Der Macho u. die Lady u. das Sofa

Das Verhalten von Herrn Erdogan beim Besuch der EU-Chefs in der Türkei hat wieder mal gezeigt, dass dieser Mann immer noch nicht kapiert, dass sein Land nur dann eine gute Zukunft hat, wenn es wie die europäischen Länder eine glasklare Trennung von Kirche und Staat herbeiführt und wenn die völlige Gleichstellung von Männern und Frauen Normalität ist.

Ursula von der Leyen hat den Verstand am richtigen Fleck, hat cool auf den Macho reagiert und versucht, zur Sache zu kommen und die zahlreichen Probleme zwischen der Türkei und der EU zu besprechen.

Außenpolitik heißt vor allem: „Miteinander reden“ und nicht „Aufeinander schießen“. Die Türkei braucht die EU aus wirtschaftlichen Gründen und will immer noch Mitglied der EU werden. Auch über die Nato-Mitgliedschaft der Türkei gibt es eine verbindende – wenn auch komplizierte – Beziehung.

Europa ist natürlich an einer loyalen Türkei interessiert: Hinter der Türkei liegen Länder wie Syrien, Libanon, Irak, Iran, Saudi-Arabien u.a.m.

Auch wenn die EU-Mitgliedschaft der Türkei noch in weiter Ferne liegt: Mit oder ohne Herrn Erdogan müssen wir versuchen, alle kleinen und großen Probleme zu besprechen und zu lösen und wir dürfen uns von der Arroganz dieses Herrn Erdogan nicht von diesem Ziel abbringen lassen.

 

Besinnt euch ! Jetzt !

„Je weniger ein Mensch unter Todesangst leidet, desto besser ist er in der Lage, im Jetzt und Hier zu leben, die Gegenwart zu gestalten, den Augenblick zu geniessen. Er ist weniger zerrissen zwischen Nostalgie und Zukunftsangst, er ist mit Herz und Verstand in diesem Moment seines Lebens.

Sehnsucht: Nicht abgelenkt und betäubt leben, nicht flüchtig und getrieben, sondern im Bewusstsein des einmaligen Augenblicks; die fortwährende Bewusstmachung des eigenen Todes steht diesem Lebensgefühl nicht im Wege, im Gegenteil, es befördert es. Der Philosoph Peter Bieri hat es poetisch, aber treffend beschrieben: „Sich darauf besinnen, was man eigentlich möchte. Das Bewusstsein der begrenzten ablaufenden Zeit als Kraftquelle, um sich eigenen Gewohnheiten und Erwartungen, vor allem aber den Erwartungen und Drohungen der anderen, entgegenzustemmen. Als etwas also, das die Zukunft öffnet und nicht verschließt…… Endlich dazu übergehen, langgehegte Wünsche zu verwirklichen. Den Irrtum angreifen, dass dafür später immer noch Zeit sein wird. Der Gedanke an den Tod als Instrument im Kampf gegen Bequemlichkeit, Selbsttäuschung und Angst.“ (Fundstück)

 

Was ist Kunst ?

= Frage an Gerhard Richter: „Sind Bilder Modelle einer besseren Welt – schön, vollendet, unangreifbar?“

Richter: „Bilder – z.B. jene von Velázquez oder Vermeer – können ein Trost sein, wenn sie genügend Geheimnis besitzen und ähnlich rätselhaft sind wie das Leben selbst. Allein die Annäherung an diesen Zustand löst Glücksgefühle aus.“

= Andrea Bocelli: „Kunst ist etwas Mysteriöses. Sie ist ein Geschenk, dem man mit Worten nicht beikommt. Kritiken sind nicht viel mehr als Folklore.“

= Impressionismus: Stiller Eindruck – Expressionismus: Starker Ausdruck

= Picasso: „Es gibt Maler, die die Sonne in einen gelben Fleck verwandeln. Es gibt andere, die dank ihrer Kunst einen gelben Fleck in die Sonne verwandeln.“

= Leon Battista Alberti: „Harmonie gibt sich dadurch zu erkennen, dass man weder etwas wegnehmen noch etwas hinzufügen kann.“

= Updike: „Die Wahrheit der Kunst liegt im Leid, das sie birgt. Ja, es ist wahr: Wer nicht gelitten hat, hat nichts zu sagen.“

= Rilke: „Kunstwerke sind von einer unendlichen Einsamkeit und mit nichts so wenig erreichbar als mit Kritik. Nur Liebe kann sie erfassen und halten und kann gerecht sein gegen sie.“

= Picasso: „Kunst wäscht den Staub des Alltags von der Seele.“

= Kai Pohl: „Gedichte sollten den Verwirrten, Verzweifelten und Verängstigten Nahrung geben und nicht die Germanisten füttern.“

= „Kunst ist eine emotionale Angelegenheit oder es ist keine Kunst. Ohne Emotionalität keine Kunst. Ich muss durch das Bild bezwungen werden. Wenn Sie sich in eine Frau verlieben, dann wird das niemals anhand irgendwelcher Kriterien erklärbar sein.“ (Fundstück)

= Albert Ostermaier: „Die Lyrik Brechts ist erlebbar als etwas, das zeitgenössisch ist, nahe an unserem Puls, als etwas, das mit unseren Sehnsüchten, unseren Ängsten, unserer Wut zu tun hat.“

 

Gebildet müsste man sein!

= Was eben noch einfach nur Stochastik war, das ist jetzt auf einmal große Politik. (Süddeutsche Zeitung)

= Die am ehesten psychologisch-realistische Erzählung der Sammlung „Die Klassenbeste“, enthält auch ein wahrhaft finnougrisches Bekenntnis ……. (Kerstin Holm in der FAZ)

= Der drastische Diss der Mehrheitsgesellschaft ist hier eine politische Performance. (S.Z.)

= Ist das größenwahnsinnige Land Art oder technische Megalomanie?

= ……..wie erst neulich wieder bei einem digitalen Frankfurter Workshop über „Kritische Theorie(n)“ krass fallibilistisch deutlich wurde. (FAZ)

= Ein Mann wie ein Baum, Meghan wie Noahs apokryphe Frau Haikal in seinem Schoß? (FAZ)

= Eine hedonistisch-melancholische Zustandsbeschreibung. (S.Z.)

= Romantische Liebe besteht aus Seligkeit, Lernen und Scheitern. Gefährlich wird ihr eine technik-beflügelte puritanische und tayloristische Moderne. (Die WELT)

= Der Sport ist stets der Appendix wirtschaftlicher oder politischer Interessen eines Landes. (S.Z.)

= In Laurent Binets Roman „Eroberung“ kolonisieren die Inka Europa. Eine Umkehrung der Weltgeschichte und des exotisierenden Blicks. Ist das ein Beitrag zur Selbstrelativierung oder eine besonders verdrehter Ethnozentrismus? (S.Z.)

 

Gedichte von M. Kaleko

= Was wird am Ende von mir übrig bleiben? – Drei schmale Bände und ein einzig Kind. Der Rest, es lohnt sich kaum, es aufzuschreiben. Was ich zu sagen hab, sag ich dem Wind.

Es ist und bleibt das gleiche allerorten – man sagt am Ende nichts in vielen Worten. Zum Reden hat sogar der Feige Mut; doch Schweigen klingt in jeder Farbe gut.

= Im Schaufenster das Krokodil hat Tränen viel verloren. Umsonst: Es war am fernen Nil zur Brieftasche geboren.

