Zur aktuellen Lage

= Bei den Klimaaktivisten der Süddeutschen Zeitung ist der Wunsch Vater des Gedankens. In einem großen sogenannten Essay heißt es: „Die Corona-Krise zeigt, warum es in dieser Auto-Nation so schwierig ist, über das Auto hinauszudenken.“ Und jetzt kommt das Wunschdenken: „Abkehr vom Autofetisch – die globale Nachfrage nach PKW ist zunehmend gesättigt.“ Diese Essayisten bei der S.Z. ignorieren völlig schmerzfrei die Realität. Vor etwa fünf Jahren wurde in der S.Z. die Falschbehauptung aufgestellt, dass größere PKWs nicht mehr gekauft würden. Danach trat genau das Gegenteil ein; vor allem in Asien waren Porsche, BMW und Daimler die Renner und dann kam die große SUV-Welle.

Nach der Corona-Epidemie wird sich das wiederholen.

= Es ist für den Weltfrieden und für die Sicherheit Europas extrem wichtig, dass die Nahostkrise mit dem Krieg in Syrien und der Israel-Palästina-Konflikt nicht wieder hochkochen oder gar explodieren. Lösungen kann es nur geben, wenn alle Beteiligten incl. der Türkei und der Assad-Regierung und Libanon und Israel und Palästina in Friedensverhandlungen eingebunden sind. Dabei muss Israel die Zwei-Staaten-Lösung akzeptieren und den angekündigten Landraub von palästinensischem Gebiet nicht umsetzen.

Ein Hindernis auf diesem Weg ist der wiedergewählte Premier Netanjahu, der mit dem Einverständnis von Mister Trump gar nicht daran denkt, eine friedliche langfristige Lösung zu suchen.

Netanjahu instrumentalisiert sogar den Holocaust für seine Interessen, indem er behauptet, Holocaust-Überlebende würden ihm schreiben und für ihn beten.

= Jede Krise – so auch die Corona-Pandemie – bietet große Chancen für langfristige politische Verbesserungen. Einige Vorschläge:

  • Wenn wir die Konjunktur wieder in Schwung bringen und krisenfest machen wollen, dann müssen Belastungen für die Wirtschaft ausgeschlossen werden ! Keine neuen Gesetze, die Aufwand für Unternehmen mit sich bringen ! Das gilt auch für Verwaltungsvorschriften jeder Art ! Der Bundestag muss prüfen, welche Gesetze und Vorschriften abgeschafft werden können ! Planungs- und Genehmigungsverfahren müssen beschleunigt und digitalisiert, Melde- und Aufzeichnungspflichten müssen vereinfacht oder ausgesetzt werden!
  • Der Bürokratie-Wahnsinn behindert auch den s c h n e l l e n Ausbau von Straßen, Schienen und Gebäuden und die zügige Glasfaser-Verlegung ! Auch hier ist noch dieses Jahr eine Änderung der Gesetze erforderlich!
  • Wie in Deutschland so muss auch in der EU das Planungs- und Vergaberecht rationalisiert werden !
  • Der bereits auf dem Tisch liegende Vorschlag für den steuerlichen Verlustrücktrag muss sofort umgesetzt werden!
  • Innovation und Technologie müssen vorangetrieben werden – z.B. durch Sonderabschreibungen auf betriebliche Innovationen.
  • Wann wenn nicht jetzt !?! Projekte in den Bereichen Wasserstoff, Quantencomputer, Cloud und Cybersicherheit mit Augenmaß und Kompetenz prüfen und dann mit finanziellen Mitteln ausstatten! Generell muss es mehr Anreize für Unternehmen geben, in Forschung und Entwicklung zu investieren.
  • Der Außenhandel ist nicht nur für Deutschland, sondern für ganz Europa existenziell wichtig. Die Konkurrenz in China und in Asien schläft nicht. Europa muss eine durchdachte Asien- und Afrika-Strategie entwickeln und schnell umsetzen!
  • Die Digitalisierung aller Verwaltungsebenen – von der Gemeinde bis zum Bund – muss energisch vorangetrieben werden! Das entlastet die Bürger und die Unternehmen !

Für uns Deutsche ist das Ringen um Europa der Kampf „um unser Schicksal“ (Angela Merkel). Europa ist quantitativ die größte Wirtschaftsmacht der Welt. Wir werden den Brexit verkraften, wir werden den „sacro egoismo“ in Italien überwinden und die Flüchtlingskrise gemeinsam lösen ! Nur mit einem klaren europäischen Kurs werden die Nationalisten besiegt, so wie es Präsident Macron in Frankreich bewiesen hat. Macron verkündet das Projekt eines weltpolitisch „souveränen Europas“, das sich zum globalen Kraftzentrum entwickelt; er verlangt, diplomatische, militärische und ökonomische Machtinstrumente zu schmieden; Europa muss stark genug werden, „um entscheiden zu können, und nicht erdulden zu müssen.“

= So läuft das mit der Klima-Propaganda in Deutschland:

  • Zunächst äußert sich der Deutsche Wetterdienst (DWD) in einer Pressemitteilung, dass es sehr unpraktisch wäre, wenn es erneut einen trockenen Sommer gäbe, auch weil schon der letzte Sommer zu trocken war. Für die Presseagentur des DWD war das aber zu brav; also dichtete man die Sache um: „Deutschland droht weiterer Dürresommer.“
  • Sofort raste die Medienkarawane los und propagierte ein Weltuntergangsszenario. Die „Bild“ kam mit der Lüge, dass die Meteorologen „sicher seien“, dass ein neuer Sahara-Sommer mit Mega-Dürre bevorsteht. Viele Qualitäts-Medien berichteten ähnlich wie „Bild“

= Die WELT auf unterstem Wutbürger-Niveau ! Ein gewisser Sascha Lehnartz schreibt: „Angela Merkel präsentierte am Montag erstmals in ihrer 150-jährigen Amtszeit eine europäische Vision. Zugleich räumte sie dabei sämtliche finanzpolitischen Überzeugungen ab, die in Deutschland seit 1929 hochgehalten werden. Gemeinsam mit Emmanuel Macron stellt sie einen Corona-Wiederaufbauplan vor, für den locker 500 Millionen Euro europäische Rudelschulden aufgenommen werden. In Bari, Cádiz, Colmar und Thessaloniki werden demnächst Merkel-Statuen errichtet.“

Mal abgesehen davon, dass dieser Sascha Millionen und Milliarden nicht unterscheiden kann: Primitiv geht immer !

 

Kehrt der Kalte Krieg zurück? Kann daraus ein „Heißer Krieg“ mit Atomwaffen entstehen?

Vor über 40 Jahren – mitten im Kalten Krieg – haben Millionen Europäer über den Bau von Atomschutzbunkern nachgedacht, weil ein Krieg zwischen der Sowjetunion und den USA immer wahrscheinlicher wurde und weil dieser Krieg mit Atomwaffen große Teile Europas vernichtet hätte. (Einige tausend private Atomschutzbunker wurden gebaut).

Ein Abkommen über atomare Mittelstreckenraketen (INF) hat die Situation beruhigt und der Kalte Krieg war spätestens 1989 mit der Beerdigung der Sowjetunion zu Ende.

Im Jahr 1992 wurde das sogenannte „Open-Skies-Abkommen“ geschlossen, das 2002 in Kraft trat und das den Staaten der Nato und des früheren Warschauer Pakts erlaubt, über den Territorien der anderen Seite Aufklärungsflüge zu realisieren. Dieser Open-Skies-Vertrag ist ein wichtiger Teil der gegenwärtigen Weltordnung.

Trotz einiger Provokationen von beiden Seiten haben wir in Europa 30 friedliche Jahre hinter uns.

Jetzt hat die Regierung Trump den Austritt der USA aus dem Open-Skies-Abkommen angekündigt. Der aggressive Isolationismus und der ökonomische Nationalismus der Trump-Regierung bringt den Weltfrieden in Gefahr. Die America-first-Politik und die Verabschiedung aus zahlreichen internationalen Abkommen (Beispiele Weltgesundheitsorganisation und Iran) zeigen glasklar: Internationale Verträge und Verpflichtungen machen nur dann Sinn, wenn sie Washington nützen ! Und weil Mister Trump als abgebrühter Kaufmann weiß, daß mit China ein Konkurrent heranwächst, der die USA eines Tages wirtschaftlich und technologisch überholen könnte, setzt er alles daran, diesem Konkurrenten zu schaden, ihn zu diffamieren und zu bedrohen und zu provozieren, wie z.B. mit der soeben angekündigten Lieferung von Waffen an Taiwan oder den von den USA beeinflussten Demonstrationen in Hongkong.

