Das Sündenregister der Medien in 2758 Notizen:

= Die sympatische Maria Höfl-Riesch wird von der Zeitschrift „EURO“ interviewt, macht Werbung für die Automarke Audi und lässt sich mit ihrem Audi fotographieren. Diese Aktion wird natürlich von der Zeitschrift völlig abgebrüht nicht als Werbung überschrieben. Ist das Betrug am Leser?

In der gleichen Zeitschrift wird eine sogenannte Story über einen „der führenden Uhrenexperten in Deutschland“ veröffentlicht. Dieser Experte und die dazu passende Uhr werden mit Fotos gewürdigt. Auch hier wird das Wort „Werbung“ oder „Anzeige“ nicht erwähnt. Wie hoch ist das Honorar für „Euro“?

= Für die folgende Werbung ist das Wort „abgebrüht“ eine krasse Untertreibung. Der Burda-Berlag schaltet in der FAZ eine ganzseitige Anzeige mit der Schlagzeile „Exzellenz in Media“ und folgendem Text: „Die hohe journalistische Qualität von Hubert Burda Media verlangt auch hohe Qualität in der Vermarktung. Als Deutschlands bester Printvermarkter garantiert BCN seinen Werbekunden exzellente Performance seiner vermarkteten Medien und deren Plattformen.“

In der Burda-Zeitschrift FOCUSMONEY hört sich die Exzellenz so an:

  • Laut Experten ist wegen der Digitalisierung in 20 Jahren jeder Zweite ohne Arbeit – auch in Deutschland.
  • Schlagzeilen: „Italien darf Euro-Schulden in Lira zurückzahlen“ und „Uns steht der schlimmste C r a s h unseres Lebens bevor“ und „Risiko Deflation“ und „Uns droht eine Hyperinflation“ + „Wie der Euro unser Vermögen vernichtet“ + „Wann platzt der Euro?“ + „Alle werden ärmer werden“ + „Warum es in den 2020er Jahren zum großen Crash kommt“ + „Die Wahrscheinlichkeit für eine Währungsreform liegt bei 100 Prozent“ und dann kommt der Clou des Jahrhunderts. FOCUSMONEY schreibt auf der Titelseite: „Die 12 Märchen der Medien. Medien brauchen eine Katastrophenwelt. Sie manipulieren ihre Leser. Schlampige Recherche? Vorsatz? Kalkül? Alles gelogen? Die Wahrheit über Politik – Wirtschaft – Finanzen – Gesellschaft“ (Von FOCUSMONEY hätte selbst Goebbels noch lernen können!)

= Die britische Boulevard-Zeitung Daily Mirror hat sich für das Abhören privater Handys Prominenter entschuldigt.

= „Gerüchte werden auf den neuesten Stand gebracht, gelegentlich schmiedet man eine Intrige.“ Wolf von Lojewski über Journalistennetzwerke in der ARD.

= „Independent“-Kolumnist Johann Hari muss Fälschungen zugeben.

= „Es ist alles nur geklaut, es ist alles gar nicht meines.“ Eine „Hürriyet“- Kolumnistin schreibt fremde Texte ab. (FAZ)

= „Viele polnische Medien und Publizisten berichten so einseitig und verzerrend über Deutschland, als müsten sie ständig für die Ehre der Nation kämpfen.“ (Süddeutsche Zeitung)

= „Angela Merkel – Heimliche Treffen mit einem anderen Mann“ titelt „Die Aktuelle“. Was war passiert? Merkel hatte sich mit ihrem Mann und dem Dirigenten Simon Rattle und dessen Frau zum Abendessen getroffen.

= „Bei Anruf Rufmord. Das rumänische Fernsehen ist zu einer Dreckschleuder verkommen.“ (FAZ a.S.)

= Der Bundesrichter Thomas Fischer war Gast der Talk-Show „Maischberger“ und sagt, dass es solchen „Formaten weder um Auseinandersetzung mit ernsthaften Argumenten noch um Information des Bürgers geht, sondern allein darum, auf jede nur erdenkliche Weise Quote zu generieren; man lädt Leute in die Talk-Show in der Hoffnung ein, dass sie sich gegenseitig missverstehen, anschreien und beleidigen. Die Moderatoren haben vom Thema der Sendung so viel Ahnung wie das Huhn vom Langstreckenflug.“ (FAZ)

= Die Redaktion der WELT verfügt auch über Hellseher. So schrieb ein gewisser Olaf Gersemann, dass Deutschland in f ü n f z i g Jahren dreimal so hoch verschuldet sein wird wie Griechenland heute.

= Der Deutsche Presserat hat den „Rheinneckarblog“ für die Erfindung eines Terroranschlags mit 136 Toten gerügt.

= Typische SPIEGEL-Schlagzeile: „Deutsche Unternehmen von BMW bis zur Bahn arbeiten an digitalen Mobilitätsangeboten. Sicher ist: Das private Auto verliert dramatisch an Bedeutung.“ Sicher ist, dass diese Behauptung des SPIEGEL n i c h t sicher ist.

= Das Schimpfwortarsenal der Süddeutschen Zeitung: Neoliberal, Konzern, Top-Manager, Banker, alte weiße Männer, Männer.

Zum Schluss für heute noch zwei leider verstorbene Zeugen:

  • Helmut Schmidt: „Ich verachte nicht Journalisten als Gattung, aber einzelne schon, ja. Insbesondere solche, die in unfairer Weise um des Aufsehens willen Zitate verbiegen, aus dem Zusammenhang ziehen und ihnen eine andere Bedeutung geben, als sie gemeint waren. Solche Journalisten missfallen mir zutiefst.“
  • Karl Kraus über die „Wiener Neue Freie Presse“: „Ich weiß, wo der Geist krepiert und wo sein Aas, die Phrase, den Hyänen am besten mundet.“

 
 

Eine schlimme Mischung: Arroganz plus Ignoranz

Der Fußball-Profi Thuram hat bei einem Bundesligaspiel seinem Gegenspieler ins Gesicht gespuckt und dafür vom DFB und von seinem Club eine deftige Geldstrafe und eine längere Sperre kassiert. Gut so! Einige kulturell herausragende Journalisten haben den Vorfall benutzt, um mal wieder ihrer Verachtung über den Fußball Ausdruck zu verleihen.