= Der Schwan, wenn er sein Ende ahnt, das heißt: wenn ihm sein Sterben schwant, zieht sich zurück, putzt das Gefieder und singt das schönste seiner Lieder. – So möcht auch ich, ist es soweit, mal eingehn in die Ewigkeit.

= Ich frage mich in meinen stillen Stunden, was war das Leben, Liebster, eh du kamst und mir den Schatten von der Seele nahmst. Was suchte ich, bevor ich dich gefunden?

= Ich denke oft an Kladow im April…. Noch hält der Frühling sich im Wald verborgen, die Ufer warten kahl und winterstill, und nur die ersten Knospen rufen „morgen!“

In diesem Haus mit seinen blanken Scheiben, den Fliederbüschen und dem Silbermond, dem See, darauf die kleinen Boote treiben – hier hab ich achtzehn Frühlinge gewohnt.

Von meinem Herzen bleibt ein gutes Stück auf diesem kleinen Erdenfleck zurück. – Und eine Stimme in mir sagt: Ich will die Stunde, wie sie ist, in mir bewahren. Und sieh: da lebt sie noch, nach so vielen Jahren!

= Man lernt sich irgendwo ganz flüchtig kennen und gibt sich irgendwann ein Rendezvous. Ein Irgendwas, – `s nicht genau zu nennen – verführt dazu, sich gar nicht mehr zu trennen. Beim zweiten Himbeereis sagt man sich „du“.

Man hat sich lieb und ahnt im Grau der Tage das Leuchten froher Abendstunden schon. Man teilt die Alltagssorgen und die Plage, man teilt die Freuden der Gehaltszulage, …… Das übrige besorgt das Telefon.

 

Zur aktuellen Lage

Das Manager-Magazin liegt beim Wettkampf um Deutschlands inkompetenteste Wirtschaftszeitschrift immer weit vorne. Vor einigen Jahren hatte der Chef des deutschen Linde-Konzerns – Wolfgang Reitzle – die geniale Idee, den amerikanischen Wettbewerber Praxair zu übernehmen. Das Manager-Magazin schrieb damals, diese Fusion würde vor allem einem nutzen: Reitzle selbst.

Inzwischen ist Linde der weltgrößte Industriegase-Hersteller und hat im vergangenen Jahr trotz Corona gute Ergebnisse erwirtschaftet. Für die nächsten Jahre ist weiteres kräftiges Wachstum angekündigt.

= Wolfgang Reitzle (Linde) ist überzeugt, dass „Deutschland riesiges wirtschaftliches Potenzial hat“, wenn es zu einem parteiübergreifenden Konsens käme. Reitzle schlägt vor:

  • Mehr Wirtschaftskompetenz in der Bevölkerung – u.a. mit der Einführung des Pflichtfachs „Wirtschaft“ an den Schulen.
  • Abbau der Staatsbürokratie und weitgehende Digitalisierung der Öffentlichen Verwaltung.
  • Staatsquote unter 50 Prozent senken.
  • Ein verbindlicher Zehnjahresplan für Investitionen in eine zukunftsfähige Infrastruktur.
  • Die amerikanischen Internetgiganten sind kaum noch einzuholen; deshalb müssen wir beim „Internet of Things“ die Führung übernehmen.
  • Wenn die Wirtschaft schnell wieder in Schwung kommen soll, müssen die Unternehmen steuerlich entlastet werden.
  • Mit dem Potenzial der Bundeswehr Kompetenzzentren für die Entwicklung von Cyber- und Drohnentechnologie aufbauen.
  • Eine neue ideologiefreie Energie- und Mobilitätspolitik.

= In Italien findet ein fruchtbarer politischer Wandel statt. Nach dem genialen Schachzug, Mario Draghi als Ministerpräsidenten zu installieren, hat jetzt die Sozialdemokratische Partei nach jahrelangen Streitereien den früheren Vorsitzenden Enrico Letta wieder zum Vorsitzenden gewählt. Letta sagt: „Wenn der Wind des Wandels braust, dann ziehen manche Mauern hoch. Andere blicken nach vorn und errichten Windmühlen.“ Letta will seine Partei aussöhnen und neu erfinden und überfällige Reformen angehen: Die aberwitzige Bürokratie – das dahinsiechende Justizwesen – das innovationsfeindliche Steuersystem – die systematische Benachteiligung von Frauen in der Beschäftigungsstruktur u.v.a.m. Als Hauptgegner hat Letta die rechtsnationale Lega benannt.

= Der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder ist überzeugt, dass der Westen seine führende Position durch Dummheit und Unfähigkeit verspielt und dass China und Russland ihre Chancen mehren. Schröder glaubt nicht mehr an den Zusammenhalt der transatlantischen Wertegemeinschaft und fordert von Europa, sich von der amerikanische Vormundschaft zu emanzipieren und mit einer echten europäischen Armee selbst für seine Verteidigung zu sorgen – einschließlich klarer Abmachungen mit Russland. Man darf vermuten, dass Präsident Macron und Bundeskanzlerin Merkel Schröders Meinung teilen, aber aus taktischen Gründen noch nicht darüber sprechen wollen.

= Noch vor fünf Jahren haben Ökonomen und Politiker behauptet, dass China bis zum Jahr 2050 braucht, um die USA als Wirtschaftsmacht Nummer Eins zu überholen. Jetzt wurde diese Prognose revidiert und auf das Jahr 2025 vorverlegt.

= Die unbedingt notwendige Verlängerung eines kurzen strengen Lockdowns hat auch ein parteipolitisches Motiv: Nur wenn bis Ende Juni 60 Prozent der Deutschen geimpft sind, kann das gesamte öffentliche Leben wieder auf Vor-Corona-Kurs schalten. Nur dann wird die Wirtschaft komplett Gas geben und die Deutschen können in alle Welt fliegen und ihre Urlaube nachholen und die CDU/CSU hat noch Zeit, sich mit neuen Gesichtern für den Wahlkampf zu profilieren. Laschet macht in Düsseldorf einen guten Job; er ist kompetent und zuverlässig – aber er ist wie Merkel kein Hollywood-Star. Söder hat außerhalb Bayerns weniger Zustimmung. Wer keine grünen Kanzler/in will, muss hoffen, dass die Schwarzen noch etwas aus dem Hut zaubern.

= Der Wahnsinn nimmt zu: In einer Liegenschaft der Freien Universität Berlin wurden verscharrte sterbliche Überreste von Naziopfern gefunden; jetzt soll ein Forschungsprojekt dieses düstere Kapitel aufarbeiten. Auf der Homepage dieses „Projekts Ihnestraße 22“ ist zu lesen: „In der Ihnestr 22 forschten Wissenschaftler_innen schließlich auch an den Körpern von Personen, die in nationalsozialistischen Vernichtungslagern und Heilanstalten ermordet wurden. Insbesondere Sinti_zze und Rom_nja, J_üdinnen, schwarze Personen und Menschen mit Behinderung fielen den Arbeiten des KWI-A zum Opfer.“ Ja! Dort steht tatsächlich J_üdinnen. Wozu soll diese geschlechtergerechte Sprache dienen? Gerechtigkeit?