Die Chinesen sind keine Gandhi-Jünger. Und die Russen auch nicht. Deshalb muss die militärisch und politisch starke EU mit Kanada und Australien und anderen Ländern und mit der UNO alles daran setzen, Atomwaffensperrverträge, Nichtangriffspakte und andere wirksame, dem Weltfrieden dienende Vereinbarungen (wie Internationale Freihandelsabkommen) zu realisieren. Auch wenn es z.Zt. unrealistisch ist: Das große Ziel muss die weltweite Abschaffung aller Atomwaffen sein !

Ich muss nochmal auf den mit Milliarden Dollar befeuerten Propagandakrieg der USA zurückkommen; man kann das am Beispiel der von Amerikanern übernommenen WELT-Gruppe wiedergeben.

Nachdem der Springer-Konzern jahrzehntelang die Sowjetunion und dann Russland verbal bekämpft hat, ist jetzt der USA-Konkurrent China an der Reihe. Mit ganzseitigen Artikeln und aberwitzigen Behauptungen und Verdrehungen wird geballert:

  • Ganzseitiger Artikel mit der Riesenschlagzeile: „Peking drückt der Welt seine Standards auf. Die kommunistische Partei Chinas nutzt die internationale Normung, um die High-Tech-Branche nach ihren Wünschen zu formen. Zulasten des Westens.“ Ich habe selten so gelacht. Schon mal was von Alphabet, Facebook, Apple, Amazon, Cisco, Microsoft, Intel usw. usw. gehört ? Schon mal überlegt, wieviele Milliarden Dollar die Geheimdienste der USA zur Verfügung haben und damit a l l e Länder und großen Unternehmen der Welt ausspionieren ?
  • Noch eine absurde Schlagzeile der WELT: „Anstößige Kooperation. In der Zusammenarbeit mit China hat die Freie Universität Berlin einen problematischen Kurs eingeschlagen. Sie dient sich an, obwohl sie weiß, wie wenig Peking von der Freiheit der Wissenschaft hält.“ Verdammt noch mal ! Wir müssen uns mit allen Ländern und Universitäten und Unternehmen und Wissenschaftlern austauschen, uns gegenseitig befruchten und natürlich sicherstellen, dass wir nicht benutzt oder ausspioniert werden.
  • Bei dem folgenden Foto „Beschämender Kotau“ handelt es sich um einen deutschen Unternehmer; der Text in der WELT dazu: „Einerseits führen sie soziale Standards ein, andererseits zeigen sie sich sehr unterwürfig gegenüber Peking. Das zwiespältige Verhalten deutscher Firmen in China irritiert viele.“ Das ist wirklich der Gipfel der Verlogenheit !! Deutsche Unternehmen haben sich in China niedergelassen, um gute Geschäfte zu machen. Und das funktioniert gut. Auch unsere Exporte nach China sind lebenswichtig. Der asiatische Markt umfasst über vier Milliarden Menschen, die an deutschen Autos und Maschinen interessiert sind.

Der deutsche Unternehmer-Verband hat vor ein paar Tagen die Bundesregierung auf die enorme Bedeutung des chinesischen Marktes hingewiesen und verlangt, eventuelle von den USA eingeleitete Sanktionen gegen China strikt zurückzuweisen !

Es wird Zeit, dass die Europäer sich gegen Bevormundung, Erpressung, Nötigung und andere inakzeptable Maßnahmen aus den USA zur Wehr setzen. Und es wird Zeit, dass die Europäer die Nato verlassen und einen eigenen Militär-Verbund gründen, der ausschließlich dem Weltfrieden und unserer eigenen Verteidigung dient.

Zum Schluss eine nicht ganz unwichtige Info: Der Militäretat der USA betrug ohne den Etat der Geheimdienste im letzten Jahr 732 Milliarden Dollar. Der Etat von China, Indien, Russland, Saudi-Arabien, Frankreich, Deutschland, England, Japan, Südkorea und Brasilien betrug z u s a m m e n 726 Milliarden Dollar. Noch Fragen ?

 
 

Auf Ihre Gesundheit !

= Norwegische Wissenschaftler haben zwei Jahrzehnte lang Daten von Frauen und Männern erfasst und festgestellt, dass Frauen, die häufig mit chemischen Reinigungsmitteln putzten, spätestens nach 20 Jahren unter Asthma und Atemwegsproblemen litten. Die schädliche Auswirkung dieser Putzmittel könne man mit dem Rauchen von täglich 20 Zigaretten vergleichen. Es gibt eine große Auswahl an ökologischen Reinigungsmitteln, die komplett auf chemische Zusätze verzichten und z.B. auf natürliche Wirkstoffe wie Essig oder Zitrone setzen.

= Inzwischen sind sich alle Wissenschaftler einig, dass sogenannte Industriefette, die in Frittenbuden und vielen Restaurants und Fertigspeisen verwendet werden, p u r e s Gift für Ihren Körper sind ! Gute Fette wie Olivenöl, Weizenkeimöl, Leinöl, Walnussöl sollten nicht erhitzt in kleinen Mengen am Schluss der Zubereitung hinzugefügt werden.

= Wenn Sie im Supermarkt einkaufen, greifen Sie im Regal immer nach hinten !! Dort steht die frischere Ware mit dem längeren Haltbarkeitsdatum !

= Kein Sport – S t r e s s !! Langsam beginnen und dann etwas steigern und dann wieder langsamer usw. Wenn Sie regelmäßig Sport treiben steigt die Schmerzgrenze. Der Körper hat über 800 Muskeln: Also auch mit Dehnen und Strecken Beine, Bauch, Rücken, Hals, Arme, Kopf etc. belasten; für wenig Geld gibt es gute Übungsanleitungen. Ruhig und gleichmäßig atmen. Keine Pressatmung !

= Glutamat steckt z.B. in Geschmacksverstärkern und wird in vielerlei Hinsicht negativ beurteilt. Bei dieser Gelegenheit: Millionen Menschen ernähren sich inzwischen von Gerichten, die sie sich nach Hause bringen lassen oder von Fertiggerichten. In all diesen Speisen befinden sich jede Menge falsche Fette, ungesunde Geschmacksverstärker, Zucker, Salz usw. usw. Wenn ich richtig informiert bin, dann bietet z.B. die Firma Frosta Fertiggerichte ohne schädliche Zusatzstoffe an.

= Bauchatmung ist wichtig ! An der frischen Luft mit offenem Mund ausatmen und dabei den Bauch nach innen ziehen. Und dann mit geschlossenem Mund durch die Nase tief einatmen.

= Ich nehme seit Jahren täglich Flohsamen mit Wasser (Beschreibung auf der Dose). Das fördert auf risikolose Weise die Verdauung.

= Keine vorgeschnittenen Blattsalate kaufen !

= Tiefgefrorenes Gemüse wird sofort nach der Ernte gereinigt und eingefroren und ist damit frischer als das Gemüse aus der Theke. Das gilt auch für Fleisch ! In der Tiefkühltruhe aufbewahren und nach dem Auftauen sofort verarbeiten und verzehren. Nicht nochmal einfrieren !!

 

Notizen zu „America first“

= Die Vertretung der deutschen Unternehmen in Osteuropa (Osteuropaverein) hat die Sanktionspolitik der USA scharf kritisiert: „Die angekündigte Anwendung von amerikanischem Sanktionsrecht auf europäische Unternehmen widerspricht den Regeln der Welthandelsorganisation und des Völkerrechts. Es kann nicht sein, dass von Abgeordneten in Washington darüber entschieden wird, welche Geschäftspartner deutsche Unternehmen haben dürfen und welche nicht.“

= Ulrich Wippermann war im Vorstand der Deutschen Forfait AG zuständig für die Export- und Zahlungsabwicklung großer deutscher und europäischer Unternehmen wie z.B. Siemens oder Sanofi. Eines Tages kam er auf die sogenannte „Blacklist“ der Amerikaner; dagegen legte er Beschwerde beim amerikanischen Finanzministium ein. Wippermann bat darum, von der „Blacklist“ herunterzukommen. Die vierseitige Antwort der Abteilung „Global Trading“ des US-Finanzministriums offenbart deren brutale und jedes Recht brechende Einstellung:

  • Die Amerikaner wollten wissen, was Wippermann vom 22. bis 24. Januar 2013 in Moskau gemacht habe; ob er tatsächliche oder potentielle Kunden der Deutschen Forfait getroffen habe. Er möge doch eine „ausführliche Darstellung“ (detailed narrative description) seiner Begegnungen in der russischen Hauptstadt liefern, einschließlich der Namen und Institutionen aller seiner Gesprächspartner.
  • Genau so unverfroren fragte das Ministerium nach Wippermanns Aufenthalten in Vietnam im August 2013, in London im Februar, in Dubai im April und in Teheran Anfang November desselben Jahres; und man fragte nach dem IT-System, das er einmal in Georgien verwendet habe.
  • Dann bitten die Amerikaner um Auskunft, wie Wippermann mit Geschäftsleuten, deren Namen persisch oder arabisch klingen, bekannt wurde. „Eine Weigerung, die gewünschten Informationen in allen Einzelheiten mitzuteilen, werde seine Petition, von der Terrorliste herunterzukommen, negativ beeinflussen.“ Schließlich erbitten sie noch einen Lebenslauf von Wippermann, der das kommentiert: „Da frage ich mich natürlich, welches Interesse man an einem Lebenslauf hat. Wie man das aus Stasi-Erzählungen kennt: Erst schlägt man dem Opfer in den Magen. Und dann sagt man: Wenn du mit uns zusammenarbeitest, dann können wir auch netter zu dir sein.“

Wollten die Amerikaner Wippermann mit falschen Anschuldigungen unter Druck setzen, um ihn für eine Informantentätigkeit zu gewinnen?