Ein gewisser Herr Horeni von der FAZ drückt sich wie folgt aus:

„Seit Generationen wird hemmungslos auf den Rasen gespuckt oder geschnäuzt, wie es das in keiner anderen Sportart gibt. Als ob sich nur im Fußball bis heute nicht herumgesprochen hätte, dass allein das Ausspuckn in unserer Kultur eine Abfälligkeitsbekundung ist. Die, die es heute auf dem Rasen vor Kameras tun, haben das als Kinder selbst im Fernsehen gesehen. Auf diesem Feld der Erziehung ist der Fußball eine große Wüste. Es bleibt ein Rätsel, weshalb die Bundesliga, die ein Premium- und Hochglanzprodukt sein will, auch diese Zumutungen nicht längst ahndet. Die Zeit dafür ist überfällig.“

Sehr geehrter Herr Horeni, würden Sie bitte zur Kenntnis nehmen, dass 98 Prozent der Fußball-Anhänger kein Premium- und Hochglanzprodukt wollen und dass sich, weil auf dem Rasen gerannt und gefightet wird, im Körper der Fußballer jede Menge Flüssigkeit bildet, die über die Poren und eben über den Mund ausgeschieden werden muss. Warum fordern Sie nicht auch eine Bestrafung dafür, dass Fußballer sich während des Spiels immer mal wieder an die Hoden (Fußballer sagen „an den Sack“) fassen oder unfreundlich bis aggressiv auf Gegenspieler oder den Schiedsrichter reagieren? Da Sie von „unserer Kultur“ sprechen, fordern wir Sie auf, sich in das Feuilleton der FAZ versetzen zu lassen; dort können Sie dann voller Begeisterung über Theaterstücke berichten, bei denen auf der Bühne gekackt wird.

Und noch ein Wort zu unseren Kindern: Uns ist es lieber, wenn unsere Kinder jeden Tag Fußball spielen und spucken, als dass sie auch noch diese Zeit in der Fernseh- oder Internetkultur mit Pornos und brutalster Gewalt verbringen.

 

Der Kontinent der Zukunft: E u r o p a !!!!!!

Endlich ist für den Brexit eine für beide Seiten vernünftige Lösung vereinbart worden und wir können uns mit wichtigeren Themen befassen. (Die Briten sind wirtschaftlich ohne starke Partner nicht überlebensfähig und werden in spätestens zehn Jahren wieder an die Tür der EU klopfen)

Die EU besteht aus 27 Ländern: Belgien + Bulgarien* + Dänemark* + Deutschland + Estland + Finnland + Frankreich + Griechenland + Irland + Italien + Kroatien* + Lettland + Litauen + Luxemburg + Malta + Niederlande + Österreich + Polen* + Portugal + Rumänien* + Schweden* + Slowakei + Slowenien + Spanien + Tschechei* + Ungarn* + Zypern. (* noch ohne Euro)

Weitere Länder aus dem ehemaligen Jugoslawien und aus Südosteuropa wollen in die EU und werden – falls sie die Bedingungen der EU erfüllen – in den nächsten zehn bis 15 Jahren auch aufgenommen. Selbst die Mitgliedschaft der Türkei ist nicht für alle Zeiten ausgeschlossen und wenn Russland sein rechtsstaatliches Niveau sukzessive auf EU-Niveau anhebt und mit neuen Verträgen jedwede militärische Bedrohung ausschließt – dann wird auch für viele europäische Russland-Fans ein Traum wahr, dessen Realisierung die älteren Fans, wenn kein Wunder geschieht, aber nicht mehr erleben werden.

Der Euro entwickelt sich zur stabilsten und seriösesten Währung der Welt und alle EU-Mitglieder, die ihre Hausaufgaben machen (Schulden abbauen und Vermögen aufbauen) können Teil der Euro-Zone werden.

Natürlich gibt es noch wahnsinnig viel zu tun; einige Beispiele:

  • Die Amerikaner müssen verpflichtet werden, sich den Entscheidungen der Nato zu unterwerfen. Andernfalls muss die EU eine eigene neue Verteidigungsgemeinschaft bilden. Weltweite Atomwaffensperrverträge und Nichangriffspakte müssen auf der Agenda der EU ganz oben stehen.
  • Die EU muss alles daran setzen, mit den USA in Frieden und Freundschaft zu leben. Wie es sich unter Freunden gehört, m ü s s e n die USA endlich internationales Recht anerkennen und respektieren. Es ist völlig inakzeptabel, dass die USA seit Jahrzehnten immer mehr versuchen, amerikanisches Recht auf die ganze Welt auszudehnen. Die Amerikaner entscheiden: Wer immer mit dem Iran oder Venezuela Handel betreibt, wird bestraft und zwar weltweit! Solche extraterritorialen Sanktionen sind rechtswidrig. So geschieht es mit der Gas-Pipeline Nordstream II: Mit der niedlichen Begründung, dass Deutschland sich nicht von russischem Gas abhängig machen dürfe, drohen die Amerikaner mit w e l t w e i t e n Sanktionen gegen alle an dem Projekt beteiligten Personen und Firmen. Jedes Kind dürfte wissen, dass die Amerikaner ihr eigenes Gas und Öl verkaufen wollen. Endlich hat jetzt der deutsche Außenminister Klartext geredet und die Drohungen der USA deutlich zurückgewiesen. (Deutschland hätte übrigens genug Alternativen, sollte Nordstream II ausfallen)
  • Die EU hat gute Gründe, die jetzt gesteckten Klimaziele zu erreichen. Die Kunst der Politiker wird darin bestehen, die wirtschaftliche und technologische Entwicklung ebenfalls voranzutreiben und gewissen Wachstumskritikern klarzumachen, dass ohne Wachstum in der Privatwirtschaft keine ausreichenden staatlichen Investitionen in die Sozialbudgets, in die Forschung und Entwicklung, in die Beseitigung der auch in Europa existierenden Armut, in die Klimarettung und in vieles andere mehr möglich sind.
  • Es ist unabdingbar, dass die EU-Länder außenpolitisch eine Sprache sprechen und das gilt besonders für Nordafrika und den Nahen Osten. In Lybien ist ein Macht-Vakuum enststanden, weil die Europäer keine gemeinsame Linie gefunden haben und Russland und Türkei plötzlich vor Ort sind.
  • Europa muss versuchen, mit der Weltmacht China konstruktiv und selbstbewusst zusammenzuarbeiten. In den aktuellen Verhandlungen mit China über ein Wirtschaftsabkommen geht es voran und die EU hat dabei keinen Grund, sich wegzuducken. Auch mit den anderen starken Ländern Asiens (Indochina, Korea, Japan u.a.) brauchen wir glasklare und langfristige Verträge über Handelsbeziehungen.
  • Wir müssen das für viele Europäer immer noch lebenswichtige friedliche Christentum ebenso beschützen wie andere friedliche Religionen, die unsere Grundrechte und unsere Gesetze respektieren.
  • In den europäischen Ländern ist das Schulsystem ineffektiv und ungerecht – Thema Chancengerechtigkeit! Das Ziel muss sein, dass alle Kinder bis zum Alter von 16 Jahren die gleichen Schulen besuchen: Kleinere Klassen mit maximal 20 Schülern; Hausaufgaben werden in der Schule unter Kontrolle der Lehrer erledigt; die Lehrer sind mitverantwortlich für die Zeugnisnoten; die Lehr- und Lerninhalte sind gründlich zu entrümpeln und pragmatisch zu gestalten; täglicher Mannschaftssport (kein Barrenturnen oder Schwimmen) ist das ideale Erziehungsmittel; mit 16 Jahren entscheiden die Schüler, ob sie in eine Berufsausbildung gehen oder über das Abitur in ein Studium. Nach der Ausbildung oder dem Abitur machen a l l e Schüler ein Pflichtjahr in einer sozialen Einrichtung in einem anderen europäischen Land (oder evtl. in einem Entwicklungsland). Das kann eine Erfahrung sein, die das ganze Leben prägt!

Es wird noch dauern! Aber eines Tages haben wir in ganz Europa nur noch eine Währung, das gleiche Steuerrecht in allen Ländern, die weltweit beste medizinische Betreuung und Rentner, die sich täglich zwischen Chor und Kartenspiel und Besuch im Fußballstadion und Theatergruppe und Bowling und einer Fahrt in die City mit dem E-Rollstuhl entscheiden müssen.

In ganz Europa soll natürlich Meinungsfreiheit herrschen. Aber wie schaffen wir es, den unsäglich brutalen und primitiven Porno- und Gewalt-Müll, der tagtäglich auf den Smart-Phones und Bildschirmen von Kindern und allen anderen Menschen landet und der den Gefängnissen und den Querdenkern und den Verschwörern und den radikalen Parteien die Menschen zutreibt – wie schaffen wir es, diesen Müll zu verbieten und die Meinungsfreiheit zu erhalten?

 

Die Lektion eines Schmetterlings

Eines Tages erschien eine kleine Öffnung in einem Kokon. Ein Mann beobachtete den künftigen Schmetterling für mehrere Stunden wie dieser kämpfte um seinen Körper durch jenes winzige Loch zu zwängen.

Plötzlich schien er nicht mehr weiterzukommen. Es schien, als ob er so weit gekommen war wie es ging, aber jetzt aus eigener Kraft nicht mehr weiter machen konnte.

So beschloss der Mann, ihm zu helfen. Er nahm eine Schere und machte den Kokon auf. Der Schmetterling kam dadurch sehr leicht heraus, aber er hatte einen verkrüppelten Körper, er war winzig und hatte verschrumpelte Flügel.

Der Mann beobachtete das Geschehen weiter, weil er erwartete, dass die Flügel sich jeden Moment öffnen, sich vergößern und sich ausdehnen würden um den Körper des Schmetterlings zu stützen und ihm Spannkraft zu verleihen. Aber nichts davon geschah.

Stattdessen verbrachte der Schmetterling den Rest seines Lebens krappelnd mit einem verkrüppelten Körper und verschrumpelten Flügeln. Niemals war er fähig zu fliegen.

Was der Mann in seiner Güte und seinem Wohlwollen nicht verstand war, dass das Ringen des Schmetterlings erforderlich ist, um durch die kleine Öffnung zu kommen. Es ist der Weg der Natur, um Flüssigkeit vom Körper des Schmetterlings in seine Flügel zu fördern.

Dadurch wird er auf den Flug vorbereitet, sobald er seine Freiheit aus dem Kokon erreicht.

Manchmal ist das Ringen genau das, was wir in unserem Leben benötigen. Wenn wir durch unser Leben ohne Hindernisse gehen dürften, würde es uns lahm legen. Wir wären nicht so stark wie wir sein könnten und niemals fähig zu fliegen. (Fundstück)

 

Fußball passt gut zu Weihnachten!

Überall auf der Welt bringt unser geliebter Fußball Glück und Frieden zu den Menschen. Völkerverständigung funktioniert mit Fußball besonders gut. Rassentrennung ist im Fußball völlig unmöglich. Kinder, Frauen und Männer, Schwarze und Weiße und Gelbe und Braune und Gemischte, Blinde und Behinderte und Rollstuhlfahrer, Muslime, Christen, Hindus, Juden und Gottlose, Akademiker und Schulabbrecher, schwarze, rote, gelbe und grüne Politiker und deren Anhänger – alle spielen friedlich miteinander Fußball oder gehen in die Stadien oder sitzen vor dem Fernseher.

Über drei Milliarden Menschen gehören zu dieser Gemeinde und es werden immer mehr!