Es darf nie zur Normalität werden, dass Menschen, nachdem sie als Opfer des grauenvollsten Verbrechens der Geschichte geschändet worden sind, ohne ihr Wissen und Wollen abermals zum Teil einer Ideologie gemacht werden. Die in der Ihnestrasse 22 verscharrten Opfer mörderischer Rassisten haben eine würdige Bestattung und ein angemessenes Gedenken verdient. Wer diese Opfer aber instrumentalisiert, um sich selbst als Zelebrator*in der Gerechtigkeit zu präsentieren, schändet sie ein weiteres Mal. (Julien Reitzenstein NZZ)

 

Die Welt ist ein Dorf

= Die Europäische Union diskutiert endlich über eine gemeinsame Verteidigungsplanung. Während Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer verkündete, dass die „Illusionen einer strategischen politischen Autonomie enden müssen“ und Europa unter dem nuklearen Schutzschirm Amerikas zu bleiben hat, hielt der französiche Präsident Macron dagegen: „Amerika wird Europa als Verbündeten nur dann ernst nehmen, wenn wir in unserer eigenen Verteidigung souverän sind. Wir müssen unsere strategische Autonomie und unsere Fähigkeit, mit Partnern zusammenzuarbeiten, verbessern.“

Für die Machtpolitik und die militärischen Operationen der USA ist Europa seit Jahrzehnten nur Erfüllungsgehilfe. Als Beispiel dient der Irak-Krieg, in den die europäischen Nato-Mitglieder mit erlogenen Gründen hineingepresst werden sollten und der den gesamten Mittleren Osten bis heute destabilisiert hat. Der Mittlere Osten grenzt an die EU und ist weit weg von Amerika. (Bundeskanzler Schröder hat damals die deutsche Beteiligung am Irak-Krieg verweigert).

Hoffentlich setzt sich Macron durch !!!

= Demographische Wende: Nachdem die Zahl der arbeitsfähigen Menschen in Europa, Nord- und Südamerika, Japan und China seit 1980 um mehr als 60 Prozent gestiegen ist, deutet sich eine Umkehr dieser Entwicklung an. Weniger Arbeitskräfte muss nicht mit einem Rückgang der weltweiten Wirtschaftsleistung einhergehen, weil Produktivitätsfortschritte (Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Robotik) mehr als einen Ausgleich anbieten. Außerdem kann die fortschreitende Globalisierung helfen, nationalen Alterungsfallen auszuweichen und die weltweite Arbeitsteilung zu vertiefen.

= Auch China hat ein massives Problem mit dem Rückgang der arbeitsfähigen Bevölkerung, deren Zahl im Jahr 2029 einen Höchstwert erreichen und danach ständig sinken wird. Schon jetzt bekommen immer weniger Chinesen Nachwuchs. Im Jahr 2020 sind im Vergleich zum Vorjahr 15 Prozent weniger Neugeborene amtlich gemeldet worden. Gleichzeitig werden Chinas Einwohner immer älter.

= In Spanien wurde der Rapper Pablo Hasél verhaftet, weil er gegen das Gesetz verstoßen hatte. Sofort protestierten Künstler in einem Manifest gegen die Einschränkung der Meinungsfreiheit. Im Namen dieser Meinungsfreiheit werden seitdem Steine geschmissen, Schaufenster eingeschlagen, Waren geraubt, Bankautomaten gesprengt und Polizisten attackiert. Ein Bärendienst für die Meinungsfreiheit.

= Der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen hat der Regierung in Venezuela zum wiederholten Mal Terror, Folter und tausende politische Morde gegen die eigene Bevölkerung vorgeworfen. Ungerührt davon setzt Russland die enge Verflechtung seines Ölsektors mit jenem von Venezuela fort.

= In den entlegenen Minen Westaustraliens arbeiten die Erzkonzerne mit Hochtechnologie. Das Fördern von Bodenschätzen steuert der tausend Kilometer entfernte Joystick.

= Weil China sich in unglaublich kurzer Zeit zu einem Hochtechnologie-Land entwickelt hat, fehlen für die Produktion Unmengen an Halbleitern; zuletzt wurden Halbleiter im Wert von 350 Milliarden Dollar p.a. importiert. Typisch China: Der Staat lässt jetzt in großem Stil Halbleiter-Fabriken errichten.

= Journalistische Arroganz und Dummheit gibt es nicht nur in Deutschland. Die ehemals kompetente NZZ bringt einen Riesenartikel mit folgenden Schlagzeilen: „Die EU-Staaten haben unter dem Eindruck der Coronakrise einem 750-Milliarden-Euro-Fonds zugestimmt, um die Wirtschaft zu beleben. Doch das Projekt ist zum Scheitern verurteilt. Das Geld kommt viel zu spät und wird kaum für Sinnvolles eingesetzt.“ Ist da Neid im Spiel ?

= Israel hätte Besseres verdient als diesen Herrn Netanyahu, der seinen Busenfreund Trump verloren hat und der wegen mehrerer Verbrechen vor Gericht steht und der jetzt sogar erwägt, mit den Extremisten der verbotenen Kach-Partei, die in die Knesset eingezogen sind, ein Bündnis zu schmieden.

 

Gegen die Süddeutsche Zeitung war Karl Marx ein Liberaler !

Schlagzeile Süddeutsche Zeitung: „Die linke Tour. Spätestens seit der Finanzkrise ist Karl Marx so beliebt wie noch nie. Auf einmal finden ihn alle toll – auch die Reichen. Warum gibt es dann keine Revolution? Wer ist der größte Deutsche? Bei einer Umfrage wurde Karl Marx Dritter. Auch im Ritz in Wolfsburg sitzen nun Menschen, die Marx unfassbar gut finden. Wir selbst leben in Ländern, die vor akkumuliertem Reichtum stinken.“

Die S.Z. hat sich den Titel „Antikapitalistisches Kampfblatt“ mehr als verdient. Zitate aus der S.Z.:

= „Die Lösung: Von einer Arbeitszeitverkürzung würden Millionen Arbeitnehmer profitieren, aber auch Unternehmen und die Gesellschaft.“

= Feuilleton S.Z.: „Die Frage ist nicht, ob der Kapitalismus stirbt, sondern wie. Gründe wären die Ausbeutung des Staates, der Krieg gegen das Klima, aber vor allem der Verlust des sozialen Fundaments. Die Elite isoliert sich. Der Rest darbt.“

= „Amerikas Arbeitgeber Walmart erhöht die Löhne, obwohl es eine Milliarde Dollar kostet. Dahinter steckt kein Gutmenschentum, sondern ökonomisches Kalkül.“ (Kommentar: Selten so gelacht)

= „Notwehr – Job und Familie? Das klappt in Deutschland immer noch schlecht. Die Juristin Nina Straßner versucht, das zu ändern. Dafür braucht sie Menschen, die sich trauen, ihren Arbeitgeber zu verklagen.“

= „Die Duisburger Forscher Bosch und Kalina fordern die Politik auf, eine bessere Bezahlung vieler Tätigkeiten durchzusetzen.“ (Gute Idee !! Damit hatten schon Stalin und Mao einen Riesenerfolg. Man liess ein paar Dutzend Millionen Bürger verhungern oder auf andere Art krepieren und konnte so den Lebensstandard der übrigen Bevölkerung um ein Ei pro Tag verbessern.)