Geht es eigentlich um die Bekämpfung des internationalen Terrorismus oder wollen die Amerikaner ihre nationalen Handelsgesetze im Ausland durchsetzen? Findet hier ein verdeckter Wirtschaftskrieg zum Schaden von ausländischen Konkurrenten statt?

„Die Amerikaner schneiden mit, was sie kriegen können, überall und seit Jahrzehnten. Sie zapften die Leitungen von Angela Merkel, Gerhard Schröder und Helmut Kohl an. Die Amerikaner brauchen ihre Verbündeten gar nicht mehr zu fragen, was sie vorhaben; sie wissen es schon.“ (FAZ)

= Theatermacher Peter Stein: „Aber von den Amerikanern und ihrem Verständnis von Freiheit sollten wir besser aufhören, denn die USA sind ein autoritärer Staat. Das waren sie schon immer, jetzt ist es gerade besonders deutlich. Für mich gilt: Jede Art von Freiheitsbelehrung aus Amerika geht nicht mehr. Vorbei. The American dream does not exist anymore.“

= Donald Trump zu Deutschlands Gasimporten aus Russland: „Es ist furchtbar, was Deutschland macht, es ist ein furchtbarer Fehler. Deutschland zahlt Milliarden Dollar in die russischen Kassen, während die USA sich um Frieden in der Welt bemühen.“

= „Kein anderes Land hat eine so große Spionagefähigkeit wie die USA. Das Budget der NSA ist noch immer größer als alle anderen Staaten zusammen. Und die USA haben noch immer diese globalen Allianzen. Das ist einzigartig. Chinas Spionagefähigkeit hingegen basiert im Wesentlichen darauf, dass es ein Industriegigant geworden ist und dass es dieAusrüstung für die 5G-Netzwerke herstellt.“ (NZZ)

= Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat Rumänien und Litauen wegen Menschenrechtsverletzungen in geheimen CIA-Gefängnissen auf ihrem Staatsgebiet verurteilt. Die Staaten hätten von den Gefängnissen gewusst und mit dem amerikanischen Geheimdienst kooperiert. Beschwerde eingereicht hatten ein Palästinenser und ein Saudi. Sie hatten geltend gemacht, misshandelt worden zu sein. Die Richter sehen es als erwiesen an, dass in Litauen von Februar 2005 bis März 2006 ein CIA-Gefängnis existierte, in Rumänien von September 2003 bis November 2005.

In Polen soll der CIA über Jahre ein Foltergefängnis betrieben haben oder noch betreiben.

= Ein junger Jemenit wird vor vierzehn Jahren als Unschuldiger nach Guantanamo verschleppt. Er wird gefoltert, isoliert, verhungert fast. Jetzt fürchtet er sich nur noch vor der Freiheit.“ (SPIEGEL)

= Die amerikanische Regisseurin Laura Poitras beschreibt die nach nine/eleven exorbitant gestiegene Macht der Geheimdienste: „Der „deep state“, das sind die Kräfte, die der Staat nutzt, die vollkommen im Verborgenen sind und oft geheim. Dazu gehören die Geheimdienste, also CIA und NSA, sowie geheime Programme. Er wird von Leuten gelenkt, die wir nicht gewählt haben, deren Namen wir in vielen Fällen noch nicht einmal kennen, genau so wenig wie ihre Entscheidungen, die aber in der Weltpolitik immens viel Macht und Einfluss haben. Das findet also außerhalb des demokratischen Prozesses statt. Man könnte sagen, der amerikanische Präsident und der NSA-Chef haben sehr viel Macht. Den NSA-Chef wählen wir aber nicht.“

 
 

Kurz und interessant

= Riesenschlagzeile in der Tagespresse: „Wo ist eigentlich die FDP?“ – Die Antwort ist ganz einfach: „Der Lindner hat`s versaut !“

= Mexikaner arbeiten im Durchschnitt 2250 Stunden pro Jahr. Spanier, Italiener u. Griechen kommen auf über 1600 Stunden und die Deutschen auf knapp 1370 Stunden p.a.

= Die erste tarifliche Urlaubsregelung wurde im Jahr 1903 im Brauereigewerbe ausgehandelt: Es gab drei freie bezahlte Tage pro Jahr.

= Die ägyptische Regierung hat erneut zahlreiche koptische Kirchen als rechtmäßig anerkannt, nachdem die Gebäude vorher ohne amtliche Genehmigung errichtet worden waren. Mit den 74 neu legalisierten Gotteshäusern steigt die Zahl der seit 2016 zugelassenen Kirchen auf über 1500. Für weitere 5000 Kultstätten haben die christlichen Gemeinden die Anerkennung beantragt. (C.i.G.)

= Die Bewohner des Indianer-Reservats Navajo Nation in den USA haben mit einem Spendenaufruf wegen der Corona-Krise auch viele Menschen in Irland erreicht. Auf dem Konto der Hilfsaktion gingen drei Millionen Dollar ein, die überwiegend aus Irland stammen. Viele irische Spender wollten sich für die Großzügigkeit des Choctaw-Stammes bedanken; die Ureinwohner hatten im Jahr 1847 den nach mehreren Kartoffelmissernten hungernden Iren eine Spende von 170 Dollar zukommen lassen.

= Die Verbrechen im Stalinismus werden in Umfragen in Russland immer noch von fast jedem Zweiten gerechtfertigt.

= Internet: „Frau mit Klopapier sucht Mann mit Nudel.“

= Der neue DFB-Präsident Fritz Keller in der Fußball-Hasser-Zeitschrift SPIEGEL: „Man sieht nun, wozu es führt, wenn die Neureichen, auch in der Bundesliga, mit ihrem Geld herumprotzen. Diese Großkotzigkeit fällt uns allen auf die Füße. Das ist eine Katstrophe für das Image des Fußballs.“ Wenn der Fußball mit einer Katastrophe konfrontiert ist, dann heißt die Fritz Keller; der muss sich wohl mit Vorwürfen, die nicht einmal auf Bayern München zutreffen, bei gewissen Medien und Fan-Gruppen einschleimen. Herr Keller gehört natürlich nicht zu den Neureichen, denn er besitzt einige Weinberge und gehört damit zu den Altreichen.

Und Edmund Stoiber möchte sich in Erinnerung rufen und sondert einen intelligenten Satz ab: „Die Millionensummen entfremden viele Menschen vom Fußball.“

= Der Soziologe Armin Nassehi in der ZEIT: „Mein Vater war ein Einwanderer aus Persien, meine Mutter die Tochter eines CDU-Politikers. Beide waren brave Willy-Brandt-Wähler. Ich bin heute ein großer Angela-Merkel-Fan. Wie sie manchmal die starken Jungs auflaufen ließ, ohne sie zu attakieren, ist hohe Schule.“

Nassehi erzählt in der ZEIT auch einen politischen Witz: „Der Jude Abramowitsch möchte aus der Sowjetunion nach Israel ausreisen und muss dafür zu einem Volkskommissar gehen. Der fragt: „Genosse Abramowitsch, warum willst du aus der glorreichen Sowjetunion ausreisen?“ – „Das hat zwei Gründe. Der erste Grund: Sollte die Sowjetunion untergehen, werden wir Juden wie üblich für alle ihre Verbrechen verantwortlich gemacht werden.“ – „Aber Genosse Abramowitsch, die Sowjetunion wird niemals untergehen!“ – „Das ist der zweite Grund.“

= Die Trumpf-Chefin Nicola Leibinger: „Die Rückkehr zur gesellschaftlichen Normalität wird nur auf Basis einer sozialen Stabilität gelingen.“

 

Nur ein Vogelschiss

Liebe Leser, wir Deutsche müssen uns hin und wieder an die von den Nazis begangenen Verbrechen erinnern. Ich kann Ihnen nicht empfehlen, sich so intensiv und im Detail mit diesem Thema zu befassen, wie ich das über viele Jahre getan habe; möglicherweise gefährden Sie Ihre mentale Gesundheit.

