Schrott oder Meisterwerk ?

Die Berliner Charitè will diesen Betonbunker abreißen. Die Kulturbonzen bezeichnen den Bunker als „Meisterwerk der deutschen Betonmoderne“ und wollen den Abriss verhindern. Wer hat recht ?

 
 

Die Welt ist ein Dorf

Ein kleiner Schritt aus dem Mittelalter: Saudi-Arabien will öffentliche Auspeitschungen abschaffen. Wer mit einem Artikel Anstoß unter den erzkonservativen Religionsgelehrten erregt, in der Öffentlichkeit Alkohol trinkt oder außereheliche Beziehungen hat, soll künftig nicht mehr auf diese Weise bestraft werden. Außerdem darf eine Tat, die vor der Vollendung des 18. Lebensjahres begangen wurde, nicht mehr mit der Todesstrafe bestraft werden. Für Volljährige bleibt die Todesstrafe bestehen; im vergangenen Jahr wurden nach offiziellen Mitteilungen 184 Personen in Saudi-Arabien hingerichtet. Die Dunkelziffer ist groß. Über in den Gefängnissen praktizierte Folter wird nicht gesprochen.

 
 
 
 

Die Welt ist ein Dorf

Die blanken Füße der Congo-Tänzerin aus Panama folgen dem Rhytmus der Trommeln, klatschende Hände fordern sie zu immer mehr Tempo heraus. In der nördlichen Küstenstadt Portobello tanzen die Menschen den Tanz ehemaliger afrikanischer Sklaven zum „Festival de Diablos y Congos“. Der Tanz erzählt von der „Reina Conga“, Königin der Congos, die die Menschen vor einem umhergehenden Teufel retten muss. Die Männer kreisen um die Frauen, die diese jedoch mit wallenden Röcken auf Abstand halten. (Kontinente).

 
 