= „Die Abkehr von vulgärliberaler Politik ist das wirksamste Instrument gegen den Populismus.“

= „Wissenschaftler befürchten das Entstehen von Armenvierteln in den Großstädten.“

= S.Z.-Serie: „Macht uns der Kapitalismus kaputt? S O S ! Der Ökonom Paech plädiert für ein Wirtschaftssystem ohne Wachstum. Er weiß, dass das weniger Industrie bedeutet. Um dies abzufedern, sollen Jobs umverteilt und die Arbeitszeit für jeden reduziert werden.“ „Wachstumsrücknahme: Radikal schrumpfen.“ „Grundeinkommen: Geld für Alle.“ „Gemeinwohlökonomie: Ethischer Profit“ „Postwachstumsökonomie: Weg vom Konsum.“

= „Kuschen vor Konzernen. Angehörige der Oberschicht ignorieren Mitmenschen. Neoliberalismus pur: Du darfst keine Angst haben, anderen weh zu tun.“

= „Firmenchefs haben schlechten Ruf. Jeder Dritte hält Führungskräfte für korrupt, zeigt eine Umfrage.“

= „Manager: Generation Gier. Der soziale Zusammenhalt geht verloren, wenn Vorstandschefs sich wie Halbgötter benehmen.“

= „Reich und hart. Soziale Ungleichheit fördert Geiz der Wohnhabenden. Die Ergebnisse zahlreicher Studien haben dazu beigetragen, dass reichen Leuten ein lausiger Ruf anhaftet. So beobachteten Wissenschaftler, dass Wohlhabende mit höherer Wahrscheinlichkeit Verkehrsregeln missachten und dabei Fußgänger gefährden. Andere Experimente deuten daraufhin, dass Reichtum das Mitgefühl für Krebspatienten mindert und auch die Bereitschaft reduziert, Menschen in Not zu unterstützen.“ (Kommentar: Brechreiz)

 

Gesundheit

= Unser Immunsystem bekämpft schädliche Viren, Bakterien und mutierte Zellen und funktioniert normalerweise ohne die von Apotheken und Drogerien empfohlenen Nahrungsergänzungsmittel. Man kann das Immunsystem mit einem gesunden Lebenswandel stärken – vor allem mit dem Verzehr von Obst und Gemüse und dem Verzicht auf Zigaretten und Alkohol. Ganz wichtig ist auch ein gesunder Schlaf: Optimal sind etwa sieben bis acht Stunden !!

Wie immer kommt auch das Thema „Bewegung“ ins Spiel: Spazieren gehen oder joggen oder Fahrrad fahren lassen das Blut im Körper zirkulieren und mobilisieren das Immunsystem. Aber kein Sport-Stress! Der Körper hat über 800 Muskeln, die mit Dehnen, Strecken und Belasten von Beinen, Bauch, Rücken, Hals, Armen, Kopf etc. leicht trainiert werden können – besorgen Sie sich dafür eine Übungsanleitung.

Stehen ist besser als Sitzen und Gehen ist besser als Stehen usw.

Auch die richtige Atmung kann das Immunsystem unterstützen: Atmen Sie durch die Nase langsam (sechs Sekunden lang) aus und ein !

= Eine gesunde Lebensweise beginnt beim Einkauf der Lebensmittel: Achten Sie im Supermarkt auf die Haltbarkeitsdaten und darauf, dass die länger haltbare Ware im Regal immer hinten steht! Alle Obstsorten, die mit Schale gegessen werden – wie z.B. Äpfel – müssen Bio sein, weil die Äpfel im Normalanbau bis zu 15 mal mit Chemikalien bespritzt werden. Gemüse wird geerntet (also von der Wurzel abgeschnitten) und verliert nach einigen Tagen seine positiven Substanzen; deshalb sollte man nur tiefgefrorenes Gemüse kaufen, das unmittelbar nach der Ernte gereinigt und schockgefroren wird und bis zum Auftauen seine gesunden Substanzen behält. Vor allem dunkelgrünes Gemüse, das nicht zu stark gekocht wird (oder gedünstet wird!) ist gesund. Auch Fleisch und Wurst sollte man nur vakuum-verpackt kaufen.

= Kaffee hatte über Jahrzehnte einen schlechten Ruf und galt sogar als Gift für den Körper.Eine gute Nachricht für alle Kaffeetrinker: Dieses Getränk ist nicht nur unbedenklich sondern sogar gesund, wie neueste Forschungen ergeben haben: Drei bis vier Tassen täglich verringern Risiken für Herzinfarkt und Schlaganfall und Krebserkrankungen, weil etliche der mehr als 1000 bioaktiven Substanzen im Kaffee eine anti-entzündliche oder anti-oxidative Wirkung entfalten.

= Der Darm ist das Zentralorgan für die Gesundheit ! Essen Sie entspannt ! Geniessen Sie das Essen ! (Auch wenn Sie hin und wieder eine Curry-Wurst essen! Keine Schuldgefühle beim Essen!) Seien Sie sich bewusst, was Sie gerade zu sich nehmen ! Diskutieren Sie keine Eheprobleme während der Mahlzeiten ! Kauen Sie das Essen so lange, bis Sie es trinken können !

= Geh verständnis- und liebevoll auch mit dir um !

= Meiden Sie a l l e Nahrungsergänzungsmittel und anderen Zusatzstoffe und auch alle künstlichen Vitamine !

 

Sparen mit „vernünftiger“ Rendite und wenig Risiko.

Vernünftig heißt, dass ich als Sparer mindestens die doppelte Inflationsrate als Rendite einfahren will. Bei einer Geldentwertung (Inflationsrate) von zwei Prozent muss ich mindestens vier Prozent Rendite erzielen, damit die Steuern gezahlt werden können und ein kleiner Gewinn übrig bleibt und der Inflationsverlust ausgeglichen wird.

Es gibt zahlreiche Aktien von seriösen großen (!!) Unternehmen, die schon seit Jahrzehnten erfolgreich sind und die sich immer wieder neu erfinden – soll heißen: Ihre Produkte bzw. ihr Geschäftsmodell hinterfragen und stetig verbessern.

Erfahrene Investoren erwarten für die Jahre nach der Corona-Krise auf allen Erdteilen ein über dem Durchschnitt der letzten Jahre liegendes Wirtschaftswachstum.

Als Einzelaktien werden folgende Werte empfohlen:

= WKN 840400 Allianz = 843002 Münchner Rück = 855705 Axa = TLX100 Talanx = A140M9 Noril Nickel = 852147 Rio Tinto = 897898 Vale = 851194 Danone = A0JNE2 Unilever = A0Q4DC Nestlé = 710000 Daimler = BASF11 BASF = 723610 Siemens = BAY001 Bayer = 885166 Hyundai = 884241 Reliance = A1JB8N Sberbank = A2H5LX Sea = A0F5DE Baidu = A0SMU8 Nothern Data = 716460 SAP = 865985 Apple = 909800 T.S.C. = A14YSF Alphabet = 906866 Amazon = 870747 Microsoft.

Der wichtigste Rat: Kaufen Sie wegen der zu hohen Gebühren k e i n e Fonds !!

Interessant sind nach wie vor ETF, deren Gesamtgebühren unter 0,20 Prozent liegen und die ein gutes Konzept haben, wie z.B. WKN A1CYW7 Standard & Poors 500 mit 0,05 Prozent Gebühren oder A2PEJW J.P.Morgan mit 0,10 Prozent Gesamtgebühr; dieser ETF umfasst 86 Prozent des gesamten amerikanischen Aktienmarktes oder DBX0NJ Nikkei 225 mit den 225 wichtigsten japanischen Aktien und einer Gesamtgebühr von 0,09 Prozent. Für die Entwicklungsländer und hier vor allem für die asiatischen Länder empfiehlt sich WKN A111X9 Blackrock mit einer Gesamtgebühr von 0,18 Prozent.

