Beten Wissenschaftler ?

Albert Einstein, einer der berühmtesten Wissenschaftler aller Zeiten, erhielt im Jahr 1936 folgenden Brief einer Schülerin:

„Lieber Dr. Einstein, in unserer Sonntagsschulklasse kam die Frage auf: Beten Wissenschaftler? Es fing damit an, daß wir uns fragten, ob wir sowohl an die Wissenschaft als auch an die Religion glauben können. Wir schreiben an Wissenschaftler und andere wichtige Männer, um zu versuchen, eine Antwort auf unsere Frage zu bekommen. Wir würden uns sehr geehrt fühlen, wenn Sie unsere Frage beantworten könnten: Beten Wissenschaftler, und wofür beten sie? Wir sind in der sechsten Klasse, bei Miss Ellis. Hochachtungsvoll, Ihre Phyllis.“

Einsteins Antwort: „Liebe Phyllis, ich werde versuchen, auf Deine Frage so einfach einzugehen, wie es mir möglich ist. Hier meine Antwort:

Wir Wissenschaftler glauben, dass jedes Ereignis, die Angelegenheiten der Menschen eingeschlossen, auf die Gesetze der Natur zurückzuführen ist. Deshalb fällt es einem Wissenschaftler schwer zu glauben, daß Vorgänge durch Gebete, also von einem dem Übernatürlichen gegenüber bekundeten Wunsch, beeinflusst werden können. Wir müssen jedoch zugeben, daß unser tatsächliches Wissen über diese Kräfte unvollständig ist, sodass letztlich der Glaube an die Existenz eines endgültigen, höchsten Geists auf einer Art Vertrauen beruht. Ein solcher Glaube hält sich weiterhin, trotz der derzeitigen Errungenschaften in der Wissenschaft. Doch auch jeder, der sich ernsthaft mit der Wissenschaft beschäftigt, ist irgendwann davon überzeugt, daß ein Geist den Gesetzen des Universums innewohnt, der dem des Menschen bei weitem überlegen ist. Auf diese Art führt die Beschäftigung mit der Wissenschaft zu einem ganz besonderen religiösen Gefühl, daß sich natürlich sehr von der Religiosität einer unbefangeneren Person unterscheidt. Mit herzlichen Grüßen, Dein A. Einstein.“

 

Coole Bewerbung

Der New Yorker Werbetexter Robert Pirosh will einen Job als Drehbuchautor in Hollywood und wendet sich mit dem folgenden Brief an alle Produzenten und Studiobosse:

„Sehr geehrter Herr, ich liebe Worte. Ich liebe fette, buttrige Worte wie träufeln, Sündenpfuhl, schmuddelig, schaurig. Ich liebe althergebrachte, eckige, sperrige Worte wie bockbeinig, kommod, Quacksalber, piesacken. Ich liebe zwielichtige, fadenscheinige Worte wie schlüpfrig, Leichenbestatter, aalglatt, abwickeln. Ich liebe elegante weltmännische V-Worte wie Bravour, Verve, Verleumdung, Vornehmheit. Ich liebe brüchige, spröde, knisternde Worte wie Splitter, Zwist, Keilerei, krustig. Ich liebe mürrische, schmollende, verdrießliche Worte wie brüten, Grobian, Geizhals, griesgrämig, Finsterling. Ich liebe elegante, blumige Worte wie übersommern, flanieren, paradiesisch, Elysium. Ich liebe sich windende, wurmige, mehlige Worte wie krümmen, winden, kringeln, kriechen. Ich liebe kichernde, giggelnde Worte wie Pupsen, Gurgeln, Blubbern, Rülpsen.

Ich liebe das Wort Drehbuchautor mehr als das Wort Werbetexter. Daher habe ich beschlossen, meinen Job in einer New Yorker Werbeagentur an den Nagel zu hängen und mein Glück in Hollywood zu suchen. Aber bevor ich hier ins kalte Wasser springe, war ich noch ein Jahr in Europa unterwegs, um zu studieren, nachzudenken und mir die Hörner abzustoßen.

Ich bin gerade von dort zurückgekehrt und liebe nach wie vor Worte. Darf ich ein paar mit Ihnen wechseln? Robert Pirosh.

 

Turbo-Kapitalimus oder Soziale Marktwirtschaft oder Sozialismus ?

