein blutiges Stück Stoff, das sie vor ihm verstecken wollte. Als Bruder von vier Schwestern begriff Muruga sofort. Menstruation ist immer noch ein Tabu, und auf dem Land, wo die meisten Frauen wohnen, bestimmt Aberglaube das Leben. Damenbinden sind teuer – sie kosten so viel wie ein halber Liter Milch. Der Schlosser Muruga nahm das als Herausforderung. Er analysierte die Einlagen von Markenherstellern und beschloss eine Maschine zu bauen, die preiswerte Binden produziert. Das ist nun 20 Jahre her. Jetzt will Muruga erreichen, dass Frauen selbst Binden produzieren und einen Beruf daraus machen. Die Maschinen sind leicht zu bedienen und preiswert in der Herstellung. Nur jede zehnte der 400 Millionen Inderinnen benutzt eine Binde. (Kontinente)

= Lebensbedrohliche Szenarien während Geburten sind in Entwicklungsländern keine Seltenheit. Die Kinderärztin Stine Lund aus Kopenhagen hat mit der dänischen Maternity-Foundation die „Save Delivery App“ entwickelt, die man gratis im Internet herunterladen kann. Die App vermittelt Basiswissen bei Geburtshilfe-Notfällen. Die Anwendung basiert auf kurzen Videos, die in Sequenzen abgespielt werden können – bei Bedarf auch während eines Notfalls auf Handys, die in Afrika weit verbreitet sind. Und ist die Zeit knapp, werden über digitale Aktionskarten klare Anweisungen geschickt. Die App soll an 20.000 Helferinnen in Laos, Indien und Kenia verteilt werden. (Kontinente)

= Tiger können auch Frieden stiften: Wer die Sundarbans im indischen Gangesdelta betritt, riskiert sein Leben; denn in den größten Mangrovensümpfen der Erde leben neben den Einheimischen auch rund 100 bengalische Tiger, die bis in die Dörfer vordringen und immer wieder Menschen angreifen. Diese Gefahr hat andere Revierstreitigkeiten befriedet: Um die Tiger in Schach zu halten, sind die hinduistische Mehrheit und die muslimische Minderheit, die seit Jahrhunderten um Land konkurrieren, zusammengerückt. Gemeinsam bitten sie die lokale Gottheit Bonbibi um Schutz, zu Festen laden sie sich nun gegenseitig ein.

= Ägypten möchte bis zum Jahr 2030 die Geburtenrate von 3,3 auf 2,4 Kinder pro Frau senken. Dafür sind im letzten Jahr 23 Millionen Verhütungsmittel verschiedener Art vom Gesundheitsministerium ausgegeben worden. Dazu gibt es die staatliche Kampagne „Zwei sind genug“. Die aktuelle Einwohnerzahl Ägyptens von 100 Millionen Menschen könnte sich sonst innerhalb von 30 Jahren auf 160 Millionen erhöhen.

Im Niger bezeichnet Präsident Issoufou die Geburtenrate von 7,4 Kindern pro Frau als unislamisch, weil der Koran von den Eltern Verantwortung fordere. Das bedeutet auch, dass Mädchen zur Schule gehen dürfen, bis sie volljährig sind, anstatt bereits mit zwölf Jahren schwanger zu werden. Zu Issoufous Einsatz gehört auch der Familienplanungsunterricht für Männer. Niger gilt als ärmstes Land der Welt und ist zudem besonders stark vom Klimawandel betroffen. Schon heute kann nur ein Fünftel der Fläche landwirtschaftlich genutzt werden.

= Die Mordrate in Mexiko ist im Jahr 2019 mit 35.000 Morden auf eine neue Rekordhöhe geschnellt; das sind 95 Morde pro Tag. Seit die Regierung Calderòn im Jahr 2006 den Krieg gegen die Drogenkartelle auf den Weg gebracht hat, wurden 275.000 Menschen getötet.

 
 
 

Der reine Wahnsinn !!!

Ich bin Optimist für die politische und wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands und Europas. Aber mit dieser sensationellen Meldung habe selbst ich nicht gerechnet.