Über die WKN erfahren sie im Internet viele Details.

Viel Erfolg !!

 

Kluge Worte

= „Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen. Ich war ja kein Kommunist. Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen. Ich war ja kein Sozialdemokrat. Als sie Katholiken holten, habe ich nicht protestiert. Ich war kein Katholik. Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.“ (Fundstück)

= Marie Luise Kaschnitz: Nicht mutig

Die Mutigen wissen, dass sie nicht auferstehen – daß kein Fleisch um sie wächst am jüngsten Morgen – daß sie nichts mehr erinnern – niemandem wiederbegnen – daß nichts ihrer wartet – keine Seligkeit – keine Folter – Ich bin nicht mutig.

= Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist den Augen verborgen. (Saint-Exupery)

= Man sollte nur von Pessimisten Geld borgen, denn sie erwarten ohnehin nicht, dass sie es zurückbekommen. (Georg Thomalla)

= Du bist die Triebfeder der Seele des Universums, und dein Name ist Liebe. (Fundstück)

= Der Mensch ist ein Teil des Ganzen, das wir Universum nennen, ein in Raum und Zeit begrenzter Teil. Er erfährt sich selbst, seine Gedanken und Gefühle als getrennt von allem anderen – eine Art optische Täuschung des Bewusstseins. Diese Täuschung ist wie ein Gefängnis für uns, das uns auf unsere eigenen Vorteile und auf die Zuneigung zu wenigen uns Nahestehender beschränkt. Unser Ziel muss es sein, uns aus diesem Gefängnis zu befreien, indem wir den Horizont unseres Mitgefühls erweitern – bis er alle lebenden Wesen und die gesamte Natur in all ihrer Schönhei umfasst. (Albert Einstein)

= Wer seine Meinung nie zurückzieht, liebt sich selbst mehr als die Wahrheit. (Joseph Joubert)

= Die Bergpredigt verstehen kann nur ein Mensch, der den Mut hat, sich selbst radikal in Frage zu stellen – sich selbst, nicht die anderen, nicht nur dies und das an sich selbst. (Karl Rahner)

= Eine Religion, die den Menschen finster macht, ist falsch; denn er muss Gott mit frohem Herzen und nicht aus Zwang dienen. (Kant)

= Liebe mich, wenn ich es am wenigsten verdiene, weil ich es dann am meisten brauche. (Fundstück)

= So lasst uns mit denen, die verständigungsbereit sind, überlegen, ob es überhaupt möglich ist, jeder Art von Gewalttätigkeit in uns ganz und gar ein Ende zu bereiten und dennoch in dieser monströs-brutalen Welt weiter zu leben. Ich halte es für möglich.

Ich möchte vollkommen in Frieden leben. Das bedeutet nicht, dass ich sterben möchte; ich möchte auf dieser prachtvollen Erde, die so weit, so reich, so schön ist, leben.

Ich möchte auf die Bäume, Blumen, Flüsse, Wiesen, Frauen, Knaben und Mädchen schauen und zugleich in völligem Frieden mit mir selbst und der Welt leben. (Jiddu Krishnamurti)

 

Buddhismus: Gut gegen Corona-Stress !!

Nach innerem Frieden zu suchen gehört zu den ältesten Bestrebungen der Menschheit. Das Auf-der-Suche-Sein nach Gelassenheit und Unabhängigkeit hat die überragenden Denker der gesamten Menschheitsgeschichte beschäftigt. Derart real und vordringlich stand offenbar den frühen Denkern ihr Bedürfnis nach innerem Frieden vor Augen, dass sich in den Gesellschaften des Altertums Lehren über geistige Freiheit und entsprechende Techniken zugleich mit den materiell nutzbaren Technologien entwickelt haben.

Das „Wenzi“, ein uraltes chinesisches Buch, beschreibt den Ursprung und die Entwicklung der komplizierter werdenden menschlichen Psyche in verschiedenen Abstufungen. Zunächst „war es noch nicht zum Verlust der reinen Einfachheit gekommen; daher waren alle Wesen sehr entspannt.“ Als die Gesellschaft aus diesem ursprünglichen Zustand herausfiel, „gab es das Erwachen eines von Absichten geleiteten Bestrebens. Die Menschen befanden sich auf der Schwelle zwischen dem Verlust ihres unschuldigen Geistes und einem bewussten Verständnis des Universums.“ Schließlich „hatten sich alle Menschen aufgerichtet, und denkend hielten sie der Belastung durch visuelle und akustische Sinneseindrücke stand. Die Menschen entwickelten sich dahingehend, dass sie an den Dingen Geschmack fanden und ihr Begehren auf diese richteten, und ihr Erkenntnisvermögen wurde von Äußerlichkeiten in die Irre geführt. Die Ursprünglichkeit des Lebens war nicht länger eine reale Gegebenheit.“

Eine sehr populäre Sammlung von Äußerungen über den Weg zum inneren Frieden heißt „Dhammapada“ („Der Wahrheitspfad“ oder „Darlegungen der Grundwahrheit“). Diese Äußerungen sind den Lehrreden des Gautama Buddha entnommen, der etwa 500 Jahre vor Christus lebte. Von Gautama heißt es, er habe vollkommene Geistesruhe erreicht; er soll 49 Jahre darauf verwandt haben, von Ort zu Ort zu wandern, um anderen zu vermitteln, wie sie ebenfalls zu Gelassenheit und Unabhängigkeit gelangen können.

Zitate aus Dhammapada:

  • Die Unvereinbarkeit autoritären Gehabes mit authentischem Buddhismus wird klar ersichtlich. Die Idee, Buddhismus sei autoritär (die sogar von manchen seiner Anhänger, insbesondere im Westen, vertreten wird), beruht auf falschen Vorstellungen von Buddhismus.
  • Steh auf, und sei für dich selbst verantwortlich. Gib acht auf deinen Geist und übernimm selbst die Verantwortung für dich. Sei deiner selbst gewahr und erkenne dich selbst. Falls du nicht über dich Bescheid weißt, kannst du auch sonst nichts wissen. Zunächst sollte man Redlichkeit zur eigenen Lebensgrundlage machen; danach kann man anderen Anleitung geben. Wer Redlichkeit dazu nutzt, von ihm begangenes Unheil wettzumachen, erhellt die Welt wie der unverhüllte Mond.
  • Nie im Leben verlöschen Hassgefühle dadurch, daß man Hass empfindet; vielmehr tun sie das dadurch, daß man keinen Hass empfindet; das ist eine unabänderliche Wahrheit.
  • Wir selbst sind derjenige, der Übles tut, durch uns selbst erfahren wir Leid. Wir selbst sind derjenige, der Übel nicht begeht, durch uns selbst werden wir geläutert.
  • Ein Mensch, der wenig gelernt hat, altert wie ein Ochse; seine Leibesfülle nimmt zu, seine Einsicht dagegen nicht.

Der Buddha ist seinem Selbstverständnis nach kein Gott, auch kein Gottmensch nach Art des Christentums und auch kein von irgendwoher „Erleuchteter“ – sondern ein „Erwachter“: ein Mensch, dem nach langen Wegen und Irrwegen die Selbsterlösung geglückt, nicht eine Fremderlösung zuteil geworden ist. Seine Lehre enthüllt den Leidenscharakter allen Lebens: Leben als Leiden soll überwunden werden.