Aus zwei Gründen müssen wir erinnern:

  1. Es ist eine selbstverständliche moralische Pflicht ! Auch für die folgenden Generationen !
  2. Die Nazidiktatur ging aus einer Demokratie hervor und begeisterte die große Mehrheit unseres Volkes. Jetzt leben wir in einem Rechtsstaat mit einer vorbildlichen Verfassung und einer parlamentarischen Demokratie und wir sind in Europa eingebunden. Schützt uns das unter allen Umständen vor der Machtübernahme radikaler linker oder rechter Parteien? Vor der Corona-Krise ging es den Deutschen wirtschaftlich besser denn je und trotzdem haben etwa 20 Millionen Deutsche im Jahr 2018 die Linkspartei oder die AfD oder gar nicht gewählt. Was passiert, wenn wir eine dramatische Wirtschaftskrise mit über zehn Millionen Arbeitslosen und einer Hyperinflation erleben?

Wir müssen die weit fortgeschrittene historische Forschung über Nazi-Deutschland und den Zweiten Weltkrieg zu Ende bringen und dokumentieren und wir müssen dieses Wissen an die nächsten Generationen weitergeben, damit eine Wiederholung solcher Menschheitsverbrechen für immer verhindert wird. Und wir müssen die Europäische Union stärken und auch rechtlich in die Lage versetzen, Rechts- und Verfassungsbrüche einzelner Mitgliedsstaaten zu verhindern.

Der folgende Artikel geht unter die Haut und ist nichts für zarte Nerven !

Der hippokratische Eid

Claude Lanzmann hat in den siebziger und achtziger Jahren Interviews mit Überlebenden und Tätern des Holocausts geführt und in seinem Film „Shoa“ und in vier weiteren Filmen dokumentiert. Einer dieser Filme heißt „Der hippokratische Eid“. In ihm erzählt Ruth Elias ihr Schicksal unter den Nazis. Das Interview wurde 1979 geführt. Elias starb vor zehn Jahren in Israel.

Ruth Elias wurde 1922 als Ruth Huppert in Mährisch-Ostrau geboren. Nach dem Einmarsch der deutschen Truppen konnte sie mit ihrer Familie untertauchen. Sie schlugen sich als Tagelöhner bei Bauern durch. Doch dann wurden sie verraten und in das KZ Theresienstadt gebracht. Dort traf Ruth ihren Verlobten wieder. Sie wurde schwanger. Bald darauf deportierte man sie nach Auschwitz.

In dem Interview wird deutlich, dass die junge Frau, deren Eltern, Schwester und Verwandte allesamt ermordet wurden, durch einen besonderen Instinkt mehrfach tödlicher Gefahr entging. Bei der Selektion in Auschwitz gelang es ihr, die Schwangerschaft vor dem SS-Lagerarzt Josef Mengele zu verbergen. Statt in die Gaskammer wurde sie mit etwa 1000 anderen Frauen zur Zwangsarbeit nach Hamburg geschickt. Erst dort wurde ihre Schwangerschaft entdeckt. Die SS brachte sie zusammen mit einer zweiten Schwangeren zurück nach Auschwitz. Und so schilderte sie, was dann geschah:

Im Frauenlager waren wir eine große Sensation. Denn wir beide waren die ersten, die jemals von einem Transport zurückgekehrt waren, der Auschwitz verlassen hatte. Wir hatten nicht geglaubt, dass Transporte aus Auschwitz tatsächlich irgendwo hinfuhren. Niemand in Auschwitz glaubte das. Wir waren die ersten lebenden Zeugen, die zurückgekehrt waren. Die Nachricht verbreitete sich im gesamten Frauenlager. Wir waren solch eine Sensation, dass Mengele von uns hörte. Er wollte uns sehen und ließ uns rufen. Dann begann er zu schreien: „Wie ist es möglich, dass ich zwei schwangere Frauen übersehen habe? Wo wart ihr, als ich die Leute für die Arbeit ausgesucht habe?“ Ihm war schleierhaft, wie er uns übersehen konnte; dann sagte er: „Gut. Entbinden Sie, und dann werden Sie weitersehen.“ Er kam jeden Tag und war ganz reizend. Er wechselte einige Worte mit uns: „Wie fühlen Sie sich?“ „Was machen Sie so?“ Er war sehr attraktiv und charmant, mit sehr guten Manieren; von mittlerer Statur und sah sehr gut aus in seiner Uniform. Und er war sehr selbstbewusst.

Natürlich hatten wir von Mengele gehört. Wir hatten große Angst vor ihm. Meine Zunge war wie gelähmt. Ich brachte kaum ein Wort heraus und antwortete nur auf seine Fragen. Er besuchte uns täglich im Krankenrevier des Frauenlagers. Eine Tages setzten meine Wehen ein; ich wusste nicht, dass es Wehen waren. Ich dachte, ich hätte etwas Falsches gegessen. Im Krankenrevier gab es eine polnische Hebamme, die mich betreute; ich konnte mich auf eine Decke legen und die Hebamme setzte sich zu mir, um den Rosenkranz zu beten. In jener Nacht brachte ich ein wunderschönes, sehr großes Mädchen zur Welt. Die Hebamme half mir; es gab weder Mull noch heißes Wasser; es gab gar nichts; ich lag in meinem eigenen Schmutz. Die Hebamme besorgte ein Leintuch und legte das Baby neben mich.

Am Morgen kam Mengele und sagte: „Dieser Frau muss die Brust bandagiert werden. Sie darf das Baby nicht stillen; ich will herausfinden, wie lange ein Baby ohne Nahrung leben kann.“ Meine Brüste wurden einbandagiert und das Baby schrie neben mir vor Hunger, während ich Suppe bekam. Ich nahm eine kleine Ecke von dem Leintuch, tunkte ein Stück Brot in die Suppe und wickelte es in das Leintuch, das ich meinem Kind in den Mund steckte, denn das Kind war hungrig. So ging es mehrere Tage. Ich bekam hohes Fieber, weil meine Brüste voller Milch waren und ich das Kind nicht stillen konnte. Mengele kam täglich, um seine Forschung zu betreiben: Wie lange kann ein Baby ohne Nahrung überleben?

Wir lagen beide in unserem eigenen Schmutz. Das Baby wurde immer dünner, bekam Ödeme. Ein schrecklicher Anblick. Am achten Tag kam Mengele und sagte: „Sei morgen früh um acht mit deinem Kind bereit. Ich werde euch abholen.“ Ich wusste, wenn er uns abholt, bringt er uns in die Gaskammer. Und ich wollte nicht mehr leben. Ich konnte das alles nicht mehr ertragen. In gewisser Weise war ich froh, dem Elend zu entkommen. Dann ging das Licht aus und ich begann zu weinen und zu schreien. Da kam eine Ärztin und fragte: „Warum schreien Sie so?“ Als sie mich und das Kind sah, sagte sie: „Ich werde Ihnen helfen.“ Nach einer halben Stunde kam sie mit einer Injektionsnadel zurück und sagte: „Geben Sie das Ihrem Kind.“ Ich fragte, was das sei, und sie sagte: Morphium. Ich fragte: „Wie kann ich meinem Kind das geben? Soll ich mein eigenes Kind ermorden?“ Sie antwortete: „Ich habe den hippokratischen Eid geleistet. Ich muss Leben retten. Du bist jung. Und ich muss dein Leben retten. Dein Kind wird nicht überleben. Schau es doch an. Aber du bist jung und darfst nicht sterben. Gib das deinem Kind, denn ich kann das nicht, ich darf das nicht.“ Sie redete lange auf mich ein und brach meinen Widerstand. Und so tat ich es dann. Ich gab meinem Kind die Injektion. Sie brachte die Nadel weg und das Kind lag neben mir im Sterben. Es dauerte ein bis zwei Stunden.