„Deutschland ist wieder Export-Weltmeister. Trotz Handelsstreit und anderer tatsächlicher oder erfundener Probleme wurde 2019 mit 293 Milliarden Dollar das vierte Jahr in Folge der weltweit größte Überschuss in der Leistungsbilanz erzielt.“

Seit der Finanz- und Eurokrise geht es mit der deutschen Wirtschaft mit unterschiedlichen Zuwachsraten bergauf. Wir erzielen solche Exportüberschüsse, weil wir innovative, kompetente, fleißige und seriöse Unternehmer, Mitarbeiter, Gewerkschaften und Politiker haben. Unsere Exportprodukte werden nicht wegen unserer schönen blauen Augen gekauft, sondern weil sie im Vergleich zur „Konkurrenz“ besser sind. Deutschland hat über 44 Millionen sozialversicherungspflichtige Mitarbeiter, relativ wenige Arbeitslose, sehr hohe Steuereinnahmen zum Abbau der Verschuldung und sucht händeringend Mitarbeiter in fast allen Branchen.

Es ist skandalös und politisch gefährlich, dass die Medien uns seit zehn Jahren einreden wollen, dass es mit Deutschland bergab geht. Etwa 70 Prozent der Deutschen sagen, dass es ihnen gut geht, dass sie aber Befürchtungen für die Zukunft haben.

Die absurdeste und lächerlichste Schlagzeile der letzten zehn Jahre habe ich schon mehrfach zitiert – aber diese ist so absurd, dass ich sie wiederholen muss. Am 28.7.2011 erschien in der Süddeutschen Zeitung ein Artikel mit der Schlagzeile: “ D e r l e t z t e T a n z . Traurig aber wahr: Deutschland boomt – aber nicht mehr lange. Die Welt hat deutsche Waren aufgesogen. Sie ist g e s ä t t i g t .“ Auf diesem Niveau ging es bei der S.Z. bis heute weiter. Die Konkurrenz der S.Z. kann einigermaßen mithalten. Eine große Sonntagszeitung produzierte 2011 die Riesen-Schlagzeile: „Von nun an geht`s abwärts. Das deutsche Märchen geht zu Ende.“ Und die Zeitschrift Euro am Sonntag behauptete 2014: „Ukraine – Krise. Vielen Maschinenbauern droht die Pleite.“ Die Maschinenbauer sind das Aushängeschild der deutschen Wirtschaft – vielleicht hat die Zeitschrift Maschinenbauer und Apfelbauern verwechselt. Und ein Herr Polleit, der inkompetenteste und abgebrühteste Volkswirt und Professor und Goldverkäufer hat schon 2012 Angela Merkel für eine „gigantische Wirtschaftskrise und für Hyperinflation“ verantwortlich gemacht und festgestellt, dass Papiergeld nicht sicher ist. Herr Polleit will natürlich den Menschen Angst machen, damit sie sein Gold kaufen. Einen Wichtigtuer habe ich noch: Carl Christian von Weizsäcker vom Max-Planck-Institut stellte fest, dass nach Überwindung der Staatsschuldenkrise der Euro so stark aufgewertet würde, dass „er die Prosperität des Euroraums zerstören wird.“ Auch hier ist das krasse Gegenteil eingetreten.

Man könnte über all diese idiotischen und destruktiven Feststellungen lachen – aber diese Herrschaften schaden unserem Land und vielen Menschen, die falsche Schlüsse ziehen. Man betrachte die Erfolge der AfD und das Desaster bei der Wahl des Ministerpräsidenten.

 

Zur aktuellen Lage

= Eigentlich sollte man sich mit diesem Herrn Trump nicht zu sehr beschäftigen; aber seine Entscheidung, trotz internationaler Ächtung wieder Landminen einzusetzen, ist empörend und inakzeptabel, zumal es sich um den weltweiten Einsatz von Minen mit Selbstzerstörungsfunktion handelt. Den internationalen Vertrag zum Verbot der heimtückischen Waffen haben 160 Länder unterzeichnet – darunter auch Deutschland. Immer wieder werden Minenexplosionen lange nach dem Ende der Kampfhandlungen gemeldet; dabei werden jedes Jahr tausende Zivilpersonen verletzt, verstümmelt oder getötet. Das US-Verteidigungsministerium behauptet, es würden nur noch Minen eingesetzt, die einen Mechanismus zur Selbstzerstörung und einen zur Deaktivivierung aus der Ferne besässen.