Nur ein Vogelschiss

  • „Nur wenige Kinder überlebten in Lagern. Aus Belgien wurden 4918 Kinder im Alter bis zu 15 Jahren nach Auschwitz deportiert, 53 kehrten zurück.“ (Aus „Die Vernichtung der Juden“ von Raul Hilberg)
  • „Im KZ Stutthof (einem „kleineren“ KZ) waren im Laufe seiner Existenz etwa 3000 SS-Leute tätig; von diesen wurden in der Bundesrepublik v i e r vor Gericht gestellt und zu drei bis zwölf Jahren Gefängnis verurteilt. Der Kommandant Hoppe erhielt 9 Jahre wegen Beihilfe; das Gericht hielt ihm zugute: „…..ihm ist zu glauben, daß er nicht habe begreifen können, daß diese Menschen, nur weil sie Juden waren, getötet werden sollten.“ Der Kommandant ließ also morden und vergasen „entgegen seiner inneren Einstellung“. Nur, er hat „nicht die sittliche Kraft gefunden…., sich dem ihm angesonnenen Unrecht zu entziehen.“ (Aus „Die Kleinbahn hält noch immer im Stutthof Waldlager“ von H.J. Schneider in der F.R. vom 6.2.1993)
  • „Wir haben diese Schuld (die Verbrechen im 3. Reich) wie kein anderes Volk auf der Erde versucht aufzuspüren. Was an strafrechtlicher Aufarbeitung geleistet worden ist, das ist einmalig. Und trotzdem wird immer noch über einen ganzen Geschichtsabschnitt – und über Menschen, die tot sind! – in einer Weise gesprochen, als handle es sich um ein Verbrecherkollektiv.“ (Diese im Jahr 1996 in der WELT a.S. getätigte Aussage stammt nicht vom AfD-Chef Gauland, sondern vom damaligen Vizepräsidenten des Deutschen Bundestages Hans Klein).
  • Der 5. Strafsenat des Bundesgerichtshofes in einer Urteilsbegründung im Jahr 1996: „Die vom Volksgerichtshof gefällten Todesurteile sind ungesühnt geblieben, keiner der am Volksgerichtshof tätigen Bundesrichter und Staatsanwälte wurde wegen Rechtsbeugung verurteilt, ebensowenig Richter der Sondergerichte und Kriegsgerichte. Die Nationalsozialistische Gewaltherrschaft hatte eine „Perversion der Rechtsordnung“ bewirkt, wie sie schlimmer kaum vorstellbar war, und die damalige Rechtsprechung ist angesichts exzessiver Verhängung von Todesstrafen nicht zu Unrecht als „Blutjustiz“ bezeichnet worden.“
  • Bericht der Westfälischen Rundschau August 1996: „Zur Zeit der Einstellung des deutschen Verfahrens gegen den SS-Hauptsturmführer Priebke im Jahr 1971 ist die verantwortliche Staatsanwaltschaft Dortmund von früheren Nationalsozialisten geleitet worden.Die Zentralstellen des Landes NRW zur Verfolgung nationalsozialistischer Massenverbrechen bei den Staatsanwaltschaften Dortmund und Köln wurden bis in die siebziger Jahre von früheren Nazis geführt. Auch die Generalstaatsanwälte dieser Jahre in Hamm und Köln, bei denen die Dienstaufsicht über die o.g. Zentralstellen des Landes lag, haben vor 1945 sämtlich der NSDAP und anderen NS-Organisationen wie SA und National-Sozialistischer Richterbund (NSRB) angehört. Bei der Einstellungsentscheidung Priebke sind wichtige italienische Akten unberücksichtigt geblieben – das heißt konkret: unübersetzt in der Ablage verschwunden; diese Unterlagen hätten aber einen Mordvorwurf gegen Priebke gerechtfertigt.“
  • „Eines Tages begaben sich zwei Buna-Häftlinge – Dr. Raymond von der Straaten und Dr. Fritz Löhner-Beda – an ihre Arbeit, als eine aus IG-Farben-Größen bestehende Besuchergruppe des Weges kam. Einer der Direktoren wies auf Dr. Löhner-Beda und sagte zu seinem SS-Begleiter: „Diese Judensau könnte auch rascher arbeiten.“ Darauf bemerkte ein anderer IG-Direktor: „Wenn die nicht mehr arbeiten können, sollen sie in der Gaskammer verrecken:“ Nachdem die Inspektion vorbei war, wurde Dr. Löhner-Beda aus dem Arbeitskommando geholt, so geschlagen und mit Füßen getreten, daß er als Sterbender zu seinem Lagerfreund zurückkam und sein Leben in der IG-Farbenfabrik Auschwitz beendete.“ (Aussage des überlebenden Zeugen van der Straaten im Nürnberger Prozess nach Raul Hilbergs „Die Vernichtung der Juden.“)
  • „Fritz Löhner-Beda schrieb hunderte Texte zu Liedern und Operetten (Was machst du mit dem Knie lieber Hans + Blume von Hawai + Das Land des Lächelns). Die Top-Manager, die seine Ermordung verschuldeten, sind namentlich bekannt: Dürrfeld, Ambros, ter Meer, Krauch und Bütefisch.“ (Aus „Vom Land des Lächelns nach Auschwitz“ von Otto Köhler in der ZEIT).
 
 
 

Schaffen wir das ?

Noch acht mal schlafen bis zur Fortsetzung der Bundesliga-Saison !!! Ich habe die endlose Zeit ohne Fußball nur mit gößter Mühe überstanden. Ich bin meiner Frau enorm auf den Wecker gegangen und habe meinen Rotwein-Konsum verdoppelt; jeden Tag lange Spaziergänge in der wunderbaren Natur haben mich besänftigt; die Programme im deutschen Zwangsfernsehen haben mich ebenso gelangweilt wie die Lektüre der Zeitungen und Zeitschriften, die ausschließlich über Corona berichtet haben.

Getröstet hat mich der Gedanke, dass mindestens 25 Millionen Menschen in unserem Land mit mir gelitten haben und jetzt mit mir aufatmen.