In der Zeitschrift „Christ in der Gegenwart“ wird Lech Walesa zitiert: „Welches Wirtschaftssystem wollen wir? Sicher nicht den Kommunismus, denn der ist vor aller Augen gescheitert. Aber der Kapitalismus ist auch keine Lösung. Das ist ein Rattenrennen.“

Welches Wirtschaftssystem würde Lech Walesa vorschlagen ? Was wollen die zahlreichen Priester und Bischöfe beider Kirchen, die unsere Soziale Marktwirtschaft zunehmend kritisieren?

Martin Rhonheimer ist Professor für Ethik und politische Philosophie an der Päpstlichen Universität Santa Croce in Rom; er äußert sich zur „Wirtschaftsferne der katholischen Soziallehre“ wie folgt:

„Für allgemein steigende Löhne und die Besserstellung aller – das Gemeinwohl – braucht es Innovation und Produktivitätswachstum und dafür wiederum Akkumulation von Kapital. Die Folge ist zunächst einmal wachsende Ungleichheit bei gleichzeitiger Erhöhung des allgemeinen Lebensstandards. So ist es derzeit auch in Schwellenländern wieChina zu beobachten, wo ein Teil der Bevölkerung zu Reichtum kommt, eine Mittelschicht mit hunderten Millionen Menschen heranwächst und nur noch eine Minderheit in Armut lebt. Ökonomisch aufgeklärter Optimismus ist der vom Marxismus beeinflussten katholischen Soziallehre fremd geblieben; die wertschöpfende Funktion des Unternehmers wurde nicht verstanden; man will noch mehr vom Sozialstaat organisierte „soziale Gerechtigkeit“. Die katholische Soziallehre würde gut daran tun, dem von Papst Franziskus hochgehaltenen Motto „Sehen – urteilen – handeln“ folgend vom hohen moralischen Ross herunterzusteigen und sich den tatsächlichen ökonomischen Zusammenhängen zu stellen. Dann könnte sie dem Zeitgeist einen echten Gegenentwurf bieten, statt ihm hinterherzulaufen.“

Die in Deutschland praktizierte Soziale Marktwirtschaft ist das beste System, das wir bisher geschaffen haben und wirft dennoch eine Menge Fragen auf – vor allem: W a s i s t g e r e c h t ? Ist die finanzielle Grundversorgung für Menschen, die nicht arbeiten können oder wollen, gerecht ? Wie sollen höhere Grundversorgung, höhere Mindestrenten, mehr Kindergeld usw. finanziert werden? „Durch Erhöhung der Steuern für die Reichen“ werden viele sagen. Wenn die Steuern noch höher steigen, werden viele Reiche in die Schweiz oder nach Florida ziehen, weil dort nur halb so viel Steuern gefordert werden. Dann sinken die Einahmen des Staates und die Grundversorgung muss gekürzt werden. Ähnlich ist es mit den Unternehmenssteuern, die in Deutschland vergleichsweise hoch sind: In Zeiten von Automatisierung und Digitalisierung ist es für manche Unternehmer kein Problem mehr, ihre Fabrik von Deutschland nach Rumänien zu verlagern, wo Löhne und Steuern sechzig Prozent niedriger sind als hier. Oder er verkauft seine Firma an die Chinesen und die transferieren 80 Prozent der Produktion nach China. Auch der Erbschaftssteuer entfliehen viele durch Umzug ins Ausland.

Die Empörung über den Raubtierkapitalismus gipfelt in den alten populistischen und sozialistischen Formeln als Allheilmittel gegen ausbeuterischen Kapitalismus: Nationalisierung, Planwirtschaft, Ausbau des öffentlichen Sektors und Beschränkung des privaten Sektors.

In unserer Sozialen Marktwirtschaft sind wir mit der Versöhnung von unternehmerischer Freiheit und Gerechtigkeit weit gekommen. Es ist eine Daueraufgabe für unsere Politiker, beide Werte zu pflegen und auszubauen – ganz nach dem Motto: Soviel Gerechtigkeit wie möglich und soviel Freiheit wie nötig.