= Glück im Unglück: Italien ist nicht mit großen Reserven an Rohstoffen, Öl und Gas gesegnet; deshalb wird seit längerer Zeit Müll sehr effizient wiederverwertet und auch Ökostrom und Biolandwirtschaft spielen eine große Rolle. Das führt jetzt dazu, dass Italien bei Klimaschutz und Nachhaltigkeit die Nase vorn hat.

= Den Medien und Buchverlagen verschafft die Weltuntergangsindustrie andauernd gute Geschäfte. Politisch droht der Untergang des Abendlands und die illegale Zuwanderung von „Eindringlingen“. Bei den Grünen geht es um den Untergang der Welt und die Wirtschaftsexperten-Medien haben ein neues Lieblingswort: „C r a s h“.

= Haben Sie schon mal was von „Canada Goose“ gehört ? Das sind sündhaft teure kanadische Parkas mit Daunenfüllung, die wegen der Minustemperaturen bei der Tagung in Davos von Asiaten und Afrikanern für knapp 1000 Euro gekauft und getragen wurden. Auch viele nach Davos gereiste Greta-Anhänger deckten sich mit den weitgereisten Daunenjacken ein. Der Jackenhersteller macht eine halbe Milliarde Umsatz im Jahr – aber immerhin werden 90 Jacken p.a. in der uralten Handwerkskunst der Ureinwohner genäht.

= Gedruckte Tageszeitungen kämpfen um ihre Existenz, weil wegen des Internets die Auflagen und damit auch die Werbeeinnahmen ständig sinken. Mit allen möglichen Tricks (Content-Werbung oder Advertorial) wird versucht, Werbekundschaft anzulocken. Die links-grüne Süddeutsche Zeitung ist besonders kreativ und trifft im Münchner Hotel Vier Jahreszeiten zu einem großen Interview Herrn Bruno Cucinelli, den Chef der „gleichnamigen Marke für sündhaft teure Kaschmirmode, der einer der reichsten Männer Italiens ist“. Ob oder wann Herr Cucinelli in der S.Z. seine Kaschmirmode beworben hat, ist mir nicht bekannt.

= „Der Rechtsstaat kapituliert“ – mit dieser Schlagzeile berichtet eine Zeitung darüber, dass ein deutscher Bürger sich massiv darüber beschwert hat, dass Werbekärtchen „Wir kaufen Ihr Auto“ unter dem Scheibenwischer seines Autos stecken und dass die Scheibendichtungen beschädigt werden. Das für die Beschwerde zuständige Ordnungsamt lehnte ein Verfahren ab und auch die Beschwerde gegen das Ordnungsamt wurde zurückgewiesen. Fazit: Der deutsche Spießer lebt !!

= Auch in der vergangenen Woche fällte die Bundesregierung wieder einige sinnvolle und notwendige Entscheidungen. Die Landwirte erhalten über vier Jahre verteilt eine Milliarde Euro wegen der verschärften Düngeverordnung. + Der Einsatz von Kurzarbeitergeld in Industriebranchen mit schweren Strukturproblemen wird vereinfacht und kann auf 24 Monate verlängert werden. + Berufliche Weiterbildung für Menschen, die ihren Job verlieren, wird gefördert, indem die Bundesagentur für Arbeit bis zu 75 Prozent des Kurzarbeitergelds übernimmt. + Mittelständische Unternehmen sollen digitale Technik besser steuerlich abschreiben können, damit sie Anreize für Investitionen haben.