Was treibt eigentlich all diese Experten, Professoren, Journalisten und sogenannten Wissenschaftler an, bei jeder unpassenden Gelegenheit über unseren geliebten Fußball herzufallen ? Ist das Wichtigtuerei oder nur Dummheit ? Geht es um Honorare ? Ist es Neid auf die Gehälter der Profis?

Auch Profis und Trainer wollen sich mit gehobenen Aussagen wichtig machen; das hört sich dann so an: „Der Fußball muss sich auch selbst hinterfragen.“ Eine gewisse Anja Stahmann ist Vorsitzende der Sportministerkonferenz, kommt sogar mit Foto in die Zeitung und darf dort absondern: „Manche denken, die Liga habe die Bodenhaftung verloren in Zeiten einer Pandemie.“

Auf unterstem Niveau argumentiert ein Herr Hans-Jürgen Jakobs, der sich als „Senior Editor“ des Handelsblatts vorstellt: „Doch ist die Liga das viele TV-Geld auch wirklich wert ? Nein, das Modell, den Wert der Liga über kunstvoll geführte Rechte-Auktionen alle vier Jahre in astronomische Höhen zu treiben, sich ansonsten aber viel Missmanagement leisten zu können, ist an ein Ende gekommen. Es gibt auch eine Wahrheit hinter dem Virus.“ Will dieser Herr Editor die soziale Marktwirtschaft abschaffen ? Hat der Herr schon mal was Angebot und Nachfrage gehört ? Oder davon, wieviel Arbeitsplätze der Fußball geschaffen hat und wie viele Millionen der Fußball an Steuern und Abgaben zahlt ?

Ich fordere all diese Editoren und Intellektuellen und Klugscheißer auf, mal darüber nachzudenken, welche gesellschaftspolitische und soziale Bedeutung der Fußball in der ganzen Welt mit ca. zwei Milliarden Fußball-Fans hat. Ohne unseren geliebten Fußball würden Typen wie ich wahrscheinlich aus lauter Langeweile oder Frust zu Alkoholikern oder Anhängern radikaler Parteien.

Wir (etwa zwei Milliarden Menschen weltweit) lieben dieses Spiel ! Wir sind stolz darauf, dass dieser Sport den Rassismus und den Neonazismus bekämpft und Menschen aller Nationen und Hautfarben friedlich zusammenbringt und in vielen Ländern dabei hilft, politische Konflikte zu lösen. Wir singen zusammen und wir lachen und weinen zusammen und das mit einer Loyalität, die lebenslang anhält und oft sogar an die Kinder vererbt wird.

 
 

Kurz und interessant

= Japans Bevölkerung altert stark. Die Zahl der Kinder bis 14 Jahre sank zum 1. April 2020 zum Vorjahr um 200.000 auf ein Rekordtief von 15,1 Millionen. Die Zahl der Kinder schrumpft seit 40 Jahren und ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung beträgt nur noch zwölf Prozent. Über ein Viertel der Bevölkerung ist über 65 Jahre alt. Die Zahl der Einwohner von aktuell 127 Millionen könnte bis zum Jahr 2053 auf unter 100 Millionen sinken.

= Experte müsste man sein ! Der Arzt Adolf Theilhaber schrieb 1896 in der „Münchner Medizinischen Wochenschrift“ einen Abhandlung über die „Gefahren des Velocipedierens für die Gesundheit“; dabei ging es um die Frage, ob „Durch die Friction der Genitalien mit dem Sattel Libido sexualis entstehe.“ Theilhabers Antwort: „Directe, während des Radfahrens durch den Sattelknopf absichtlich bewirkte mastubatorische Frictionen dürften, wenn überhaupt, doch nur von solchen Frauen vorgenommen werden, welche schon so verdorben sind, dass ihre Moral auch durch das Radfahren nicht mehr geschädigt werden kann.“

= „Von Apothekern höre ich, dass die Gewinnmargen bei homöopathischen Mitteln zwischen 30 und 36 Prozent liegen. Für Zucker ist das ziemlich viel.“ (Dr. Natalie Gram/Ärztin)

= „Berlins linker Kultursenator twittert in der Corona-Krise: „Wir müssen über neoliberale Ideologie reden und umsteuern. Krankenhäuser wurden kaputtgespart“ Dass die Linke in Berlin seit 2002 fast ununterbrochen regiert, erwähnt der Senator nicht.