 

Mediale Zuckungen

= Kennen Sie den Slomka-Effekt? Marietta Slomka vom ZDF war die erste prominente Moderatorin, die ihren Texten mit intensiven Gesichtszuckungen zusätzliche Bedeutung verlieh; später kamen dann noch Hand- u. Arm- u. Schulterbewegungen dazu. Es war folgerichtig, dass Slomka dafür einen von den ca. 500 Medienpreisen erhielt. Heutzutage betreiben fast alle Kommentatoren und Ansager und Korrespondenten diese Gesichts- und Körpergymnastik. Offensichtlich gab es eine entsprechende Anweisung von oben. Hinzu kommen dann fast täglich Sendungen wie „Bares für Rares“ und Dutzende verstaubte Krimis und Sokos aus Hintertupfingen. Und diese Typen verlangen auch noch höhere Fernsehgebühren!

= Verdachtsberichterstattung: Ein Unternehmer mit gutem Ruf wird von einer großen Zeitung plötzlich mit Steuerhinterziehung, Geldwäsche und Korruption in Verbindung gebracht. Sofort greifen alle anderen Medien das Thema auf und müssen natürlich, um auch Beachtung zu finden, die Angelegenheit zusätzlich hochpushen. Die Behörden und die Kripo leiten Nachforschungen ein. Die Familie des Unternehmers einschließlich seiner Kinder und seiner Enkel werden von Paparazzi verfolgt. Das alles zieht sich über zwei Jahre hin. Dann stellt sich heraus, dass die Vorwürfe unbegündet sind. Der Unternehmer stellt Strafantrag gegen die unseriösen Medien. Das Gericht weist den Antrag mit der Begründung „Pressefreiheit“ zurück. (In einigen Lädern dürfen Medien über solche Fälle erst berichten, wenn die Staatsanwaltschaft eine Voruntersuchung abgeschlossen und ein Strafverfahren eingeleitet hat)

= „Parteinahme und Einseitigkeit – so lautet der Hauptvorwurf an den Journalismus einiger Mainstream-Medien von heute. Der amerikanische Pulitzerpreisträger Walter Lippmann hat schon vor hundert Jahren in seiner Schrift „Liberty and the News“ verlangt: „Sag die Wahrheit“ („Speak the truth and shame the devil“). Die gemeinsame Grundlage des Journalismus kann nur lauten: Faktenbasiertheit und anerkannte Methodik. Partisanenjournalismus ist eine Form von Korrumpiertheit, ein Betrug am Leser, ein Bärendienst am eigenen Beruf und eine Versündigung an der Wahrheit.“ (Milosz Matuschek in der NZZ)

= „Wie aus gut informierten Kreisen der Regierung zu hören ist“ oder „…amerikanische Regierungsvertreter bestätigen hinter vorgehaltener Hand“. Mit solchen „Beweisen“ können Journalisten alles erfinden und behaupten. Wenn man als Betroffener dagegen vorgeht, wird man hören, dass die „Quelle“ nicht preisgegeben werden darf. Beispiel DIE WELT am 12.8.2020: „Deutsche wie amerikanische Regierungsvertreter bestätigen hinter vorgehaltener Hand: Das Pentagon hat seit Jahresbeginn in aller Stille den Truppenabzug vorbereitet und, anders als die deutsche Seite öffentlich behauptet, Berlin auch vorgewarnt.“

= Die SPIEGEL-Wahrheit. Große Schlagzeile: „Das Ende der Samsung-Republik – Südkorea. Kriegsangst und eine tiefe Systemkrise haben das erfolgsverwöhnte Land erfasst. Die Gsellschaft ist verunsichert, wütend und begehrt gegen die Eliten auf.“ Diese Feststellungen des SPIEGEL sind drei Jahre alt. Passiert ist nichts dergleichen. Eher das Gegenteil.

= Maxim Biller in der NZZ: „In fast jedem Verlag wird inzwischen von oben nach unten die Parole durchgegeben: Es muss klicken! Und so entsteht der moderne Supermarkt-Journalismus von heute. Also: Viel Lärm, viel heiße Luft um meist nichts.“

= Es wäre zum lachen – wenn es nicht zum weinen wäre: Die „Aktuelle“ ist eine von dutzenden Klatschmedien und hat das Geschäftsprinzip, ihre Leser zu täuschen und zu betrügen. Beispiel:

„Heidi Klum (45) – Hier kommen sie aus der Klinik – Jetzt braucht sie ihn!“ titelt die Aktuelle mit einem Bild des Glamour-Paars Klum und Kaulitz, das angeblich gerade aus „einer Klinik in Los Angelos“ kommt: „Wird sich ihr gemeinsamer Babywunsch erfüllen?“ Es wäre einer jener Nachrichten, „die einem den Boden unter den Füßen wegreißen“, schreibt das Blatt, doch ein Blick ins Internet schiebt den Boden im Nu zurück: Laut Daily Mail zeigen besagte Bilder die beiden auf dem Parkplatz vor einem Shopping-Center. Und sollten sie dort versucht haben, sich ihren Wunsch nach einem Baby zu erfüllen, wäre es eigentlich doch beruhigend, dass es nicht geklappt hat.“ (Alle deutschen Klatschmedien zusammen haben pro Woche über 20 Millionen Leser !!)

 

Nur ein Vogelschiss

Zitat aus „Ist das ein Mensch?“ von Primo Levi:

„In weniger als zehn Minuten wurden wir brauchbaren Männer alle zu einer Gruppe zusammengestellt. Was mit den anderen geschah, den Frauen, den Kindern, den Alten, das konnten wir weder damals noch später in Erfahrung bringen. Die Nacht verschluckte sie ganz einfach. Heute aber wissen wir, dass bei jener raschen und summarischen Auswahl ein jeder von uns geschätzt worden war, ob er oder ob er nicht imstande sein würde, zum Nutzen des Reiches zu arbeiten; wir wissen, dass in die jeweiligen Lager Monowitz-Buna und Birkenau nur 96 Männer und 29 Frauen unseres Transports eingeliefert wurden und dass von allen anderen, die über 500 zählten, zwei Tage danach keiner mehr am Leben war. Wir wissen auch, dass dieses, wenn auch oberflächliche Aussonderungsverfahren in Taugliche und Untaugliche nicht immer befolgt wurde und dass später oft das einfachere System angewandt wurde, nämlich ohne Ankündigungen oder Anweisungen an die Neuankömmlinge beide Wagentüren zu öffnen. Ins Lager kamen diejenigen, die der Zufall auf der einen Seite des Transportzuges aussteigen ließ, ins Gas kamen die anderen.“

Zitat aus „Die Untergegangenen und die Geretteten“ von Primo Levi:

„Als die große Selektion vom Oktober 1944 bevorstand, haben Alberto und ich dieses Ereignis ohne Schrecken, mit ohnmächtiger Wut, mit Auflehnung und Resignation kommentiert, ohne jedoch Zuflucht bei einer bequemen Wahrheit zu suchen. Dann kam die Selektion. Albertos „alter“ Vater wurde für die Gaskammer selektiert und Alberto veränderte sich innerhalb weniger Stunden.

Aus dem Abstand von Jahren lässt sich heute durchaus sagen, dass die Geschichte der Konzentrationslager fast ausschließlich von denen geschrieben wurde, die, wie ich, nicht den tiefsten Punkt des Abgrunds berührt haben. Wer ihn berührt hat, ist nicht mehr wiedergekommen, oder seine Beobachtungsgabe war durch das Leid und das Nichtbegreifen gelähmt.“

 

Die Welt ist ein Dorf

= Es war eine positive Überraschung, dass die Vereinigten Arabischen Emirate diplomatische Beziehungen zu Isarel angekündigt haben. Muhammad Bin Zayed (MBZ) von Abu Dhabis Herrscherfamilie Al Nahyan ist der starke Mann dieser neuen Macht am Golf. MBZ hat die Macht und den Einfluss der Emirate ständig ausgebaut und gleichzeitig Milliarden Dollar in das Militär gesteckt. Sehr ungewöhnlich ist, dass die Emirate zwar zehn Millionen Einwohner haben – davon sind jedoch nur etwa zehn Prozent Staatsbürger. MBZ bekämpft den Islamismus der Muslimbruderschaft, die er für eine ebenso so große Gefahr hält wie den Iran und er unterstützt finanziell den Kampf des Präsidenten al Sisi gegen die Muslimbruderschaft in Ägypten.