Das beste Erziehungsmittel für Kinder ist Mannschaftssport wie Basketball und vor allem Fußball. Schickt eure Kinder ab sechs Jahre in einen Fußballverein und fünfzig Prozent einer positiven und konstruktiven Erziehung sind den Eltern damit abgenommen und Jugendliche haben weniger Zeit und Motivation, sich auf ihren Handys diese Berge von brutaler Gewalt und Hetze reinzuziehen.

Fragen Sie den UNO-Generalsekretär, wer der effektivste Friedensbringer weltweit ist!

99 Prozent der weltweiten Fußball-Fans sind friedlich und bleiben ihrem Fußball-Verein lebenslang treu und sie bleiben ihren Ehefrauen treu, wenn sie ihr Hobby uneingeschränkt geniessen dürfen!

In Wohnzimmern wird ebenso Fußball gespielt wie in Gärten und Parks oder an Stränden. Leider verschwinden in Deutschland immer mehr Plätze für Freizeitsportler – deshalb ist die Politik herzlich gebeten, hier gegenzusteuern!

Fußball ist ein wunderbares Vergnügen für Spieler und Fans. Wir sollten all die studierten Fußball-Journalisten in den Qualitätsmedien, die unseren Proleten-Sport verachten und die wegen der Spielergehälter vor Neid krank werden, nicht mehr beachten. Uns reicht der Kicker oder die regionale Zeitung.

(Auf den hasserfüllten Kommentar des „Qualitäts-Journalisten“ Horeni von der FAZ zur Spuck-Attacke von Thuram kommen wir zurück)

 

Solidarität in Corona-Zeiten

Jeder Mensch hat die Freiheit, sich solidarisch gegenüber seinen Mitmenschen zu verhalten, jedenfalls wenn er nicht in einer ausgesprochenen Diktatur lebt. Im konkreten Fall heißt das Maske tragen, Abstand halten. Christen sagen: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Andere sagen entsprechend: Jeder kann nur so frei sein, wie er die Freiheit des anderen nicht einschränkt.

Wenn dieser einfache Sachverhalt mit der Systemfrage verknüpft wird, wird die Eigenverantwortung des einzelnen Menschen in fahrlässiger Weise an Gesellschaftssystem abgegeben. Auf diese Weise wird angedeutet, dass in einem „modernen, menschlichen Sozialismus“, von dem keiner weiß, wie er konkret aussehen soll, mehr Solidarität möglich sei als in einem „auf Dauerkonsum getrimmten Kapitalismus“.

Abgesehen davon, dass jeder Sozialismus dieser Welt nur Leid und Not über die Menschen gebracht hat, fußte die Solidarität in den bisherigen sozialistischen Gesellschaftsordnungen zum größten Teil auf der Notgemeinschaft, die sich aufgrund von Mangelwirtschaft oder politischer Bedrängnis ergab. Und der zweifelsohne vorhandene ungebremste und kritikwürdige Egoismus eines kapitalistisch geprägten Gesellschaftsmodells schließt nicht aus, dass sich jeder Einzelne an den ungezählten Solidaritätsaktionen zum Beispiel in unserem Land beteiligen kann. (Gisela Zeh in C.i.G.)

 

Achtung, Zauneidechse!!

Elon Musk muss sich nicht vor Mercedes, BMW oder Volkswagen fürchten. Der gefährlichste Gegner des Tesla-Chefs ist die Zauneidechse. Hinter dem Tierchen stecken vermeintliche Naturschützer, die zum wiederholten Mal eines der größten Zukunftsprojekte in Deutschland torpedieren und einen Baustopp für Musks Gigafactory vor Gericht erstritten.

Der Tunnelbauer Martin Herrenknecht hat gesagt, China würde Deutschland als „lebendes Museum“ belächeln. Das hat damals Empörung hervorgerufen. Deutschland sei enorm attraktiv für internationale Investoren. Doch inzwischen ist der Wahnsinn die neue Wirklichkeit. Jetzt wollen diese Naturschützer den Bau eines Öko-Autowerks zu Fall bringen! Bei einer Umfrage würden heute 100 Prozent darauf wetten, dass am Ende eines jeden Vorhabens eine Gelbbauchunke, ein Wachtelkönig oder ein Kammolch auf einem Richtertisch landet.

Man hat sich leider an solche Zustände gewöhnt. Entweder scheitern solche Projekte an der Bürokratie oder an Miniatur-Umweltverbänden, denen eine gewaltige Macht zugewachsen ist. Seit das Verbandsklagerecht ausgeweitet wurde, kann jedermann – Hauptsache gut organisiert – Zukunftsprojekte zumindest ins Wanken bringen. Warum sich der Bundeswirtschaftsminister nicht zu Wort meldet, bleibt sein Geheimnis.

Vielleicht geht es Deutschland immer noch zu gut. Was die Grünen-Chefin Annalena Baerbock dazu denkt, wäre auch interessant. Sie traut sich zwar das Kanzleramt zu, aber wahrscheinlich nicht, den Aktivisten in den Arm zu fallen. Zu einflussreich sind die grünen Vorfeldinstitutionen geworden.

In Deutschland macht sich dafür ein ökonomischer Analphabetismus breit. Es stimmen die Verhältnisse nicht mehr. Die Belange von Naturschützern haben jedes Maß und die Mitte verloren. Die Politiker, die demokratisch gewählt sind, schauen dieser Entwicklung zu und fordern, man müsse nun endlich das Planungsrecht beschleunigen und vereinfachen.