Bei Tagesanbruch wurden im Krankenrevier immer die Leichen eingesammelt. In Auschwitz gab es jeden Morgen eine Unmenge von Leichen. Sie kamen und nahmen auch mein Kind mit. Als um acht Uhr Mengele kam, stand ich schon für den Transport bereit. Er fragte. „Wo ist das Kind?“ Ich sagte: „Es ist heute Nacht gestorben.“ – „Ich will die Leiche sehen.“ Und damit ging er fort. Mir wurde erzählt, er hätte sie gesucht, aber die winzige Leiche in dem großen Haufen nicht gefunden. Das war selbst für Doktor Mengele schwierig.

Als er zurückkam, sagte er auf Deutsch zu mir: „Haben Sie ein Schwein gehabt. Mit dem nächsten Transport gehen Sie weg.“ Ich war nicht froh. Ich war gebrochen und konnte nicht mehr leben. Oder doch? Ich wusste nicht, was ich wollte. Ich war so apathisch. Nichts konnte mich efreuen, überhaupt nichts.“ (FAZ)

 
 

Die Corona-Krise – Die deutsche Wirtschaft und der Antikapitalismus

Die Einflüsse der Corona-Krise auf die deutsche Wirtschaft sind noch nicht endgültig abzuschätzen – aber schon heute kann man sagen, dass den Wirtschaftsstandort Deutschland so schnell nichts umhaut !! Die deutsche Wirtschaft hat schon nach der Finanzkrise (auch mit Hilfe sinnvoller politischer Hilfsmaßnahmen) schnell und kompetent reagiert und unser Land wieder in die Spur gebracht; die letzten Jahre waren so erfolgreich, dass der Staat mit stark steigenden Steuereinnahmen die Verschuldung deutlich senken und mit der „Schwarzen Null“ erhebliche Rücklagen bilden konnte, die jetzt für die Rettung unserer Wirtschaft und damit unserer Bevölkerung zur Verfügung stehen.

Auch in der Corona-Krise bleibt die deutsche Wirtschaft stark und wettbewerbsfähig und auf die Zukunft ausgerichtet. Das britische Wirtschaftsmagazin „The Economist“ schreibt: „Wenn man über irgendein Land in Europa sagen kann, dass es bisher die Corona-Krise gut gemeistert hat, ist es Deutschland.“

Wie machen die Deutschen das ? Obwohl die Unternehmen die höchste Steuerbelastung unter den Industrienationen schultern und obwohl die Jahresarbeitszeit der Mitarbeiter mit 35-Stundenwoche und ca. 60 bezahlten freien Tagen p.a. deutlich geringer als bei den mit uns konkurrierenden Ländern ist.

Unsere vorbildliche Soziale Marktwirtschaft kostet zwar fast eine Billion Euro im Jahr – aber sie funktioniert ! In den USA werden von heute auf morgen Millionen Mitarbeiter auf die Straße gesetzt – ohne Kurzarbeitergeld und ohne Krankenversicherung und ohne Mietzuschüsse und ohne Rentenversicherung und ohne Hartz 4 und und und. Nach Angaben der Europäischen Kommission steigt die Arbeitslosigkeit in diesem Jahr in Deutschland auf ca. vier Prozent und in den USA auf ca. 18 Prozent.

Unser Export wird in diesem Jahr zurückgehen – aber wir bleiben Exportweltmeister ! Soll heißen: V o r den USA und China !! Und das mit 80 Millionen Einwohnern !

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wird in Deutschland in diesem Jahr um bis zu sieben Prozent zurückgehen und im Jahr 2021 um mindestens sieben Prozent wachsen.

Bei der für die Zukunft äußerst wichtigen Innovationsfähigkeit liegt die deutsche Wirtschaft international auf Platz eins ! Bei der Wettbewerbsfähigkeit liegt Deutschlands Wirtschaft weltweit in der Spitzengruppe ! Und bei der Bonität erhält Musterschüler Deutschland von den drei größten Ratingagenturen die Bestnote: AAA ! Diese Bestnote hilft auch in der aktuellen Krise, weil wir notwendige Kredite zu äußerst günstigen Konditionen aufnehmen können.

Ist also alles gut ? N e i n !!! Die Süddeutsche Zeitung lässt eine Professorin und einen leibhaftigen Philosophen in einem großen Artikel für „den Einstieg in den systematischen Ausbau öffentlicher Unternehmensbeteiligungen“ plädieren. In diesem Artikel steht wörtlich:

„Es gibt viele gut durchdachte Vorschläge für Wirtschaftsmodelle, die die Vorteile* unterschiedlicher Systeme verknüpfen. Der Ökonom Giacomo Corneo etwa hat eine Mehrheitsbeteiligung des Staates an allen börsennotierten Unternehmen vorgeschlagen. Als „Bundesaktionär“ würde der Staat 51 Prozent an Aktiengesellschaften halten.“

Die Marktwirtschaft wird also abgeschafft, wir kehren in das Wirtschaftssystem der DDR zurück, reanimieren Nikita Chruschtschow, Walter Ulbricht und Fidel Castro und sorgen dafür, dass der Staatskapitalismus diesmal e c h t funktioniert ! E c h t !!!

Die Süddeutsche Zeitung pflegt ihren Antikapitalismus. Das ist ihr gutes Recht. Aber so viel Ignoranz und Dummheit hätte ich ihr doch nicht zugetraut. Reichen die Millionen im Sozialismus verhungerten, ermordeten oder elend krepierten noch nicht ?

 

Der Fußball wird euch überleben ! Haltet endlich die Klappe !

Weltuntergangs-Szenarien werden von Medien besonders geschätzt ! Offensichtlich reicht die Corona-Pandemie nicht aus. Jetzt muss auch noch eine erfundene Fußball-Pandemie in die Schlagzeilen.

Riesenschlagzeile in der FAZ a.S.: „Da regt sich nichts. Werden Geisterspiele das Ende des Fußballs sein, wie wir ihn kennen ?“

Und die FAZ titelt: „In der Sinnkrise. Die Mehrheit der Deutschen zeigt ihrem Lieblingssport vor dem Start die kalte Schulter: Während Clubs und Profis in der Krise versuchen, gesellschaftlich anzukommen, verbreiten die Verbände ein Gefühl der Leere – und der DFB merkt es nicht einmal.“

Würden diese begnadeten Journalisten mal zur Kenntnis nehmen, dass der von Millionen Deutschen auch in der Krise geliebte Fußball schon zwei Weltkriege überstanden hat ?! Und dass dem von zwei Milliarden Erdenbewohnern geliebten Fußball auch Revolutionen und Seuchen und Pandemien und Wirtschaftskrisen und Massenarbeitslosigkeit nichts anhaben konnten ? Der Fußball hat die Verbrechen der Nazis und der Kommunisten überstanden und er hat hunderten Millionen armen Menschen auf der ganzen Welt immer wieder ein paar glückliche Stunden beschert. Daran werden die pseudointellektuellen Ergüsse einiger Journalisten nichts ändern !!!


 

Gut gesagt !

= Vasant Narasimhan ist Chef des Schweizer Pharma-Konzerns Novartis und sagt in einem FAZ-Interview:

  • „Die Entwicklung von Impfstoffen ist einer der größten Fortschritte der Menschheit. Impfstoffe haben schon M i l l i a r d e n Menschen davor geschützt, krank zu werden. Wir können uns glücklich schätzen, dass wir in einer Zeit leben, in der es so viele Impfstoffe gibt. Und welch ein Glück, dass wir eine Wissenschaft haben, die in nur zwei Monaten schon mehr als 100 Impfstoffkandidaten zur Verhinderung von Covid-19 hervorgebracht hat.“
  • „An den erforderlichen finanziellen Mitteln wird die Entwicklung eines Impfstoffs nicht scheitern. Das Problem wird sein, in möglichst kurzer Zeit die Produktion auf die Beine zu stellen. Es dauert normalerweise drei bis vier Jahre, um eine Impfstoff-Fabrik zu bauen. Das ist viel zu lang. Wir müssen also das vorhandene Produktionsnetzwerk nutzen, um schnell große Mengen herstellen zu können.“
  • „Wir müssen uns eine Reihe von Fragen stellen: Wie können wir die Widerstandskraft der öffentlichen Gesundheitsversorgung stärken, um künftig besser auf so eine Pandemie vorbereitet zu sein? Wie stellen wir sicher, dass Informationen aus betroffenen Ländern schnell global geteilt werden und dass überall genügend Schutzanzüge, Masken und Diagnosegeräte verfügbar sind? Können wir flexible Plattformen aufbauen, die uns befähigen, künftig schneller auf den Ausbruch eines neuen Virus zu reagieren?“

= Der Chef des EON-Konzerns, Johannes Teyssen, in der FAZ a.S.:

  • „Als Erstes sollte man die Stärken unseres Landes herausstellen, die Lage nicht gesundbeten, aber sagen: Wir sind gut, wir können was, ihr könnt uns vertrauen. Als Zweites ist jetzt der richtige Zeitpunkt, die strukturellen Mängel anzugehen. In der Daten-Infrastruktur sind wir weit entfernt von dem, was dieses Land sich selbst schuldet, auch im Ausbau der Netze für grüne Energie liegen wir weit hinter dem Zeitplan. Ich hoffe auf ein breites Programm der Politik; nicht zugunsten einzelner Branchen, sondern für den Industriestandort allgemein; Dinge wie Innovationsförderung oder Steuererleichterungen. Auch bei Genehmigungsverfahren ist jetzt die Chance, mit dem großen Besen durchzukehren. Die teils liebgewonnenen, aber paradoxen Klagerechte gehören abgeschafft (!!) Rechtsstaat heißt: Die Betroffenen sollen vor Gericht ihre Rechte wahrnehmen können. Das bedeutet nicht, daß jeder nach Lust und Laune Projekte juristisch sabotieren kann. Oder, dass es jemand zu seinem Geschäftsmodell machen darf, wo Geld rauszuholen ist.“
  • „Die EEG-Umlage muss abgeschafft werden. Falls das nicht sofort machbar ist, dann muss sie zumindest sofort gesenkt werden, mit einer dauerhaften Obergrenze von 5 Cent.“
  • „Klimaschutz und wirtschaftliche Entwicklung gehören zusammen. Ohne wirtschaftliche Entwicklung gibt es keinen Wohlstand und damit keinen Zugang zu Bildung, Gesundheitsvorsorge und vielen anderen elementaren Dingen. Klimaschutz gegen die Wirtschaft und damit gegen den Menschen kann nicht gelingen. Ohne Klimaschutz laufen wir aber auch in eine Krise, die sehr wahrscheinlich viel ernster wird als die aktuelle. Deshalb müssen wir beides schaffen: Klimaschutz und wirtschaftliche Entwicklung.“

 

K l u g e W o r t e

= „Der Mensch erblickt das Licht der Welt – Doch oft hat sich herausgestellt, nach manchem trüb verbrachten Jahr, dass dies der einzige Lichtblick war.“ (Eugen Roth)

= „Musik macht die Menschen besser: Weil Musik etwas ist, das der Mensch empfängt und erlebt. Daran glaube ich. Das ist auch einer der Gründe, warum ich mich für die Unesco einsetze. Ich betreue in verschiedenen Städten Brasiliens einige Dörfer für behinderte Kinder. Wenn ich mit ihnen spreche, können mich diese Kinder verstehen; wenn ich aber mit ihnen singe, sind sie wie entrückt, sogar bei einfachsten Liedern. Nur Musik kann das bewirken. Sie glauben nicht, was für ein Erfolg das ist, wie viel mir das bedeutet, selbst auf Spanisch könnte ich das nicht in Worte fassen. Auch als ich bei Mutter Teresa in Indien war, ihre Kranken besucht und für sie gesungen habe, war es wie Weihnachten, wie ein großes Fest. Ich kenne einige indische Lieder, Zubin Mehta hat sie mir beigebracht; und als ich sie vortrug, spürte ich, mit welcher Freude die Menschen die Musik erwartet hatten und empfingen. Ganz wunderbar.“ (Caballé)

= Unser Herz braucht Zuwendung, Freude und das Gefühl von Verbundenheit, um wieder heilen zu können.

= „……. aber es bleibt das Faktum, dass es eine große Menge vielfältig informierter Menschen gibt, die man als völlig ungebildet bezeichnen darf. Denn Bildung ist eben nicht in erster Linie Wissen, sie zeigt sich im Umgang mit dem Wissen. Sie erweist sich in der Fähigkeit, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden, vor allem im Erkennen von Rang und Wert.“ (Fundstück)

= „Die Natur ist ein Brief Gottes an die Menschheit.“ (Platon)

= „Als ich in Algerien lebte, geduldete ich mich den ganzen Winter hindurch, weil ich wusste, dass in einer Nacht, in einer einzigen kalten und reinen Februarnacht, die Mandelbäume der Vallée des Consuls sich mit weißen Blüten bedecken würden.Und ich war jedesmal verwundert, wie dieser zarte Blütenschnee allen Regeln und Meerwinden trotzte. Und doch dauerte jedes Jahr das Blühen gerade so lange, als es braucht, um die Früchte vorzubereiten……..“ (Albert Camus)

= „Die wichtigsten Dinge in unserem Leben sind nicht Außerordentliches oder Großartiges. Es sind jene Momente, in denen wir uns von anderen angerührt fühlen.“ (Jack Kornfield)

= „Stopft euren Geist nicht mit unnützen Gedanken voll. Wozu sollte es gut sein, über die Vergangenheit nachzugrübeln und die Zukunft vorwegzunehmen ? Bleibt in der Einfachheit des gegenwärtigen Augenblicks.“ (Rinpoche)

= Vertraue auf Gott, aber binde dein Kamel an. (Arabisches Sprichwort)

= „Ein blühender Garten ersetzt jedes philosophische System.“ (Ernst Jünger)

= „Etwas in uns kann solches Leid in Weisheit umwandeln. Der Prozess, in dem das geschieht, hat oft etwas von einem Aussortieren. Zuerst erfahren wir einfach alles. Dann lassen wir, Schritt für Schritt, die Dinge gehen, den Zorn, die Schuldzuweisungen, das Gefühl, dass einem Unrecht getan wurde, und schließlich sogar den Schmerz selbst – bis alles, was übrig bleibt, ein tieferes Gefühl für den Wert des Lebens ist und eine größere Fähigkeit, es zu leben.“ (Rachel Naomi Remen)

 

Sparschwein

Die Corona-Krise wirbelt die Börsen ganz schön durcheinander. Auch Unternehmen, die von dieser Krise wenig oder gar nicht betroffen sind, werden abgestraft. Folgende Firmen haben ein auch für die Zukunft wichtiges Geschäftsmodell und zahlen seit vielen Jahren – durch mehrere Krisen hindurch – ansteigende Dividenden:

Allianz (WKN 840400) + Deutsche Post (555200) + IBM (851399) + Medtronic (A14M2J) + Unilever (A0JMQ9) + Merck & Co. (A0YD8Q) + Johnson & Johnson (853260) + Fresenius Medical Care (578580) + Danone (851194) + Bayer (BAY001).

Die genannten Firmen haben auch ein beträchtliches Kurspotenzial.

Falls Sie einen Aktien-Sparplan planen: Wegen der Gebühren nur über Direktbanken !!

 

Gebildet müsste man sein !

= In der WELT a.S. lese ich ein Wort, das ich noch nie gehört habe: „Armin Laschet hat sich mit diffundierenden Corona-Aussagen bereits um eine Kanzlerschaft geredet….“

= NZZ: „Millennials surfen, Boomer schauen fern. Die Corona-Krise verändert die Mediennutzung deutlich. Besonders der Hang zum Eskapismus verstärkt sich.“

= Buchkritik von Miryam Schellbach in der FAZ: „Ihr Stil ist ähnlich geprägt von einer begrifflichen Vagheit, einer semiotisch grundierten Scheu vor dem konkreten Benennen.“

= Thomas Hennecke im Kicker: „P o l y v a l e n t e Spieler stehen bei Lucien Favre besonders hoch im Kurs.“

= FAZ a.S.: „Ich solch disruptiven Phasen sollten die theoretischen Diskurse und Prognosen mit einer gewissen Leichtigkeit gehandhabt werden – gerade bei Sozialwissenschaftlern seien es ja primär Heuristik und Musterbeschreibungen und eben keine Naturgesetze.“

= Das neueste Werk des Literaturpreisträgers Handke erhielt lustige Beurteilungen:

  • „In Handkes Büchern ereilt den Leser ein Aufhören, manchmal ist es grausam, manchmal erleichternd.“ (ZEIT)
  • „Peter Handke schickt seinen zartkomisch-spinösen Helden auf eine phänomenologische Donquichotterie voller Epiphanien des Zufalls und Aventüren der Innerlichkeit.“ (Süddeutsche Zeitung)
  • „Es ist die alte Paradoxie der Literatur, dass die Erfahrung solch eines Absturzes der Sprache das Schreiben erst möglich macht.“ (Stuttgarter Zeitung)
  • „Ein so heiliger Text könne nur aus der Zukunft kommen: ´Futur exakt´“ (Die WELT)