= Klein aber fein ! Das EU-Mitglied Slowenien taugt nicht für Schlagzeilen, weil es ein Musterstaat ist. Dank einer langfristigen Entwicklungsstrategie und des Autobahnausbaus ist der früher unbedeutende Hafen Koper zum größten Hafen Ex-Jugoslawiens avanciert. Zusammen mit südkoreanischen Stahlkonzernen wurde ein Logistikunternehmen gegründet und die Kfz- und Metallindustrie in Östtereich, Ungarn und der Tschechei wird über den Hafen Koper beliefert. Sloweniens Adriaküste ist nur 47 Kilometer lang – daher wird es im Sommer ziemlich eng. Koper ist eine alte Bistums- und Universitätsstadt mit historischen Verbindungen zum nahen Triest und zu Venedig.

= An der Steubenparade in New York nehmen jedes Jahr (wenn Corona überwunden ist) tausende Amerikaner teil, die deutsche Vorfahren haben. Die Zahl der US-Bürger mit deutschen Wurzeln wird auf 45 Millionen geschätzt.

= Inzwischen können über 80 Prozent der Weltbevölkerung lesen und schreiben.

= Das wichtigste Ziel der Vereinten Nationen: Armut in all ihren Formen und überall beenden. Während die weltweiten Armutsraten seit 2000 um mehr als die Hälfte gesenkt wurden, lebte Ende 2015 weltweit immer noch fast jeder Zehnte in Haushalten mit Einkommen von weniger als 1,90 Dollar pro Tag und Kopf. In vielen Ländern Ost- und Südostasiens wurden erhebliche Fortschritte erzielt, aber weiterhin leben bis zu 42 Prozent der Bevölkerung in Afrika südlich der Sahara unterhalb der Armutsgrenze. Mit einem integrativen Wirtschaftswachstum müssen Arbeitsplätze geschaffen werden, die Gleichstellung von Frau und Mann ist zu fördern und Soziale Schutzsysteme müssen eingeführt werden, um das Leid in katastrophengefährdeten Ländern zu lindern und angesichts großer wirtschaftlicher Risiken Unterstützung zu leisten. Um die über 800 Millionen Menschen zu ernähren, die heute unter Hunger leiden und die zusätzlichen zwei Milliarden Menschen, die bis 2050 wahrscheinlich unterernährt sein werden, ist ein tiefgreifender Wandel des globalen Ernährungs- und Landwirtschaftssystems erforderlich. Investitioen in die Landwirtschaft sind entscheidend für die Steigerung der Kapazität für landwirtschaftliche Produktivität und nachhaltige Nahrungsmittelproduktionssysteme sind notwendig, um die Gefahren des Hungers zu lindern.

= Bulgarien: Ein Mitglied der europäischen Familie ! Wie viele andere Länder Europas hat Bulgarien bis in die 1930er Jahre eine wechselvolle, von Feudalismus und Kriegen geprägte Geschichte und wurde nach dem 2. Weltkrieg unter dem Diktat der Sowjetunion kommunistisch. Am 4. Dezember 1947 folgte eine von der Sowjetunion diktierte Verfassung der Volksrepublik Bulgarien; darin wurde in Artikel 12 die Planwirtschaft (Der Staat lenkt die staatliche, genossenschaftliche und private Wirtschaftstätigkeit durch den staatlichen Volkswirtschaftsplan) als Wirtschaftsprinzip aufgedrückt. Es folgte eine Landreform und alle landwirtschaftlichen Betriebe von mehr als 20 Hektar wurden enteignet.

1955 wurde Bulgarien Mitglied der UNO und trat als Gründungsmitglied dem Warschauer Pakt bei. Todor Schiwkow wurde 1954 Generalsekretär der KP und blieb bis 1989 der politische Führer seines Landes; 1968 sprach er sich für eine militärische Niederschlagung des Prager Frühlings aus; in der Nacht zum 21. August 1968 besetzten bulgarische Truppen gemeinsam mit der Sowjetunion, Polen und Ungarn die CSSR und schlugen die Demokratiebewegung nieder. Von Einhaltung der Menschenrechte konnte in Bulgarien bis 1989 keine Rede sein.

Das Ende der sozialistischen Ära wurde 1990 durch freie Wahlen eingeleitet. Bulgarien berief eine verfassungsgebende Volksversammlung als erstes Parlament ein und gab sich eine reformierte demokratische Verfassung. Seitdem wurden politische und wirtschaftliche Reformen vorangetrieben.

Auf dem Nato-Gipfel in Prag wurden am 22. November 2002 sieben osteuropäische Staaten, darunter Bulgarien, zu Aufnahmegesprächen eingeladen. Die Aufnahme Bulgariens und weiterer sechs Länder in die Nato folgte am 26.März 2004.