Es geschieht aber zu wenig. Man fürchtet zu Recht die Macht der Aktivisten. Allen voran die der Deutschen Umwelthilfe, die Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder in Zwangshaft nehmen wollte. Der CSU-Chef ist demokratisch gewählt, die Umwelthilfe ist durch n i c h t s legitimiert und finanziert sich teilweise aus Abmahngebühren! Es war ein Fehler der Politik, diesen Vereinen die Verbandsklage als Folterwerkzeug in die Hand zu geben. Dieselben Politiker müssten nun den Mut aufbringen, das Rad wieder zurückzudrehen. Ob diese Kraft eine schwarz-grüne Regierung aufbringt? Wahrscheinlich ist es nicht. (Handelsblatt)

 

Kurz und interessant

= Griechenland ist auf gutem Weg: Nachdem die Dummschwätzer wie der von den deutschen Medien angehimmelte Finanzminister Varoufakis vom Acker gejagt wurden, hat sich die neue Regierung an die Arbeit gemacht. Jetzt lauten die Prioritäten: Produktivität, Investitionen, Bildung und weniger Bürokratie.

= Sagt Ihnen der Name „Claas“ etwas? Das ist ein sehr erfolgreicher deutscher Landmaschinenhersteller, dessen Geschäft in Osteuropa und in Nordamerika rasant wächst. So hat Claas im letzten Jahr 7000 Mähdrescher und 10.000 Traktoren ausgeliefert. Der Jahresumsatz belief sich auf vier Milliarden Euro.

Das deutsche Vorzeigeunternehmen Bosch setzte im Jahr 2019 73 Milliarden um und ZF Friedrichshafen 36 Milliarden und Continental 45 Milliarden. Der Optik-Konzern Carl Zeiss machte einen Jahresumsatz von 6,3 Milliarden Euro, sucht händeringend Mitarbeiter für die Halbleiter-Sparte und baut die Chip-Fetigung deutlich aus. Diese Erfolge sind nur möglich, weil jedes Jahr hohe Investitionen in Forschung und Entwicklung getätigt werden. „Schaffe – schaffe – Häusle baue“

= Hinterher wissen die Klugscheißer immer alles besser! Natürlich haben die deutschen Landesregierungen und die Bundesregierung in Sachen Corona nicht alles richtig gemacht. Es fehlten Erfahrungen mit einer solchen Pandemie; der gesundheitliche Schutz der Bürger stand im Vordergrund; die drastischen Einschränkungen der Wirtschaft mussten halbwegs aufgefangen werden und die Einkommensverluste vieler Bürger und tausender Kleinbetriebe verursachten Ausgleichszahlungen in Milliardenhöhe, die nur über neue Schulden aufzubringen waren.

Von den ignoranten und gefährlichen Querdenkern und der Mehrheit der AfD-Mitglieder abgesehen haben auch Wissenschaftler und Ärzte und Medien versucht, sich mit Kritik zu profilieren. Dazu gehört die FDP, die krampfhaft versucht, als Freiheitspartei zu glänzen und ihren Vorsitzenden nur Müll absondern lässt. Noch dümmer hat sich der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, verhalten und gegen den harten Lock-Down polemisiert.

Nebenbei sei noch angemerkt, dass in den Kliniken und Pflegeheimen tausende Mitarbeiter und viele Ärzte einen ausländischen Pass haben oder eingewandert sind; ohne sie wäre die Katastrophe komplett. Dazu noch eine Frage: Wenn Corona-Leugner von der AfD infiziert ins Krankenhaus müssen, dürfen sie dann von einem „Ausländer“ behandelt oder gepflegt werden?

= Die Bundesregierung ist wegen der vorübergehenden Senkung der Mehrwertsteuer von allen Seiten kritisiert worden: „Völlig nutzlos und viel zu teuer.“ Jetzt wissen wir, dass auch diese Entscheidung geholfen hat. Sogar der SPIEGEL schreibt: „Die Senkung der Mehrwertsteuer scheint tatsächlich gewirkt zu haben. Ihre Rücknahme zum Jahresende könnte die Erholung allerdings belasten.“ Immerhin ein halbes Lob!

= Was ist los? Es gibt noch einen SPIEGEL-Text, den man zitieren sollte:

„Wer bisher Angst hatte, unter einer grünen Regierung würde alles verboten, der wird von „Ökoflex“ mit Slogans belehrt:

„Tempolimit sofort! Außer man hat`s eilig.

Kein Nackensteak! Außer man hat Hunger.

Keine Plastiktüten! Außer man muss was schleppen.

Flugreisen pfui! Außer es geht in den Urlaub.

Frauen an die Spitze! Wenn kein Mann bereit steht.

Absolute Prinzipientreue! Außer man will regieren.“

= Im Jahr 2012 lebten 87,8 Millionen Chinesen unter der Armutsgrenze von 1,90 Dollar pro Tag. Im Jahr 2018 waren es noch 3,7 Millionen.

 
 
 

Daniel Kehlmann über Peter Sloterdijks Buch: „Den Himmel zum Sprechen bringen“

„Das Buch endet mit einem Plädoyer, nicht für die Abschaffung, sondern für die „überraschende, erhebende, skandalöse Nutzlosigkeit“ der Religion in der säkulären Gesellschaft. „Was von den historischen Religionen bleibt, sind Schriften, Gesten, Klangwelten, die noch den einzelnen unserer Tage gelegentlich helfen, sich mit aufgehobenen Formeln auf die Verlegenheit ihres einzigartigen Daseins zu beziehen. Das Übrige ist Anhänglichkeit, begleitet vom Verlangen nach Teilhabe.“

Dieser schlechthin perfekten Formel ist nicht hinzuzufügen, ausser vielleicht, dass ein Bewusstseinszustand, der solch ein Buch hervorbringen kann – so heiter gelassen, so freundlich gegenüber Gemütsverfassungen, die er als überwunden erkennt -, vielleicht wirklich das letzte Stadium auf dem langen Weg der Aufklärung ist: nicht die Bekämpfung der Religion, wie sie Voltaire und Diderot noch vorschweben musste, sondern deren spöttische, fröhliche Wertschätzung als faszinierendes Relikt. Erst wenn so etwas möglich ist, ist Gott wirklich tot. Und bei Gott, das wäre keine schlechte Nachricht.“ (NZZ)

 
 

Psychiater/Psychologen/Psychotherapeuten = Komiker mit Diplom

= Psychotherapeut Thorsten Kienast im FAZ-Interview: „Verschleiern Führungskräfte nicht nur ihr Einkommen, sondern auch ihren Charakter?“

= Ein Professor Doktor Cisik nennt sich selbst „Wirtschaftspsychologe“, hat vermutlich noch keine Firma von innen gesehen und präsentiert im ZDF einen Film mit dem Titel „In Deutschland führen m e i s t die Falschen.“

= Der Deutsch-Koreaner Byung Chul Han nennt sich „Müdigkeitstheoretiker“ und darf in der Süddeutschen Zeitung behaupten, dass die Individuen an den unmenschlichen Leistungsanforderungen des neoliberalen Kapitalismus leiden; der habe sich heimtückisch in die Seelen der Menschen eingeschlichen; wer Burnout hat und nicht revoltiert, ist Opfer unbewusster neoliberaler Selbstoptimierung.