 

Kurz und interessant

= BASF – einer der weltweit größten Chemiekonzerne – will klimaneutral werden und seine Produktion u.a. mit eigenen Windparks elektrifizieren.

= „Bei den Grünen, denen ich emotional nahestehe, fehlt es an einer politökonomischen Analyse, weil die meisten aus unserer „Klasse“ stammen, Armut und Lebenskampf nicht kennen und diesen Problemen gegenüber allenfalls Mitleid, aber keine Lösungen anzubieten haben.“ (Leserbrief Dr. Ernst Girth FAZ)

= Im Durchschnitt verfügen die Deutschen über 28 bezahlte Urlaubstage sowie über 11 bezahlte Feiertage.

= Die Ertragssteuerbelastung für Kapitalgesellschaften beträgt in Deutschland 31,3 Prozent – In Japan 29,7 % – In Frankreich 27,0 % – In USA 25,9 % – In der Schweiz 21,1 % – In Ungarn 9,0 %.

= Der Geschäftsklimaindex (Ifo-Index) des Münchner Ifo-Instituts kletterte im März 2021 auf 96,6 – das ist der höchste Wert seit Juni 2019.

= Bei der evangelischen Kirche gibt es keine innerkirchliche Jurisdiktion, die Missbrauchsfälle zu bearbeiten und entscheiden hätte. Wenn solche Fälle eintreten, muss der Staatsanwalt eingeschaltet werden.

= Versuchskaninchen: Die DDR testete Doping-Mittel an Hobbysportlern.

= Die Singammer: Die Weibchen bevorzugen die variantenreichen Sänger, und man hatte das bisher mit allen möglichen Eigenschaften wie guten Genen, reichem Revier und Intelligenz in Verbindung gebracht. Das war alles falsch. Ein guter Sänger ist einfach nur ein guter Sänger und weder intelligenter als andere noch konstant ein guter Sänger. Wer in einem Jahr super singt, kann im anderen schlecht singen und wird dann auch nur im guten Jahr von den Weibchen gewählt.

= „Es gibt keine Befreiung der Menschheit ohne die soziale Unabhängigkeit und Gleichstellung der Geschlechter.“ August Bebel in „Die Frau und der Sozialismus“ im Jahr 1879 !!!

= In den USA leben mehr als 18 Millionen Amerikaner mit asiatischen Wurzeln.

= Die Top Ten der Erfinder (Patentanmeldungen beim Europäischen Patentamt 2020): Samsung (Südkorea) 3276 – Huawei (China) 3113 – LG (Südkorea) 2909 – Qualcomm (USA) 1711 – Ericsson (Schweden) 1634 – Siemens (Deutschland) 1625 – Bosch (Deutschland) 1597 – Sony (Japan) 1477 – Philips (Niederlande) 1419 – BASF (Deutschland) 1305.

= J e d e r Porsche-Mitarbeiter erhält für das Jahr 2020 eine Prämie von 7850 Euro, weil trotz Corona mehr Umsatz und Gewinn erwirtschaftet wurden.

= Womit will man den Bürger schrecken, wenn dieser abendlich in Blut und Sperma watet?

= Die miserable Akustik ist ein Dauerärgernis bei deutschen Fernsehfilmen.

= Coole Reaktion: Die AfD-Fraktionschefin Katrin Ebner-Steiner schreibt an Alexander Schraml (Geschäftsführer der Ochsenfurter Main-Klinik): „Ich habe erfahren, dass ein großer oder nicht unerheblicher Teil der Covid-Patienten einen Migrationshintergrund hat. Können Sie mir daher bitte mitteilen, wie viele sogenannte Corona-Patienten bei Ihnen stationär behandelt werden? Und wie viele Corona-Patienten tatsächlich einen Migrationshintergrund haben?“

Schramls Antwort: „Ich habe erfahren, dass ein großer oder nicht unerheblicher Teil Ihrer Fraktion an einer moralischen und intellektuellen Dysfunktion leidet. Können Sie mir bitte mitteilen, wie viele AfD-Abgeordnete dies betrifft und wie viele davon zusätzlich einen politisch zweifelhaften Hintergrund haben?“

 

Leben ohne Fußball ? Möglich. Aber sinnlos !!

Ohne Fußball könnten wir diese Corona-Krise nicht überstehen ! Sollen wir uns etwa den ganzen primitiven Müll im Fernsehen anschauen? Jeden Tag dutzende Kriegsfilme und Thriller aus den USA? Oder diese Klugscheißer-Corona-Experten anhören? Der Fußball hält Millionen Menschen davon ab, über den Sinn des Lebens nachzudenken oder sich ein Motorrad zu kaufen oder Grundsatzdiskussionen mit ihren Ehepartnern anzuzetteln.

Allen dämlichen Untergangs-Szenarien von sogenannten Journalisten zum Trotz gibt es auch ohne Zuschauer tolle, spannende und aufregende Spiele!

Danke Fußball !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Fußball ist sozial ! Ex-Profi Maik Franz (Rauhbein Iron Maik) ist Initiator eines Hilfsprojekts, von dem die Jugendstiftung „Die Arche“ profitieren wird. Mit der Unterstützung von prominenten Kollegen (Sami Allagui, Daniel Caligiuri, Gonzalo Castro, Lars Stindl u.a.) organisieren sie ein Online-Turnier mit Stars wie Erling Haaland und Marco Reus, versteigern Trikots mit Autogrammen und wollen die Einnahmen für bedürftige Jungen und Mädchen spenden. Das Geld geht auch an die bundesweit tätige „Arche“, die sich um Kinder kümmert, deren Familien „in schwierigen finanziellen Verhältnissen“ leben (Untersuchungen zufolge sind in Deutschland 4,4 Millionen Kinder davon betroffen)

 

„Die Emanzipation Europas“

Unter dieser Schlagzeile schreibt der Autor Stefan Baron im Handelsblatt einen Artikel, den man gelesen haben muss und der auch in den Schulen besprochen werden sollte:

Der „alte Kontinent“ sollte sich von Amerika lösen und eine kluge Fernostpolitik nach dem Vorbild von Willy Brandts Ostpolitik betreiben.

Amerikas und Europas Interessen sind nicht mehr dieselben. Anders als für die USA stellt China für unseren Kontinent weniger eine Bedrohung als eine Chance dar. Eine Bedrohung resultiert für Europa dagegen aus der Weigerung Washingtons, seine globale Hegemoniestellung aufzugeben, und dem Versuch, Pekings weiteren Aufsteig zu konterkarieren. Eine strategische Kooperation mit China etwa bei der Initiative „Neue Seidenstraße“ böte Europa und speziell Deutschland beträchtliche Wachstumschancen. Zugleich könte die Zusammenarbeit das Problem der Massenemigration aus Asien und Afrika, die Europa zu destabilisieren droht, erheblich entschärfen.

Mit einer klugen und selbstbewussten Fernostpolitik könnte Europa überdies eine führende Rolle bei der Bildung einer multipolaren Weltordnung spielen und einen neuen Kalten Krieg oder gar bewaffnete Konflikte zwischen den USA und China (plus Russland) verhindern, die uns alle ins Unglück stürzen würden.

Europa muss sich nicht für eine Seite entscheiden, wie manche Politiker meinen. Europa muss vielmehr seine eigenen Interessen verfolgen, seinen eigenen Weg gehen und sich von Amerika emanzipieren.