Bulgariens Beitrittsverhandlungen mit der EU wurden 2004 erfolgreich abgeschlosen und das EU-Parlament billigte am 13.April 2005 die Aufnahme in die Europäische Union mit 522 von 660 Stimmen. Zum 1. Mai 2004 hat die EU zehn osteuropäische Staaten als Mitglieder aufgenommen.

 

Intelligent sparen

Trotz aller Rückschläge und Schwankungen gibt es langfristige Entwicklungen auf Mutter Erde, die kein Wissenschaftler und auch kein vernünftig denkender Mensch bestreiten wird:

  • Die in den nächsten 30 Jahren stark wachsende Weltbevölkerung muss ernährt werden. Der Anteil der Armen, die von der Hand in den Mund leben, wird sinken und hunderte Millionen Menschen mehr als heute werden sich „normal“ ernähren können. Davon profitieren Unternehmen, die schon heute in fast allen Ländern der Welt vertreten sind und die ihre Produkte ständig weiterentwickeln. Das sind z.B. Danone, Unilever, Nestle, McDonald, Procter & Gamble und Marktführer im Getränkebereich wie Coca Cola und Diageo.
  • Mehr Menschen auf der Erde und dazu eine kontinuierlich älter werdende Bevölkerung benötigen mehr medizinische Versorgung. Die großen Pharmakonzerne investieren schon jetzt viele Milliarden in Forschung und Entwicklung. Künstliche Knochen und Gelenke, Herzklappen und Hüften gibt es schon heute; wir können davon ausgehen, dass im Laufe der Zeit alle Körperbestandteile austauschbar sind – z.B. mit 3-D-Knochenimplantaten.Dazu werden die bereits erfolgreichen Medikamente immer weiter entwickelt und neue hinzuerfunden. Weitere Stichworte sind Gesundheitsvorsorge zu Hause, minimal-invasive Operationen, individualisierbare Medizin, der Sieg über Seltene Krankheiten, ständige Fortschritte bei der Krebsbekämpfung (Krebs-Immunzellen-Therapie) und die rasante Entwicklung von Impfstoffen. Firmen wie Edwards, Elli Lilly, F.M.C., Medtronic, Novartis, Thermo Fischer, Novo Nordisk, Alibaba Health, Johnson & Johnson, Roche, Merck & Co., Sanofi werden in diesem Multi-Milliarden-Markt vorne dabei sein.
  • Mit hoher Wahrscheinlichkeit werden auch schon jetzt extrem erfolgreiche Unternehmen wie Amazon, Alphabet (Google), Facebook, Tencent, Alibaba, Microsoft vom Bevölkerungswachstum profitieren.
  • Auch große Versicherungskonzerne haben die Chance, einige Millionen Lebens-, Hausrats-, Gebäude-, Auto-, Unfall- u.a. Versicherungen zusätzlich zu verkaufen. Gut aufgestellt sind Allianz und AIA-Group u.a.

Schon mit 200 Euro monatlich könnte mit den richtigen Aktien nach 30 Jahren ein sehr entspannter und lustiger Lebensabend möglich sein. Bitte kaufen Sie keine Fonds und handeln Sie Aktien wegen der geringeren Gebühren nur über eine Direktbank.

 

Ziehen Sie die Uhr auf !

Der Amerikaner E.B. White war einer der wichtigsten Autoren seiner Zeit. Er schrieb für den New Yorker und für Harper´s, er brachte das Werk „The Elements of Style“ heraus, das sich millionenfach verkaufte und er schrieb Kinderbücher wie „Klein Stuart“ oder „Wilbur und Charlotte“.

Im Jahr 1973 erhielt White den Brief eines seiner Leser, der sich über die trüben Aussichten für die Menschheit beklagte; White antwortete:

„Lieber Mr. Nadeau, solange es noch wenigstens einen wackeren Mann gibt, solange es noch eine mitfühlende Frau gibt, besteht die Möglichkeit, dass diese ihre Mitmenschen anstecken und die Lage nicht völlig hoffnungslos ist. Auch in der schlimmsten Phase stirbt die Hoffnung zuletzt. Am nächsten Sonntag will ich früh raus und die Uhr aufziehen, um meinen Beitrag für Ordnung und Beständigkeit zu leisten.