= Ein Teilnehmer in der ARD-Sendung „Hart aber Fair“ wird wie folgt vorgestellt: „Professor Thomas Druyen – Vermögensforscher u. Professor für vergleichende Vermögenskultur und Vermögenspsychologie.“

= Schlagzeile FAZ: „Das sogenannte Böse.“ Einleitung: „Verbrecherhirne haben mit Managerhirnen oft erstaunlich viel gemeinsam. Solche Psychopathen sind auch behandelbar. Es kommt darauf an, die Formbarkeit des Geistes zu verstehen.“ (Frage an die FAZ: Wie sieht es in den Gehirnen Ihrer Redaktuere aus?)

= Die ZEIT berichtet über die Diplompsychologin, Sexualtherapeutin und selbsternannte „Genussforscherin“ Christine Baumanns. Als ein bekannter Fernsehschauspieler seine Seitensprünge öffentlich bereut hatte, hakte die „Bild“-Zeitung nach: „Bleiben Bordelle und andere Frauen nicht weiterhin ein Reiz für den Mann?“ Darüber musste „die renommierte Ehe-Therapeutin“ nicht lange nachdenken: „Doch, schon. Aber er weiß: Geht er wieder fremd, hat er seine Familie verloren. Das ist kein schnelles Abenteuer wert.“ Frau Baumanns empfahl der Ehefrau des Schauspielers, sie müsse nun wieder „ihre weibliche Seite betonen“, um weiteren Eskapaden vorzubeugen.

= Der amerikanische Wirtschaftspsychologe Babiak will herausgefunden haben, dass Chefetagen oft von dissozialen Personen besetzt sind, die zwar auf den ersten Blick visionär und freundlich wirken, in Wirklichkeit aber narzisstisch und nicht ungefährlich sind. Sein Fazit: Für einen guten Teamgeist ist ein Würstchen als Boss viel vorteilhafter. (Kommentar: Das mein der Typ ernst!)

= Inzwischen werden Psychologen und Therapeuten als Experten im Bereich Wirtschaft herangezogen!! So titelt die Süddeutsche Zeitung: „Geld macht f a u l !! Psychologen warnen: Gehaltserhöhungen können Motivation und Leistung senken!“ (Kommentar: Ist das nicht niedlich! Da sitzt ein Forscher in seinem Gelehrten-Kämmerlein und denkt sich was: Ich bin motiviert und leiste viel, weil ich eine Gehalterhöhung will und wenn diese Erhöhung kommt, dann habe ich mein Ziel erreicht, lasse meine Motivation sausen und werde faul!“

Der Psychologe Chris Chamberts über „Die sieben Todsünden der Psychologie. Auch in der Wissenschaft wird getrickst, geschummelt und manchmal sogar betrogen. Aber kaum eine Disziplin ist anfälliger dafür als die empirische Seelenkunde.“

Chamberts hat die schlimmsten Verfehlungen zusammengefasst und fordert eine Reform seines Fachs. (FAZ)

 

Nur ein Vogelschiss

Noch viele Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg wurde von Medien, Historikern, Offizieren der Bundeswehr und Politikern das Märchen von der „Sauberen Wehrmacht“ und der Präventivkriegs-These (Aktion Barbarossa) verbreitet. Ein paar Notizen dazu:

  • Für den prominenten CDU-Politiker Alfred Dregger waren die eigentlichen Opfer des Krieges die Soldaten der Wehrmacht und nicht deren Blutspur von 62 Millionen Kriegstoten im überfallenen Europa.
  • Der oberste Befehlshaber der Wehrmacht war Adolf Hitler, dessen direkter Untergebener war der Oberkommandierende der Wehrmacht W. Keitel. Hitler direkt unterstanden auch der Generalinspekteur der Panzertruppen (Guderian), der Chefadjutant der Wehrmacht (Schmundt) und der Reichsführer SS (Himmler).
  • Deutsche Militärrichter haben ungefähr 30.000 Todesurteile während des Zweiten Weltkriegs gefällt; etwa 20.000 davon sind vollstreckt worden. Etwa drei Viertel der 3000 Richter, Ankläger und Rechtsberater der Wehrmacht sind nach 1945 in das Rechtssystem der Bundesrepublik übernommen worden.
  • General Karl von Roques, Befehlshaber des rückwärtigen Heeresgebiets Süd, erließ am 16. August 1941 folgende Anordnung: „Sabotageakte sind, sofern der Täter nicht zu ermitteln ist, den Juden und Russen zur Last zu legen.“
  • Generaloberst Hermann Hoth, Oberbefehlshaber der 17. Armee erklärte seinen Soldaten „die Notwendigkeit harter Maßnahmen gegen Volks- und artfremde Elemente“ mit folgendem Befehl: „Die Ausrottung der jüdischen Menschenklasse ist ein Gebot der Selbsterhaltung.“
  • Die Blockade Leningrads wurde lange tabuisiert. Mit 1 bis 1,2 Millionen zivilen Toten war die Belagerung Leningrads durch die deutsche Wehrmacht eines der großen Verbrechen des Zweiten Weltkriegs. Stalins Hass auf Leningrad beförderte Hitlers Vernichtungspläne.