= John le Carré zum Brexit: „Der schäbigste Trick der Brexiteers besteht darin, Europa zum Feind zu machen. Eines Tages wird mir sicher jemand erklären können, warum zu einem Zeitpunkt, an dem die Wissenschaften so weit sind wie nie zuvor, die Wahrheit so offensichtlich ist wie nie zuvor und das Allgemeinwesen so leicht verfügbar ist wie nie zuvor, Populisten und Lügner derart Konjunktur haben. Doch wir wollen nicht den Torys die Schuld für ihren großen Sieg geben. Nein, schuld daran ist Jeremy Corbyns Labour Party, mit ihrer politischen Verweigerung in Fragen des Brexits, ihrem Antisemitismus und ihrem studentischen Marxismus-Leninismus, der die traditionellen Labour-Wähler verschreckt und sie orientierungslos zurückgelassen hat.

= Der Rammstein-Keyboarder Christian Lorenz kommentiert die deutsche Wiedervereinigung: „Wir wurden als unnützes Land angegliedert, ganze Biografien für wertlos erklärt, Firmen geschlossen, damit sich die Westfirmen breitmachen konnten. Wir sind so sehr zurückgesetzt worden, dass sich ein Groll und eine Enttäuschung aufgebaut haben, die bis jetzt anhalten. Im Großen und Ganzen war die Wiedervereinigung in dieser Form eine Sauerei.“ Man darf vermuten, dass einige Millionen ehemalige DDR-Bürger die Meinung von Herrn Lorenz teilen – damit wären dann auch die Millionen Stimmen für extremistische Parteien erklärt.

= Innenminister Seehofer hat jetzt wieder energisch eine Überwachung der europäischen Außengrenzen angemahnt und zugleich einen verpflichtenden Verteilerschlüssel für Asylbewerber und Flüchtlinge gefordert. Das ist absolut notwendig und auch im Interesse der hier lebenden Flüchtlinge. Andererseits: Wenn ich ein syrischer Flüchtling wäre und säße mit meiner Familie in einem der riesigen türkischen Lager, dann würde ich alles tun, um nach Europa zu kommen und ich würde dabei auch jede Grenze illegal überqueren. Wir müssen energischer als bisher – und wenn es sein muss auch mit dem Einsatz des europäischen Militärs – in Lybien, in Syrien in der Westsahara für die Beendigung aller Kämpfe sorgen und diese Länder zum Aufbau rechtsstaatlicher Strukturen zwingen und deren Wirtschaft ankurbeln. Und das alles nicht nur aus humanitären sondern auch aus egoistischen Motiven, weil diese Regionen vor unserer Haustür liegen und weder Herr Trump noch Herr Putin die Möglichkeit haben sollen, Kriege anzuzetteln und wieder verbrannte Erde zu hinterlassen.

 
 
 

Was würde Jesus dazu sagen?

In vier Kapiteln möchte ich über die christlichen Kirchen, über die Bibel, den Glauben, die Historie und den Mißbrauch meine Meinung äußern. Zunächst möchte ich mit positiven Anmerkungen zeigen, dass ich kein Kirchenhasser bin.

Die Kinderbuchautorin Christine Nöstlinger sagt: „Ich habe den Glauben, dass Menschen, die in besseren Umständen leben, zu Geschöpfen werden, die zu Empathie fähig sind. Ich glaube an das Humane, ich glaube an die Freiheit, an Gleichheit – dieser Glaube reicht mir.“ Ich würde Frau Nöstlinger fragen: „Und was ist mit den Milliarden, die nicht in besseren Umständen leben ? Brauchen diese Menschen zur Entwicklung von Empathie oder Nächstenliebe den Glauben an Jesus Christus ? Ja ! Es gibt immer noch viele Menschen, die das Gebet oder den Kirchenbesuch für ihren Seelenfrieden brauchen. Und es gibt seit 2000 Jahren viele Priester und Nonnen, die mit ihrer Religion und mit Worten und Taten den Menschen Trost und Beistand und Hoffnung gegeben haben.