Wer fürchtet, ein solch dritter Weg, der sich auf die Prinzipien der friedlichen Koexistenz und des Völkerrechts stützt, werde unseren Kontinent am Ende in eine Kolonie Chinas verwandeln, verkennt nicht nur die Kultur dieses Landes und seine geopolitischen Absichten; er hat auch Europa als eigenständige Größe bereits abgeschrieben, kann sich den alten Kontinent nur noch als Wurmfortsatz Washingtons vorstellen.

Sich aus den Armen Amerikas zu lösen heißt nicht, sich in die Arme Chinas zu werfen. Dies wäre geradezu widersinnig. China teilt unsere Vorstellungen von Demokratie, Rechtsstaat und Menschenrechten nicht einmal auf dem Papier. Das wird auf absehbare Zeit auch so bleiben.

Dass eine Emanzipation und stärker eurasische Orientierung Europas nicht auf eine endgültige oder vollständige Abkehr von Amerika hinausläuft, versteht sich von selbst. Wahr ist aber auch, dass die Vereinigten Staaten die „westlichen Werte“ nicht mehr allzu glaubwürdig verkörpern.

Als Billigproduzent simpler Massenware war das sozialistische China dem Westen lange hochwillkommen. Als Gegner oder Feind wird China erst wahrgenommen, seit es sich zu einem ernsthaften Wettbewerber aufgeschwungen hat. Aber nicht nur aus diesen Gründen ist die Verteufelung Chinas vor allem durch die USA so unglaubwürdig.

In den USA sind Demokratie, Rechtsstaat und Schutz der Menschenrechte selbst längst nicht mehr das, was sie einmal gewesen sein mögen. Das „Land der Freien“ ist zu einer Plutokratie verkommen, sogar der friedliche Machtwechsel durch Wahlen scheint im „Musterland der Demokratie“ nicht mehr selbstverständlich.

Die Welt ist an einem historischen Wendepunkt. In diesem Jahrzehnt wird sich entscheiden, wie das gesamte 21. Jahrhundert verläuft. Viel hängt davon ab, welchen Weg Europa einschlägt. Nur wenn es den Mut aufbringt, sich von Amerika zu emanzipieren, es die Fahne der „westlichen Werte“ hochhält, echte strategische Autonomie erlangt sowie Washington und Peking auf Augenhöhe gegenübertritt, darf die Welt eine gute Zukunft erwarten.

Stefan Baron ist Mitverfasser des preisgekrönten Bestsellers „Die Chinesen – Psychogramm einer Weltmacht“. In diesen Tagen erscheint sein neues Buch „Ami go home! Eine Neuvermessung der Welt“.

 

G e d i c h t e

= Bertolt Brecht: Die Liebenden

Sieh jene Kraniche in großem Bogen! Die Wolken, die ihnen beigegeben zogen mit ihnen schon, als sie entflogen aus einem Leben in ein anderes Leben.

In gleicher Höhe und mit gleicher Eile scheinen sie alle beide nur daneben.

Daß so der Kranich mit der Wolke teile den schönen Himmel, den sie kurz befliegen – daß also keines länger hier verweile und keines andres sehe als das Wiegen des andern in dem Wind, den beide spüren, die jetzt im Fluge beieinander liegen.

So mag der Wind sie in das Nichts entführen.

Wenn sie nur nicht vergehen und sich bleiben – solange kann sie beide nichts berühren – solange kann man sie von jedem Ort vertreiben wo Regen drohen oder Schüsse schallen.

So unter Sonn und Monds wenig verchiedenen Scheiben fliegen sie hin, einander ganz verfallen.

Wohin, ihr? – Nirgendhin. – Von wem davon? – Von allen.

Ihr fragt, wie lange sind sie schon beisammen? Seit kurzem. – Und wann werden sie sich trennen? – Bald.

So scheint die Liebe Liebenden ein Halt.

Erich Fried: Die Abnehmer

Einer nahm uns das Denken ab. Es genügt seine Schriften zu lesen und manchmal dabei zu nicken.

Einer nimmt uns das Fühlen ab. Seine Gedichte erhalten Preise und werden häufig zitiert.

Einer nimmt uns die großen Entscheidungen ab über Krieg und Frieden. Wir wählen ihn immer wieder.

Wir müssen nur auf zehn bis zwölf Namen schwören. Das ganze Leben nehmen sie uns dann ab.

Erich Fried: Die Unwissenden

Es heißt die von nichts gewusst hatten waren naiv.

Im Gegenteil: Es war damals sehr praktisch von nichts zu wissen.

Und später dann war es weise von gar nichts gewusst zu haben.

Nur Dummköpfe oder Narren versuchen alles zu wissen.

Und die Suche nach Wissen brachte viele von ihnen ums Leben.

Drum fehlen uns jetzt diese Dummköpfe und diese Narren so bitter.

Erich Fried: Schutthaufen

Der Dichter Ossip Mandelstam wurde zuletzt gesehen in einem Durchgangslager für die Gefangenen bei Wladiwostok im Dezember Achtunddreißig wie er nach Resten von Essbarem suchte in einem Abfallhaufen. Er starb noch vor Jahresende.

Seine Mörder sprachen zu jener Zeit nicht ungern vom „Schutthaufen der Geschichte auf den der Feind geworfen wird.“

So also sah der Feind aus: der todkranke Dichter und so sah der Schutthaufen aus (wie schon Lenin gesagt hat: „Die Wahrheit ist konkret“) Wenn die Menschheit Glück hat werden die Archäologen des Schutthaufens der Geschichte noch etwas vom Heimweh nach Weltkultur ausgraben. Wenn die Menschheit Glück hat werden die Archäologen auf dem Schutthaufen der Geschichte Menschen sein.

Mascha Kaléko: Sonett in Dur

Ich frage mich in meinen stillen Stunden, was war das Leben, Liebster, eh du kamst und mir den Schatten von der Seele nahmst. Was suchte ich, bevor ich dich gefunden?

Wie war mein Gestern, such ich zu ergründen, und sieh, ich weiß es nur noch ungefähr. So ganz umbrandet mich das Jetzt, dies Meer, in das die besten meiner Träume münden.

Vergaß ich doch, wie süß die Vögel sangen, noch eh du warst, der Jahre buntes Kleid. Mir blieb nur dies von Zeiten, die vergangen: Die weißen Winter und die Einsamkeit.

Sie warten meiner, läßt du mich allein. Und niemals wird es wieder Frühling sein.

 
 

Primitiver Bericht der ARD-Tagesthemen zum Corona-Gipfel mit der Handschrift von Querdenkern und AfD

Mit beispielloser Dummheit und Arroganz wurde in dieser Sendung alles niedergeknüppelt, was die Politiker beschlossen hatten. Der Clou war, dass der Bericht auch noch mit dramatisierender Musik hinterlegt wurde, um noch mehr Wirkung zu erzielen – wie in einer Waschmittelwerbung.

Es geht nicht darum, dass die Politiker keine Fehler machen. Bei fast allen Corona-Entscheidungen gehen die Meinungen auseinander – auch bei Wissenschaftlern und anderen Experten. Die Privatwirtschaft (Cafes, Restaurants, Einzelhandel etc.) will überleben und hat völlig andere Interessen als die Gesundheitsbehörden; selbst unter Virologen und anderen Wissenschaftlern bestehen völlig unterschiedliche Auffassungen.