Raul Hilberg, der Pionier der internationalen Holocaust-Forschung, schreibt zur „sauberen Wehrmacht“:

„Doch wie auch immer in einzelnen Fällen die jeweiligen Befehlshaber handelten – letztlich beteiligte sich die Wehrmacht am Prozess der Judenvernichtung so wie jeder andere Machtapparat im „Dritten Reich“: ob bei der „Arisierung“ von jüdischen Geschäften in Frankreich oder bei der Regelung jüdischer Zwangsarbeit im Osten; ob durch die eigenmächtige Tötung von Juden oder durch die vielfältige Unterstützung der Sicherheitspolizei bei der Judenvernichtung. Ein SS-Sonderkommando hielt seine Erfahrung mit der Wehrmacht in einem kurzen Satz fest: „Wehrmacht erfreulich gute Einstellung gegen Juden.“

 

Der Fall Iran

Die islamische Revolution begann vor über 40 Jahren: Mit einem Brandanschlag auf ein Kino in der Stadt Abadan, bei dem über 400 Menschen ums Leben kamen, eröffneten die Mullahs das Feuer. Der Anschlag sollte dem Geheimdienst des Schahs in die Schuhe geschoben werden, um das Volk aufzuwiegeln. (Über 100 weitere Kinos wurden danach niedergebrannt)

Khomeiny übernahm mit seinen Revolutionsgarden die Macht. Die Scharia wurde das neue „Grundgesetz“. Der jeweilige Revolutionsführer ist nicht nur Stellvertreter des seit dem Jahr 941 in der Verborgenheit weilenden zwölften Imams, der am Ende der Zeiten wiederkehren wird, sondern er zeichnet sich auch durch eine „besondere Nähe zu dem Verborgenen aus“. Deshalb ist er nicht nur, wie die Verfassung sagt, der oberste, sondern der „absolute Rechtsgelehrte“ (wali-jemotlagh), der als nahezu unfehlbar gilt.

Die Menschenrechtlerin und Rechtsanwältin Nasrin Sotoudeh ist seit über zwei Jahren im berüchtigten Evin-Gefängnis inhaftiert. Sotoudeh wurde vor acht Jahren vom Europäischen Parlament mit dem Sacharow-Preis geehrt. Ihr Einsatz für Meinungsfreiheit brachte sie mehrfach hinter Gitter; schließlich wurde sie im Juni 2018 erneut verhaftet und neun Monate später zu 38 Jahren Haft und 148 Peitschenhieben veurteilt – u.a. wegen „Ermutigung zur Prostitution“, weil sie Frauen verteidigt hatte, die an Protesten gegen den Kopftuchzwang teilgenommen hatten.

Im November 2019 protestierten landesweit Zehntausende gegen das Regime. Sicherheitskräfte schlugen die Proteste brutal nieder. Tausende wurden verhaftet. Menschenrechtler schätzen, dass mehr als 300 Personen der Gewalt des Sicherheitsapparats zum Opfer fielen, darunter auch Kinder. Nach den Protesten wurden Gefangene gefoltert, ausgepeitscht, mit Elektroschocks, Scheinhinrichtungen und sexueller Gewalt traktiert. Mit Folterungen werden Geständnisse erzwungen, die dann zur Begründung von Todesurteilen dienen.

Um Nasrin Sotoudeh gefügig zu machen, wurde sogar ihre Tochter vorübergehend festgenommen; Sotoudehs Ehemann berichtete auf seiner Facebook-Seite, dass er seine Frau seit acht Monaten nicht mehr sehen durfte; er kann lediglich dreimal wöchentlich für zehn Minuten mit ihr telefonieren.

Nasrin Sotoudeh forderte auch die Freilassung von Ahmad Reza Jalali; der Arzt und schwedisch-iranische Doppelstaatler ist wegen Spionagevorwürfen von der Hinrichtung bedroht.

Die Iranerin und Trägerin des Friedensnobelpreises Shirin Ebadi hatte schon vor Jahren auf tausende Verhaftete der Protestbewegung, auf Folter, zahlreiche Hinrichtungen, Vergewaltigungen in den Gefängnissen und die offenen oder verdeckten Menschenrechtsverletzungen im Iran hingewiesen.

Tausende iranische Mädchen unter 15 Jahren werden zwangsverheiratet. Die Scharia erklärt, dass Mädchen ab dem 13. und Jungen ab dem 15. Lebensjahr heiratsfähig sind. Opfer sind oft die Kinder armer Eltern, die gegen ein hohes Brautgeld vermählt werden.

Vor wenigen Tagen wurde der Journalist und Blogger Ruhollah Zam im Iran hingerichtet. Er wurde gehängt.

Ruhollah Zam war 2009 nach Frankreich geflüchtet und hatte dort Asyl erhalten. Er lebte unter Polizeischutz, bis er 2019 in den Irak reiste, um dort einen Unterstützer für die Gründung eines Fernsehkanals zu treffen. Zam wurde von iranischen Revolutionsgarden gekidnappt und in den Iran gebracht.

 

Kurz und interessant

= Jeden Tag werden in den USA circa 230 Menschen durch Kugeln verletzt – das sind circa 84.000 pro Jahr !

= Schlagzeile Süddeutsche Zeitung: „Pflichtsieg mit Metaebene. Freiburg gelingt gegen Bielefeld ein langersehnter banaler Erfolg.“ Wenn sich ein gebildeter Journalist der Süddeutschen Zeitung mit dem Proletensport Fußball befasst, dann muss er seine überragende Bildung glänzen lassen.

= Der englische Kulturminister hat auf dem Höhepunkt der Corona-Krise Prioritäten gesetzt und keine zusätzlichen Subventionen für die Theater genehmigt. Begründung: Man soll „nicht gutes Geld schlechtem hinterherwerfen.“

= Der „Paritätische Wohlfahrtsverband“, dessen Chef Mitglied der Partei Die Linke ist, behauptet in seinem aktuellen Armutsbericht, dass die Armutsquote mit 15,9 Prozent auf den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung gestiegen ist. Der Verband definiert Armut mit einem Einkommen von unter 60 Prozent des Durchschnittseinkommens. Wenn also das durchschnittliche Einkommen auf z.B. 120.000,– Euro gestiegen ist, dann ist man mit einem Einkommen von unter 72.000,- Euro arm. Die immer noch vorhandene Armut in Deutschland kann nicht mit falschen Zahlen bekämpft werden.