Der französische Landpfarrer Andrè Trocmè brachte ein ganzes Dorf dazu, jüdische Kinder vor dem Tod zu retten. Trocmè sagte: „Wir wissen nicht, was ein Jude ist. Wir kennen nur Menschen.“

Papst Franziskus: „Der einzige Extremismus, den Gott zulässt, ist die Nächstenliebe.“

Wladimir Tolstoi über seinen Urgroßvater Leo Tolstoj: „Tolstoi hat an das Wort geglaubt – z.B. an die Bergpredigt – nicht an die Göttlichkeit. Für ihn war Jesus Christus ein lebendiger Mensch von außergewöhnlichen Fähigkeiten.“

„Weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Gewalten der Höhe oder Tiefe noch irgendeine andere Kreatur können uns scheiden von der Liebe Gottes, die in Jesus Christus ist, unserem Herrn.“ (Röm 8,38f)

Zadie Smith: „Ich persönlich glaube, dass Gott der Einzige ist, der unsere Verehrung verdient. In seiner Abwesenheit können unreligiöse Menschen das Wort „Gott“ durch das Wort „gut“ ersetzen. Das Gute, wo auch immer auf der Welt es in Erscheinung tritt, wo auch immer man es heraufbeschwören kann: das ist das Einzige, das Anbetung verdient.“

„Die zweckfreie und weltfreie Liebe ist Wirklichkeit des Gottesreichs. Dann ist sie uneingeschränkt und bedingungslos. Daher Jesu ganz neue, dem Alten Testament fremde Forderung: den Feind zu lieben, Böses mit Gutem zu vergelten. „Liebet eure Feinde, tut wohl denen, die euch hassen; segnet, die euch fluchen, betet für die, die euch beschimpfen.“

Mystiker Meister Eckhart: „Gott ist der Seelengrund des Menschen. Gott ist keine Person. Gott ist kein Wesen. Gott ist nicht einmal etwas Seiendes. Gott ist reine Intellektualität und sonst gar nichts. Wenn man das Wort „Gott“ durch „Liebe“ ersetzt, wird klar: Das Göttliche ist niemals außerhalb, sondern als Seelengrund das Ureigentliche des Menschen. Das Göttliche wird im Lieben und Geliebtwerden erfahrbar.“

„Jesus war allem Rituellen und Kultischen, allem Liturgischen und Sakramentalen, allem Institutionellen und Hierarchischen abhold.“

„Das Bewusstsein, zu sterben, wäre für viele ohne Religion nicht auszuhalten; für viele Gläubige und Ungläubige und mit Schuld behaftete Menschen sind Gottesdienste und Beichten wichtig; wenn es sie nicht gäbe, müssten sie erfunden werden. Für mich ist Singen im Gottesdienst „Transzendenz“.

„Religion ist keine Aufgabe, kein Jenseits, keine Kultur für die Abendstunden. Sie ist eine Leidenschaft, die durch die Ergebnisse nicht zu begründen ist.“

Nietzsche: „Wie können wir verhindern, dass wir nach dem Absterben der Religionen zu Bestien der Banalität werden ?“

„Gott fragt nicht nach dem, was wir glauben, sondern nach dem, was wir tun. Glauben und Tun sind für ihn eins.“

„Das Erlebnis der Vereinigung mit dem Menschen oder, religiös ausgedrückt, mit Gott ist keineswegs irrational. Es ist ganz im Gegenteil, wie Albert Schweitzer dargelegt hat, das Ergebnis des Rationalismus in seiner kühnsten und radikalsten Konsequenz. Es beruht auf unserem Wissen um die grundsätzlichen und nicht zufälligen Grenzen unserer Erkenntnis, auf unserem Wissen darum, daß wir das Geheimnis des Menschen und des Universums nie „begreifen“ werden, daß wir es aber trotzdem im Akt der Liebe „erkennen“ können.“

„Wenn ich prophetisch reden könnte und wüsste alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte allen Glauben, so daß ich Berge versetzen könnte, und hätte die Liebe nicht, so wäre ich nichts. Und wenn ich all meine Habe den Armen gäbe und ließe meinen Leib verbrennen und hätte die Liebe nicht, so wäre mir`s nicht nütze.“ (Korinther 13,2 und 3)

Im nächsten Kapitel geht es um das Alte Testament.