= Leserbrief: „Wer tritt für ein Kirchenmodell ein, das konsequent von der Ortsgemeinde her denkt, die in der ptotestantischen Ekklesiologie Kirche in nuce darstellt?“

= „Burckhardts Werk säuft laut Osterhammel weder in kompilierten Faktenbergen noch in einer teleologischen Geschichtsphilosophie à la Hegel ab.“ (NZZ)

= Über Ror Wolf: „Seine vegetative Prosa ließ ihn zu einem nahezu populären Avantgardisten werden.“ (Fundstück)

= „Leif Randts posttherapeutischer Liebesroman „Allegro Pastell“ ist das Dokument einer ästhetischen Zeitenwende.“ (Süddeutsche Zeitung)

Die WELT a.S. hat sechs neuen Aufnahmen der fünften Sinfonie von Beethoven eine ganze Seite gewidmet; einige Zitate:

„Beethovens fünfte ist eine Aufforderung zur Revolution. Ein Sieg des Lichts über das Entsetzen, des Rhetorischen über das Melodische, rhytmisch, musikalisch, philosophisch durchgestylt. Sie klingt wie ein Urmeter für Glanz und Elend deutscher Musikkultur. Schlägt mit der Handkante offene Türen ein. Karajanesker als Karajan, schweres Schicksal. Vintage, schön, Rubindiadem mit ordentlich Patina. Klopft romantisch, aber wie mit Walkingsticks.“

 

Zur aktuellen Lage

= 75 Jahre nach dem Untergang des Nationalsozialismus darf man unserem Land trotz linkem und rechtem Radikalismus und trotz all der primitiven Verschwörungstheoretiker g r a t u l i e r e n ! Deutschland ist zu einem funktionierenden Rechtsstaat und zu einer stabilen Demokratie geworden ! Wir sind fest verankert in der Europäischen Union und geniessen auf der ganzen Welt Respekt und Anerkennung.

Natürlich gibt es noch viel zu tun ! Wir müssen unsere Wirtschaft gestärkt aus der Corona-Krise führen. Wir müssen mit sinnvollen und verkraftbaren Maßnahmen das Klima-Thema angehen. Wir müssen die in unserem Land immer noch bestehende Chancen-Ungerechtigkeit beseitigen. Die Europäische Union hat die Chance, neben China und den USA wirtschaftlich, politisch, wissenschaftlich und technologisch zu bestehen und sich zu einem Kontinent des Friedens zu entwicklen. Der französische Präsident Macron will ein starkes Europa, dass stark genug ist, „um entscheiden zu können und nicht erdulden zu müssen.“

Ich bin sehr optimistisch für die Zukunft der EU und bin neidisch auf die jüngeren Generationen, die all das erleben werden !

= Nach dem heiß diskutierten Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu den Anleihekäufen der EZB fällt der grüne EU-Abgeordnete Sven Giegold allen betroffenen Ländern eiskalt in den Rücken und fordert die EU-Kommission auf, gegen Deutschland ein Vertragsverletzungsverfahren einzuleiten. Ist das Eitelkeit oder Dummheit ? Haben diese Herrschaften immer noch nicht begriffen, dass die Zinspolitik der EZB die EU vor dem Zerfall gerettet hat und auch Deutschlands Staatshaushalt Zinsvorteile von mehreren hundert Milliarden Euro verschafft hat ? Mit diesem Geld können wir jetzt in der Corona-Krise Millionen Arbeitnehmern und Firmen dabei helfen, ihre Existenz nicht zu verlieren !

= Selbst die geschätzte FAZ kann es nicht lassen und beauftragt einen leibhaftigen Universitätsprofessor und Prorektor, einen ganzseitigen Artikel über die Bundesliga zu produzieren. Ich zitiere nur die Schlagzeilen:

„Mit Risiken und Nebenwirkungen. Dass der Fußball-Bundesliga derart schnell eine wirtschaftliche Krise droht, liegt nicht allein am Versagen des Managements. Probleme wie der Hyperwettbewerb, diverse Rattenrennen oder Überinvestitionen der Klubs sind systemimmanent – und entsprechend schwer zu lösen.“

Der Professor ist offensichtlich gebildet. Ahnung hat er keine.

= Franziska Augstein schreibt in der S.Z.: „Der Shutdown der Globalwirtschaft wegen Covid-19 kostet Billionen. In Europa trifft er südliche Länder besonders hart. Aber die Bundesregierung will diesen Staaten bloß halbherzig helfen. Mit ihrer Haltung setzt sie das Überleben der EU aufs Spiel.“

Ich bin dafür, Italien mit vielen Milliarden zu extrem günstigen Zinsen zu unterstützen – aber nur dann, wenn die Italiener die seit über zwanzig Jahren versäumten politischen Reformen beschließen, damit die jährlichen Defizite und die zu hohen Schulden abgebaut werden können. Andernfalls kommt bei der nächsten Krise wieder die Forderung nach Unterstützung und so weiter und so fort. Das Problem für die seriösen italienischen Politiker ist, dass notwendige Entscheidungen wie z.B. die Erhöhung des Renteneintrittsalters im Parlament nicht durchkommen, weil die unseriösen Abgeordneten (Salvini und Konsorten) über eine Mehrheit verfügen.

= „Es gibt keine einfachen Antworten. Für Flüchtlinge, für Hilfsprogramme, gegen Krieg – der Züricher Theologe Johannes Fischer wirft der evangelischen Kirche in Deutschland vor, mit zu einfachen Forderungen komplexe gesellschaftliche Fragen lösen zu wollen. Wenn kirchliche Gremien sich weigern, differenziert auf ethische und rechtliche Grauzonen einzugehen, tragen sie zur „völligen Entpolitisierung der Kirche“ bei, schreibt Fischer im „Deutschen Pfarrerblatt“. Statt sich mit dem Sinn und der Berechtigung von politischen Sorgen und Anliegen abwägend auseinanderzusetzen, „machen es sich die kirchlichen Verantwortungsträger einfach, indem sie sich darauf beschränken, Appelle an die Politik zu richten.“ Gute Theologie zeichne sich dadurch aus, dass sie konkrete Lösungen sucht und sich der Realität stellt. Andernfalls hätte sie „den Menschen nichts zu sagen, die darin leben, handeln und Entscheidungen treffen müssen.“ Fischer war selbst Mitglied der Kammer für öffentliche Verantwortung der evangelischen Kirche. (CiG)

= Skandalös und rücksichtslos ! Der deutsche Umweltrat beurteilt die Klimapolitik als „miserabel“ und fordert von der Politik die Einführung einer PKW-Maut für die Fahrt in die Innenstädte sowie eine deutliche Erhöhung der Parkgebühren; damit soll die individuelle PKW-Nutzung unattraktiv und die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel gefördert werden. Generell brauche Deutschland deutlich weniger Autos und mehr Fahrräder und Busse.

Wegen Corona sind in der Autoindustrie und bei den Zulieferern in Europa hunderttausende Existenzen in Gefahr. Trotzdem hält die Bundesregierung an ihrem beschlossenen Klimapaket und der Förderung von E-Autos fest. Das ist okay, genügt den Umweltaktivisten aber nicht. Die wollen „zurück in die Natur“ und auf Bäumen leben; dann braucht es nicht mal eine Maut.

 

G e d i c h t e

Mascha Kaléko: Sozusagen grundlos vergnügt

Ich freu mich, dass am Himmel Wolken ziehen und dass es regnet, hagelt, friert und schneit. Ich freu mich auch zur grünen Jahreszeit, wenn Heckenrosen und Holunder blühen. Daß Amseln flöten und daß Immen summen, dass Mücken stechen und dass Brummer brummen. Daß rote Luftballons ins Blaue steigen. Daß Spatzen schwatzen. Und dass Fische schweigen.

Ich freu mich, dass der Mond am Himmel steht und dass die Sonne täglich neu aufgeht. Dass Herbst dem Sommer folgt und Lenz dem Winter, gefällt mir wohl. Da steckt ein Sinn dahinter, wenn auch die Neunmalklugen ihn nicht sehn. Ich kann nicht alles mit dem Kopf verstehn! Ich freu mich. Das ist des Lebens Sinn. Ich freu mich vor allem, dass ich bin.

In mir ist alles aufgeräumt und heiter: Die Diele blitzt. Das Feuer ist geschürt. An solchen Tagen erklettert man die Leiter, die von der Erde in den Himmel führt. Da kann der Mensch, wie es ihm vorgeschrieben, – Weil er sich selber liebt – den Nächsten lieben. Ich freue mich, dass ich mich an das Schöne und an das Wunder niemals ganz gewöhne. Dass alles so erstaunlich bleibt, und neu! Ich freu mich, dass ich ….. Dass ich mich freu.