= Die Bill & Melinda Gates Foundation hat weitere 250 Millionen Dollar für die Verteilung von Covid-19-Impfstoffen gespendet; damit erreicht das finanzielle Engagement des Ehepaares allein für die Bekämpfung der Pandemie 1,75 Milliarden Dollar. Die Gates-Stiftung unterstützt seit Jahren die Bekämpfung von Seuchen und Pandemien mit vielen Milliarden Dollar – vor allem in Entwicklungsländern.

= „El Mundo“ aus Spanien schreibt: „Boris Johnson hat nach der anfänglichen Leugnung der Pandemie nun auf chauvinistische Propaganda umgeschaltet. Von der Rücksichtslosigkeit Johnsons hebt sich Angela Merkel ab. Ihre Rede im Bundestag war ein Beispiel für Verantwortung. Im Gegensatz zu anderen führenden Politikern nimmt sie die Regierungsaufgaben wahr, statt in Propaganda zu flüchten. Sie zeichnet sich durch klare Botschaften auf Grundlage wissenschaftlicher und gesundheitlicher Kriterien aus.“

= Mit einem Spendenaufruf sollten in New York drei Millionen Dollar eingesammelt werden, damit das Geburtshaus von Donald Trump gekauft und an Trump zurückgeschenkt werden könnte. Nach vier Wochen sind Spenden von insgesamt 100 Dollar eingegangen.

= Bei den Protesten gegen den Ausbau der Autobahn im Dannenröder Forst sind 1550 Ordnungswidrigkeiten und 450 Straftaten (Landfriedensbruch und tätliche Angriffe auf Polizisten und versuchte Tötungsdelikte) festgestellt worden. Mehr als 80 Polizisten sind verletzt worden.

= Die französische Zeitung „L`Alsace“ zum geplanten Gesetz gegen den Fundamentalismus: „Laizismus ist das Bollwerk. Er muss ermöglichen, dass in den schulischen Einrichtungen ebenso über den Holocaust wie über die Freiheit der Karikatur unterrichtet wird. Und er muss ermöglichen, dass Mädchen und Jungen, Frauen und Männer sich ein Schwimmbad teilen.“

= Die Quarantäneregeln in Taiwan sind e x t r e m streng. Jeder noch so kleine Vorstoß wird geahndet. Seit April hat es keine Ansteckung mit Corona mehr gegeben. (FAZ)

 

Kluge Worte

= Martin Luther King: Die Botschaft von Weihnachten: Es gibt keine größere Kraft als die Liebe. Sie überwindet den Hass wie das Licht die Finsterniss.

= Mahatma Gandhi: Ich verstehe das Wort Religion in einem größeren Sinne als Selbsterkenntnis und innere Entfaltung.

Eine tiefere Kenntnis der Religionen erlaubt, die Schranken niederzureißen, die sie trennen.

= Paramahansa Yogananda: Wenn ihr geliebt werden wollt, dann beginnt damit, andere zu lieben, die eure Liebe brauchen….. Wenn ihr Mitgefühl von anderen erwartet, so beginnt damit, auch anderen gegenüber Mitgefühl zu zeigen. Wenn ihr geachtet werden wollt, so lernt zunächst, alle anderen Menschen, ob jung oder alt, zu achten….. Vergesst nie, dass ihr selbst zuerst jene Eigenschaften besitzen müsst, die ihr von anderen erwartet; dann werdet ihr feststellen, dass sich andere euch gegenüber in gleicher Weise verhalten.

= Joseph Goldstein: Nach Aussage des Buddha macht die Nächstenliebe die wahre Schönheit des Menschen aus. Es ist die Güte, die wirklich aus dem Inneren des Menschen hervorleuchtet. Dies ist einer der größten Beiträge, die wir zum Leben der Welt leisten können, denn unsere Haltung des Nichtverletzens bietet den Menschen um uns herum das Geschenk der Sicherheit und des Vertrauens an.

= Die Mutter teilt das Kind im Bauch. Die Mutter teilt die Nahrung. Teilen ist ein Liebesakt. Du musst respektieren; du musst die Natur respektieren, du musst deine Mitarbeiter respektieren, du musst deine Konkurrenten respektieren. Respekt ist ein Liebesakt. (Fundstück)

= Sai Baba: Wo Vertrauen ist, dort ist Liebe. Wo Liebe ist, dort ist Frieden. Wo Frieden ist, dort ist Wahrheit. Wo Wahrheit ist, dort ist Glückseligkeit. Wo Glückseligkeit ist, dort ist Gott.

= Gewaltlosigkeit bedeutet nicht Nichthandeln. Gewaltlosigkeit bedeutet, liebevoll und mitfühlend zu handeln. In dem Augenblick, in dem wir das Handeln einstellen, untergraben wir das Prinzip der Gewaltlosigkeit.

In jedem von uns steckt Gewaltlosigkeit und Gewalt. Durch Achtsamkeit können wir beginnen, die Gewalt, die Kriege in uns selbst in Liebe, Verständnis und Mitgefühll umzuwandeln. (Fundstück)

= Liebe ist eine zu allen Zeiten reife Frucht. Und in der Reichweite jeder Hand. (Mutter Teresa)

= Das Vorhandensein des Todes zwingt uns, entweder freiwillig auf das Leben zu verzichten oder unser Leben so umzugestalten, dass wir ihm einen Sinn verleihen, den der Tod ihm nicht rauben kann. (Leo Tolstoj)

= Ganz gleich, wie viele heilige Worte du liest, ganz gleich, wie viele du sprichst – was für einen Wert haben sie für dich, wenn du nicht nach ihnen handelst? (Dhammapada)