Übrigens befindet sich die Linke auf Linie mit der rechtsradikalen AfD; deren „Flügel“-Chef Höcke verdammt die „neoliberale Ideologie“, weil sie „Staaten zu Wurmfortsätzen global agierender Konzerne“ mache.

= Gute Entscheidung: Ab dem kommenden Schuljahr wird in Hessen islamischer Religionsunterricht in Zusammenarbeit mit dem Moscheeverband Ditib nicht mehr erteilt, weil Zweifel an der Unabhängigkeit von Ditib vom türkischen Staat bestehen.

= Die Zeit ist schlecht ? Wohlan. Du bist da, sie besser zu machen. (Carlyle)

= Die Tierschutzorganisation Peta (Werbespruch „Holocaust der Tiere“) hat den Fleischkonsum für die Corona-Seuche verantwortlich gemacht.

= Die Fußball-Verächter-Zeitung S.Z.: „Für Millionen Menschen aber, die um ihre Existenz fürchten, ist das Privileg für die Profis, wieder arbeiten zu dürfen, ein Affront.“

= Heilig oder scheinheilig ? Der Leiter der vatikanischen Bischofskongregation, Kardinal Marc Quellet, wünscht mehr Frauen als Lehrkräfte in der Priesterausbildung; die Meinung von Frauen sei in theologischen, philosophischen und spirituellen Themen dringend notwendig. Dass Frauen zu Priesterinnen geweiht werden, wünscht der Herr Kardinal nicht.

= Destruktives Blablabla: „Die Corona-Krise bringt uns dem Überwachungsstaat einen großen Schritt näher.“

 
 

Die billigsten ETF (Nur für Geizige !)

  1. Amundi Prime Europe – Isin LU1931974262 – Aktien Europa – Gesamtkosten o,o5 Prozent.
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Zur aktuellen Lage

= Zur Corona-Epidemie sind sich alle seriösen und kompetenten Politiker und Wissenschaftler einig: Die Belastungen und Einschränkungen für die Bevölkerung und die betroffenen Unternehmen dürfen nicht zu früh aufgehoben werden. Es ist sinnvoller, die Epidemie j e t z t mit allen – möglicherweise auch überzogenen – Mitteln zu bekämpfen und zu eliminieren. Wenn wir leichtsinnig sind und zu früh lockern, dann besteht für Europa das realistische Risiko von Millionen Toten und von einem völligen Zusammenbruch der Wirtschaft. Und das wiederum würde die Salvinis, Le Pens, Gaulands und Wagenknechts an die Macht bringen und uns die Situation vor der Machtübernahme der Nazis vor Augen führen.

Ich kann gar nicht so viel essen, wie ich kotzen möchte, wenn ich die Kommentare zahlloser Experten und Journalisten lese. Vielleicht verstehen Sie meine Wortwahl, wenn ich Ihnen zwei Beispiele gebe:

  • Der ehemalige BILD-Chef Tiedje hetzt: „NRW-MP Laschet schwätzt konfus daher, EU-Chefin von der Leyen bewirkt überhaupt nichts, das aber fließend in drei Sprachen, und von Frau Merkel wusste ohnehin jeder Germanist, dass sie sich nicht stolperfei ausdrücken kann; das ist nur Sprachmüll.“
  • Die Süddeutsche Zeitung verfasst am 2. Mai einen einen Riesenartikel mit der Schlagzeile:

„N e u e M a n a g e r b r a u c h t d a s L a n d . Die Corona-Krise deckt Schwächen des Wirtschaftssystems auf. Chefs, die nur an ihre Firma und den Aktienkurs, aber nicht an die Gesellschaft denken, manövrieren sich ins Abseits. In Zukunft sind Führunskräfte mit mehr sozialer Kompetenz gefragt. Chefs müssen auch wahrnehmen, was um sie herum passiert. Die Krise wird viele Manager den Job kosten. Eine Chance, bessere Menschen zu benennen.“