 

Linker Antisemitismus

Der irritierende Mister Johnson ist auch deshalb zum Premier gewählt worden, weil Labour keine klaren Alternativen aufzeigte und sich zur EU gewunden hat wie ein Aal. Einen weiteren Grund haben einige namhafte britische Schriftsteller in einem Brief an den „Guardian“ benannt: „Wegen der engen Verbindungen des Parteiführers Corbyn zum Antisemitismus können wir Labour nicht wählen.“

Auf einem Flugblatt der Duisburger Linken sieht man einen zum Hakenkreuz verformten Davidstern und einen Aufruf zum Boykott israelischer Waren („Kauft keine Produkte aus Israel“); hier wird sogar der Holocaust in Frage gestellt („der sogenannte Holocaust“) und der Springer-Verlag erhielt die Bezeichnung „Judenpresse“.

Vor vierzig Jahren legten linksextreme Gruppen in Europa Bomben und töteten zahlreiche Menschen. Die Terroristen von damals und heute verbindet ihr Hass auf Israel. Eine gewisse Ulrike Meinhof schwadronierte von den in Auschwitz ermordeten „Geldjuden“.

Der Urvater und Heiland aller Kommunisten und Sozialisten, Karl Marx, schrieb „Zur Judenfrage“: „Betrachten wir den wirklichen weltlichen Juden, nicht den Sabbatjuden, sondern den Alltagsjuden. Suchen wir das Geheimnis der Religion im wirklichen Juden. Welches ist der weltliche Grund des Judentums ? Das praktische Bedürfnis, der Eigennutz. Welches ist der weltliche Kultus der Juden ? Der Schacher. Welches ist sein weltlicher Gott ? Das Geld. So finden wir als Stütze eines jeden Tyrannen einen Juden. In Wahrheit wären die Sehnsüchte der Unterdrücker hoffnungslos und Kriege gänzlich undurchführbar, gäbe es nicht eine Handvoll Juden, um die Taschen zu plündern.“

Im sowjetischen Kommunismus gehörte der Antisemitismus zur Staatsräson. Logisch also, dass Linke wie Gesine Lötzsch und Sahra Wagenknecht diese Tradition fortführen und die Feststellung „Das Existenzrecht Israels gehört zur deutschen Staatsräson“ zurückweisen.

Dieser bis heute grassierende Antisemitismus im linken Lager nahm 1948 Fahrt auf. Juden wurden in der Sowjetunion als „Konterrevolutionäre“ und „Zionistische Agenten“ verfolgt. Stalin löste das Jüdische Antifaschistische Komitee auf, liess dessen Vorsitzenden, den Schauspieler Solomon Michoels, ermorden und 25 weitere Mitglieder als angebliche Agenten des Zionimus und des US-Imperialismus vor Gericht stellen; ihr Verbrechen bestand darin, die Staatsgründung Israels begrüßt zu haben. Es verstand sich von selbst, dass in sämtlichen Ostblockstaaten der Antisemitismus zur Staatsräson wurde. So auch in der DDR; dort verfügte die SED die Überprüfung der Kaderakten aller Parteimitglieder jüdischer Abstammung und entließ dann zahlreiche jüdische Staatsangestellte und verbot den jüdischen Gemeinden kulturelle Veranstaltungen. Anfang der fünfziger Jahre hatte die DDR 5000 jüdische Bürger – 1989 waren es noch vierhundert. Die anderen hatten die DDR verlassen – davon etwa 3500 nach Westdeutschland.

1973 lieferte die DDR während des Jom-Kippur-Krieges Waffen an Ägypten und Syrien, darunter eine Staffel Abfangjagdflugzeuge, Panzer, Granaten und Munition. Ägypten und Syrien hatten stolz die Absicht verkündet, Israel zu vernichten. Die DDR förderte die Terrororganisation PLO und unterstützte die Ermordung israelischer Juden, indem sie den palästinensischen Attentätern bei den Olympischen Spielen in München 1972 durch ihre Sportler Hinweise auf den genauen Aufenthaltsort der israelischen Delegation gab.