Mascha Kaléko: Chor der Kriegerwaisen

Kind sein, das haben wir niemals gekannt. Uns sang nur der Hunger in Schlaf… Weil Vater im Schützengraben stand, zu fallen für Kaiser und Vaterland, wenns grade ihn mal traf.

Und kam eines Tages ein Telegramm, wenn der Vater schon lange nicht geschrieben – dann zog sich die Mutter das Schwaze an, und wir waren kriegshinterblieben.

Wir lernten Geschichte und Revolution am eigenen Leib erfahren. Wir schwitzten für Gelder der Inflation, die später Klosettpapier waren.

Wir spüren noch heute auf Schritt und Tritt jener „herrlichen Zeiten“ Vermächtnis. – Und spielt ihr Soldaten, wir machen nicht mit; denn wir haben ein gutes Gedächtnis.

J.W. Goethe: Mayfest

Wie herrlich leuchtet mir die Natur! Wie glänzt die Sonne! Wie lacht die Flur!

Es dringen Blüten aus jedem Zweig, und tausend Stimmen aus dem Gesträuch.

Und Freud und Wonne aus jeder Brust. O Erd o Sonne o Glück o Lust!

O Lieb` o Liebe, so golden schön, wie Morgenwolken auf jenen Höhn.

Du segnest herrlich das frische Feld, im Blütendampfe die volle Welt.

O Mädchen Mädchen, wie lieb` ich dich! Wie blinkt dein Auge! Wie liebst du mich!

So liebt die Lerche Gesang und Luft, und Morgenblumen den Himmels Duft.

Wie ich dich liebe mit warmen Blut, die du mir Jugend und Freud und Muth

Zu neuen Liedern und Tänzen giebst! Sey ewig glücklich wie du mich liebst!

J.W.Goethe: Gefunden

Ich ging im Walde so für mich hin, und nichts zu suchen, das war mein Sinn.

Im Schatten sah` ich ein Blümchen stehn, wie Sterne leuchtend, wie Äuglein schön.

Ich wollt es brechen, da sagt es fein: Soll ich zum Welken gebrochen sein?

Ich grubs mit allen den Würzlein aus, zum Garten trug ichs am hübschen Haus.

Und pflanzt es wieder am stillen Ort; nun zweigt es immer und blüht so fort.

 

Die amerikanische Propaganda-Maschine rollt!

Nachdem Russland von den USA jahrzehntelang als Feind Nummer Eins medial bekämpft wurde, hat jetzt China diese Rolle übernommen. Spätestens seit Mister Trumps Amtsantritt haben die Amerikaner realisiert, dass sich China zu einer Weltmacht entwickelt – wirtschaftlich und militärisch und politisch.

Die amerikanischen Geheimdienste und das Militär und die zuständigen Ministerien investieren Milliarden Dollar in ihren Propagandakrieg und versuchen, mit der bekannten Masche (Lügen, Viertelwahrheiten und Hetze) alle Länder der Welt und dort vor allem die Medien zu lenken oder zu beeinflussen.

Der Springer-Konzern ist von einer amerikanischen Investment-Gesellschaft mehrheitlich übernommen worden. Vor ein paar Tagen erschien in der WELT a.S. ein Artikel über m e h r e r e Seiten mit billigen Argumenten. Ein Beispiel:

  • „Nicht erst die Corona-Krise zeigt, wie abhängig Deutschland von seinem wichtigsten Handelspartner geworden ist, einer diktatorischen Weltmacht. Der Konsument hängt am Haken. Und der Angler sitzt in Peking. Was würde es für Deutschland bedeuten, sich aus dieser Abhängigkeit zu lösen ?“

Die Süddeutsche Zeitung bespricht ein Buch mit dem Titel „Die lautlose Eroberung. Wie China westliche Demokratien unterwandert und die Welt neu ordnet.“ Dort lautet eine Schlagzeile: „Unter Xi Jinping hat die Partei eine Rolle rückwärts in die Zeit von Mao Zedong gemacht.“ Das ist so absurd und lächerlich wie die Behauptung „Unter Angela Merkel hat Deutschland eine Rolle rückwärts in die Zeit von Adolf Hitler gemacht.“ Unter Mao sind dutzende Millionen Chinesen verhungert oder auf andere Weise krepiert. Unter seinen Nachfolgern – auch unter Xi – hat sich ein unglaubliches Wirtschaftswunder vollzogen, das die Lebensqualität der Chinesen deutlich verbessert hat. Zitate aus der Buchbesprechnng:

  • Die KP Chinas verfolgt ein ambitioniertes, gut geplantes Programm zur weltweiten Einflussnahme und Einmischung und kann gewaltige wirtschaftliche und technologische Ressourcen einsetzen, um ihr Vorhaben zu verwirklichen und das führt zu Subversion und Beschädigung der Demokratie. Eine der beliebtesten Strategien ist, die Wirtschaft einzusetzen, um die Regierungen unter Druck zu setzen – Beispiel „Neue Seidenstraße“.
  • Die Geschichte des Netzwerkausrüsters Huawei ist ein ausgezeichnetes Beispiel dafür, wie die Kommunistische Partei Spionage, Diebstahl von geistigem Eigentum und Beeinflussungsoperationen miteinander verbindet.
  • China will selbst den Diskurs bestimmen, ist Medienweltmacht geworden.
  • Noch nie seit 1989, seit Chinas Herrscher das Massaker auf dem Tian`anmen-Platz begingen, ist Chinas Wahrnehmung in der westlichen Welt derart negativ gewesen.
  • Chinas Vertuschung in der Corona-Krise trug dazu bei, dass in den USA zwei Drittel der Bevölkerung eine schlechte Meinung von China haben.

Das Niveau dieser Buchbesprechung könnte besser sein; vielleicht haben die Autoren bei ihrer Schulung durch (?) nicht richtig zugehört.

Argumente wie „Seidenstraße“ und „Huawei“ zeigen eigentlich, dass China noch weit entfernt von einer diktatorischen Weltmacht ist. Von der Seidenstraße profitieren alle beteiligten Nationen – auch Deutschland – und das Problem Huawei wird seit Jahren von des westlichen Geheimdiensten geprüft.

China ist für Europa und vor allem für Deutschland ein wichtiger und unverzichtbarer Handelspartner; hunderte Unternehmen haben in China Niederlassungen gegründet. Nach neuestem Recht werden in Deutschland chinesische Unternehmen, die hier investieren wollen, schärferen Prüfungen unterworfen. Die Übernahme deutscher Unternehmen durch Chinesen wird von der EU und der Bundesregierung geprüft und muss genehmigt werden.

Der konservative CDU-Politiker und USA-Versteher Friedrich Merz in der NZZ:

  • Wir Europäer stehen vor der Frage, ob die Welt des 21. Jahrhunderts von zwei oder drei großen Mächten geprägt werden wird. Amerika und China sind sicher dabei. Aber sind wir Europäer auch daberi ? Und welche Rolle spielt Russland und an welcher Seite ? Finden wir eine europäische politische Ordnung, in der auch Russland einen Platz hat ?
  • Wir müssen uns nicht gegen China entscheiden. Aber wenn es um unsere Vorstellungen von Demokratie und Offenheit und Freiheit geht, dann kann unser Standort nur an der Seite Amerikas sein – nicht wegen, sondern trotz Trump.
  • Die Abhängigkeit im Handel mit China ist gegenseitig. Wir dürfen unsere Abhängigkeit nur nicht zu weit treiben.

Eigentlich ist es ein alter Hut, dass die USA seit Jahrzehnten auf der ganzen Welt Medien subventionieren oder aufkaufen oder mit massivem Druck beeinflussen. Auch dazu ein aktuelles Beispiel:

„Radio Free Europe“ (RFE) ist zurück in Ostmitteleuropa und auf dem Balkan. Die Radiostation war 1949 als Waffe im Propagandakrieg gegen die Sowjetunion gegründet worden. Finanziert wurde und wird sie von den USA. Das Hauptquartier stand damals in München und wurde 1995 nach Prag verlagert. Die Zielländer wurden reduziert. Doch jetzt wird wieder ausgebaut: Mit Ungarn, Bulgarien und Rumänien sind drei EU-Staaten im Visier der amerikanischen Medienförderung.“ (NZZ)

Amerikanische Medienförderung ! Hört sich gut an ! Ich wüsste zu gerne, in welcher Form und bei welchem deutschen Medium „amerikanisch gefördert“ wird.