Die antikapitalistische S.Z. hat natürlich kein Problem damit, Schuldige für das Corona-Desaster zu finden. Es sind die „Chefs“, die nicht merken, was um sie herum passiert und die keine soziale Kompetenz haben und die nicht zu den „besseren“ Menschen gehören. Gilt das auch für den Chef der S.Z.? Gilt das auch für die Chefs der Modekonzerne, für deren sündhaft teure Handtaschen die S.Z. versteckte Werbung betreibt?

= Gute Entscheidung: Entwicklungsminister Gerd Müller plant den Rückzug deutscher Entwicklungshilfe aus vielen Partnerländern, weil dort seit vielen Jahren nichts voran geht und die finanziellen Hilfen in den falschen Taschen landen. Bisher war Deutschland in 85 Ländern aktiv – in etwa einem Drittel dieser Länder soll die Zusammenarbeit beendet werden. Gerd Müller kommentiert: „Wir gehen damit weg von der Gießkanne und arbeiten verstärkt mit unserer bilateralen Zusammenarbeit dort, wo Partner Reformen zu guter Regierungsführung umsetzen, Menschenrechte wahren und Korruption mit unserer Unterstützung bekämpfen.“

= Trotz einiger Mängel und Egoismen bin ich überzeugt, dass Europa gestärkt aus der Corona-Krise hervorgehen wird. In einer viel schlimmeren Situation können wir ein Beispel finden: Das Ende des Zweiten Weltkriegs ist uns als „Stunde null“ in Erinnerung. Dennoch wurden nach 1945 mit atemberaubender Weitsicht Weichen gestellt: Die Charta der Vereinten Nationen, die Europäische Menschenrechtskonvention und die europäische Integration wurden auf den Weg gebracht. Stabile moderne Wohlfahrts- und Rechtsstaaten folgten.

Jetzt müssen die stärkeren Staaten – vor allem Deutschland – den von Corona betroffenen ärmeren EU-Staaten mit Geld und Material helfen.

Nach der Corona-Krise muss die Währungsunion reformiert werden, damit der Euro absolut krisenfest gemacht wird und damit dann alle EU-Staaten die gemeinsame Währung akzeptieren.

Die EU und einzelne Staaten für sich müssen weitere Reformen umsetzen: Stärkung des Gesundheitssystems, Verschlankung der Staatsbürokratie, verkehrstechnische und digitale Infratrsuktur deutlich ausbauen, Schulen und Bildung reformieren und effektiver machen.

Wir Europäer müssen weder verängstigt nach China noch nach Amerika blicken. Unser Kontinent steht bei der Rechtsstaatlichkeit, bei den Menschenrechten, beim sozialen Ausgleich, bei der Religionsfreiheit, bei Forschung und Entwicklung, bei der industriellen Kompetenz, bei der militärischen Zurückhaltung, bei der Aufnahme von hilfsbedürftigen Menschen und bei der Solidarität mit armen Ländern ganz vorne !

Europa muss mit allen Ländern der Welt kooperieren und in Frieden leben – auch und vor allem mit den USA und mit China und mit Russland. Wir müssen und können viel mehr zum Frieden im Nahen Osten beitragen und die traditionellen Verbindungen zu beider Nutzen wiederbeleben und die Amerikaner höflich um ihren Abzug aus der gesamten Region bitten.

Absolut notwendig und sinnvoll ist die Zusammenführung aller europäischen Militärverbände in e i n e Verteidigungs-Armee, die dann als gleichwertiger (!!!) Partner der USA agieren kann. Die USA müssen unbedingt ihre Atomwaffen von deutschem Boden zurückholen und die Stützpunkte Ramstein, Spangdahlem, Stuttgart und Wiesbaden schließen. Europa verfügt mit Frankreich über eigene Atomwaffen, um sich zu schützen. Da ein Krieg zwischen Russland und USA nicht ausgeschlossen ist, darf Europa nicht zum Schlachtfeld – mit oder ohne Atomwaffen – dafür werden. Europa kann in der NATO verbleiben, wenn mit den USA glasklare Vereinbarungen getroffen werden.