Die oberste Priorität hat der gesundheitliche Schutz der Bevölkerung! Darf man daran erinnern, dass schon über 75.000 Menschen in unserem Land wegen Corona gestorben sind !! Fünfundsiebzigtausend !! Und dass noch jeden Tag hunderte Menschen sterben !!

Die zweite Priorität hat der Erhalt unserer Arbeitsplätze! Wenn wir es mit dem jetzigen Lock-Down nicht schaffen, die Ansteckungsraten zu senken und gleichzeitig die Impfungen in die Höhe zu treiben – dann steht uns eine noch viel schlimmere Wirtschaftskrise bevor – mit Millionen zusätzlichen Arbeitslosen und der Gefahr, dass unser Land implodiert und den Rattenfängern in die Hände fällt.

Da kein Politiker und kein Wissenschaftler (und schon gar kein ARD-Reporter) wissen kann, wie genau und wie streng die Corona-Maßnahmen ausfallen müssen – deshalb gibt es nur eine Lösung:

Die Corona-Einschränkungen müssen j e t z t so d r a s t i s c h wie möglich sein. Nur dann haben wir ein Chance !!

 

Experten und Medien haben aus der Finanzkrise 2009 nichts gelernt !!!

Damals haben diese Herrschaften Lügen und falsche Prognosen und fehlgeleitete Analysen geliefert. Vor allem wurde eine Hyperinflation und eine rasante Geldentwertung und das Ende des Euro angekündigt, weil die Bundesregierung und die EZB durch den Aufkauf von Staatsanleihen und die Gründung des Krisenfonds ESM und den Druck auf hoch verschuldete Euro-Länder die Zinsen extrem niedrig gehalten haben. Die Unternehmen konnten umschulden und investieren und ihre Geschäfte forcieren und Gewinne machen und damit höhere Steuern zahlen und der Staat konnte sein Defizit in wenigen Jahren wieder auf die vereinbarte 60-Prozent-Grenze senken.

Und in dieser Zeit bis zur Corona-Krise blieb die Inflationsrate u n t e r der Zielmarke von zwei Prozent.

Und so ganz nebenbei hat der deutsche Staat seit der Finanzkrise über

v i e r h u n d e r t M i l l i a r d e n E u r o

an Zinsen eingespart !!!

Die EZB schätzt den aktuellen Finanzbedarf der Wirtschaft hoch ein und will mit einer Steigerung der Anleihekäufe um 50 Prozent die Finanzierungsbedingungen – sprich die Zinsbelastung – sehr günstig gestalten.

Jetzt geht das ganze Theater wieder los:

  • „Die EU macht Schulden, um die Wirtschaft wieder anzukurbeln und ein Bürgerbündnis zieht dagegen vor das Verfassungsgericht.“
  • Und die Schlagzeilen in der FAZ lauten „Haltlose Schuldenpolitik“ und „Scholz denkt nicht daran, die Defizite zu begrenzen – als wenn er so den Wahlsieg kaufen könnte.“ und „240 Milliarden Schulden allein 2021. Fianzminister Scholz weitet die Nettokreditaufnahme zunächst kräftig aus. Danach soll alles besser werden.“
  • „Die Inflation frisst die Ersparnisse der Bürger.“

Der Bundesfinanzminister und die Unternehmerschaft und sogar die Gewerkschaften kennen das kleine Einmaleins der Wirtschaft: Wenn es schlecht läuft, dann musst du investieren, damit es wieder besser läuft. Und wenn du für Investitionen kein Geld hast, dann musst du dir dieses Geld leihen und der EZB die Füsse küssen, dass sie diese niedrigen Zinsen ermöglicht. Und wenn es wieder gut läuft, dann musst du brav deine Steuern zahlen und deine Schulden wieder sukzessive abbauen.

Und genau so ist es mit dem Staat!! Die Bundesregierung und der Finanzminister und der Wirtschaftsminister haben das nach 2009 wunderbar hinbekommen und sie werden das auch diesmal schaffen!

P.S.: Die Verschuldung der USA ist viel höher als die der EU und dennoch kauft die US-Notenbank (Fed) weitere Anleihen im Wert von 120 Milliarden Dollar monatlich auf.

 

Nur ein Vogelschiss

= „Im Hof an der Wand von Block 11 stand ein kleines Mädchen. Sie hatte ein bordeauxrotes Kleidchen an und hatte kleine Zöpfe. Die Hände hielt sie diszipliniert an der Seite wie ein Soldat. Ich erinnere mich, dass sie einmal an sich herunterschaute, sich schnell bückte und mit dem Ärmel die Schuhe putzte. Dann stand sie wieder still da. Später sah ich Boger aus dem Block in den Hof gehen. Er nahm das Kind an der Hand. Dieses ging brav mit. Er stellte es mit dem Gesicht gegen die Schwarze Wand. Das Kind schaute sich nicht einmal um. Boger nahm sein Gewehr von der Schulter und erschoss das Mädchen. Dann ist er wieder in Block 11 zurückgegangen.“ (Josef Farber – Häftlingspfleger im Stammlager Auschwitz)

= „Als Stark mit Engelschall vom Block 11 zurückkam, haben sie mit den Häftlingen der SK Sport gemacht. Sie befahlen ihnen, ins Wasser zu springen und wieder herauszukommen. Unter den Juden befand sich einer, Isaak mit Namen, der sehr stark war. Ihm wurde befohlen, die anderen Häftlinge zu ertränken. Isaak wurde wahnsinnig und fing zu schreien an. Daraufhin hat Stark Isaak erschossen.“ (Jozef Kral – Obercapo Neubau – Auschwitz)

= Für die Deportation mussten die Juden selbst zahlen: Vier Pfennig pro Kilometer und Person.

 

Herr Richter darf im Handelsblatt eine ganze Seite auf BILD-Zeitungs-Niveau mit seiner destruktiven und einfältigen Merkel-Schelte füllen. Richter schreibt:

  • Auch Merkels Leistung in Umweltfragen fällt enttäuschend aus. Das gilt nicht nur ob ihrer früheren Tätigkeit als Bundesumweltministerin.
  • Auch die immer wieder zu hörende Behauptung, Merkel sei eine brillante Krisenmanagerin und habe sich vor allem in der Europapolitik große Verdienste erworben, läuft bei genauer Betrachtung ins Leere.
  • Merkels Agieren in Brüssel als Patin der deutschen Autoindustrie erleichterte den Dieselbetrug zumindest mittelbar.
  • Was erklärt die schwache Reformbilanz der Ära Merkel? Zum einen sind da ihre große Zögerlichkeit und Schwäche bei der Durchsetzung von Reformen. Wann immer es galt, politisch umstrittene Strukturreformen durchzusetzen, verließ Merkel der Mut.
  • Keine Frage: Natürlich handelt es sich hier – unter Führung Angela Merkels – auch um ein kollektives Versagen.
  • Der deutsche Handelsüberschuss war – trotz aller parteipolitischen Mythologisierung – nicht das Resultat einer gelungenen Wirtschaftspolitik.
  • All diese wirtschaftspolitischen Fehlkalkulationen, inklusive Merkels übertriebenen Andienens an die Machthaber in Peking……….
  • Um es auf den Punkt zu bringen: Angela Merkel war bestenfalls eine Verwalterin und trotz aller Dringlichkeit keine Reformerin. Sie war schlecht für die Sicherung einer wirtschaftlich erfolgreichen Zukunft Deutschlands.