 
 

Die Religion Islam

Die Juden nennen sich das „Volk Gottes“. Die Christen haben den „Sohn Gottes“ und die Muslime haben das „Wort Gottes“. Diese Ausgrenzung der jeweils anderen Religionen macht wenig Hoffnung auf einen Zusammenschluss der monotheistischen Religionen. In den vergangenen 2500 Jahren haben vor allem die Christen und die Muslime – aber zeitweise auch die Juden – fürchterliche Verbrechen bis hin zum Völkermord begangen.

Das Christentum ist in den vergangenen drei Jahrhunderten zunehmend an die Kette gelegt worden und muss die Trennung von Kirche und Staat in den demokratisch verfassten Staaten akzeptieren und auf Gewalt verzichten. Mehr als irritierend bleibt, dass sowohl das Alte als auch das Neue Testament weiterhin die offizielle Basis des Christentums sind, denn im Alten Testament wimmelt es von brutaler Gewalt und Grausamkeiten, die gegen „Ungläubige“gerichtet sind. Die Kirchen haben das Alte Testament zwar narkotisiert in den Keller gesperrt. Das eröffnet natürlich die Möglichkeit, bei anderen politischen Konstellationen wieder darauf zurückzugreifen und den Terror zu reanimieren.

Warum trennt sich die christliche Kirche nicht vom Alten Testament ?

Die Muslime berufen sich auf das Wort Allahs und fühlen sich an j e d e Festlegung, an j e d e Aussage, an j e d e s Wort gebunden.

Im Koran stehen wunderbare, poetische, humanistische und Liebe und Tolleranz predigende Suren neben Aussagen, die von politischem Machtanspruch geprägt sind. Beispiele:

  • Sure 8,55: „Die schlimmsten Tiere bei Gott sind die, die ungläubig sind und weiterhin nicht glauben.“ (Gemeint sind hier die Juden von Medina, die Mohammed die Gefolgschaft verwehrten)
  • „Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen. Oh ihr, die ihr glaubt, nehmt euch nicht meine Feinde und eure Freunde zu Freunden, indem ihr ihnen Liebe entgegenbringt.“ (Sure 60,1)
  • „Die Vergeltung für die, die gegen Gott und seinen Gesandten (Mohammed) Krieg führen und auf der Erde umherreisen, um Unheil zu stiften, soll dies sein, dass sie getötet oder gekreuzigt werden oder dass ihnen Hände und Füsse wechselseitig abgehackt werden, oder dass sie aus dem Land verbannt werden.“ (Sure 48,20)
  • Sure 9,29: „Bekämpft diejenigen, denen die Schrift gegeben wurde und die sich nicht zur Religion der Wahrheit (Islam) bekennen, bis sie erniedrigt sind und Tribut entrichten.“ Die islamischen Rechtsvorschriften regelten alles Praktische und Persönliche im Leben der Ungläubigen, die sich schlagen, verhöhnen und beleidigen lassen mussten; Pferde durften die Nicht-Muslime nicht besitzen und wenn sie einem Muslim begegneten, mussten sie von ihrem Maultier absteigen usw. usw.

Kluge Worte von Leon de Winter: „Die Veränderung muss von den Muslimen kommen. Wir sind nur Zeugen von Vorgängen, die historische Bedeutung haben: Entweder die Muslime schaffen es, ihre großartige Zivilisation zu retten oder sie lassen sie zugrunde gehen. Dabei geht es um die Frage: Wollen die Muslime und Araber an den Vorzügen der Neuzeit teilhaben oder nicht? Es gibt in Europa moderne muslimische Denker, die genau das sehen, aber ihre Botschaft erfährt noch keine Breitenwirkung.“