Die Seeleute nennen das Wetter gerne den großen Bluffer. Das gleiche dürfte für die menschliche Gesellschaft gelten – die Aussichten mögen ziemlich trübe sein, aber dann reißen die Wolken auf, und mit einem Mal sieht alles ganz anders aus. Es ist unverkennbar, dass die Menschheit ein heilloses Durcheinander auf diesem Planeten angerichtet hat. Doch als Gesamtheit tragen wir wahrscheinlich die Samenkörner des Guten in uns, die lange überwintern, um plötzlich auszutreiben, wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist. Die Neugier der Menschen, ihre Hartnäckigkeit, ihr Erfindungsreichtum, ihre Genialität haben sie in größte Schwierigketen gebracht. Wir können nur hoffen, dass es ihnen die gleichen Anlagen ermöglichen, sich daraus wieder zu befreien.

Halten Sie Ihren Hut fest und lassen Sie die Hoffnung nicht fahren. Und ziehen Sie die Uhr auf, schließlich ist morgen ein neuer Tag.

Herzlich, E.B. White“

 

Fußball – Fetischist

= Obwohl ich kein Bayern-München-Fan bin: Herzliche Gratulation zum Sieg in der Champions-League! Ihr habt das hart erarbeitet und verdient. Hart erarbeitet ? werden manche Leute fragen – die schwimmen doch im Geld ! Darf ich darauf aufmerksam machen, dass die Bayern nach Gründung der Bundesliga klein angefangen und sich Stück für Stück nach oben gearbeitet haben ! Das ist vor allem Uli Hoeneß zu verdanken, der seine Qualitäten als Unternehmer und als Fußball-Experte eingebracht hat. Es gab damals Clubs, die weit bessere Möglichkeiten hatten, als die Bayern: Z.B. der HSV, der mal wieder in der 2. Liga spielt. Oder Köln und Stuttgart, die einfach über Jahrzehnte inkompetent geführt wurden und eigentlich zu den führenden Clubs Europas gehören müssten.

Man kann das aktuell auch ganz gut an den Spieleretats ablesen: Warum steigt Bielefeld mit einem Spieleretat von ca. 20 Millionen Euro auf und der HSV und Hannover 96 bleiben mit einem Etat von ca. 50 Millionen in der 2. Liga? Warum rettet sich der neunmalige Deutsche Meister Nürnberg mit einem Spieleretat von fast 30 Millionen Euro mal so eben vor dem Abstieg in die 3. Liga und Osnabrück landet mit weniger als 10 Millionen weit davor?

= Was treibt eigentlich all die Journalisten in den angeblichen Qualitäts-Medien dazu, ihre Arroganz und Ignoranz an unserem geliebten Fußball auszulassen? Alles wird niedergemacht: Die Entscheidung der Clubs, die Bundesligasaison vor leeren Rängen zu Ende zu spielen, war goldrichtig – nur nicht für die Medien. Die absurde Diskussion um Begrenzung der Fußball-Gehälter ist hoffentlich verstummt. Wie primitiv diese Fußball-Verachtung ist, kann man immer im SPIEGEL lesen; der interviewt einen „Fußballfan“, der ein Nacktfußballspiel mit folgender Begründung organisiert hat: „Ich wollte zeigen, dass Fußball heute nur noch Kommerz ist. Keine Werbung, keine Trikots, keine Hosen. Nur elf gegen elf.“ Haben diese Typen schon mal was vom Jugend- und Amateurfußball gehört, wo hunderttausende aus reiner Freude kicken? Schon mal gehört, dass die Bundesligisten den Amateursport in Deutschland mit vielen Millionen Euro unterstützen? Schon mal gehört, dass der Profifußball in Deutschland ein wesentlicher Faktor unserer Volkswirtschaft geworden ist? Schon mal gehört, daß Bundesliga-Fußball in Deutschland das Leben von 20 oder 30 Millionen Kindern, Frauen, Männern, Rentnern, Weißen und Farbigen, Ausländern, Gottlosen, Christen und Muslimen und vielen anderen bereichert? Schon mal gehört, daß die Bundesliga inzwischen auch ein wichtiger Faktor für unsere Volkswirtschaft geworden ist?

= Im Einklang mit diesen Medien versuchen sogenannte Fanorganisationen, sich mal wieder als Retter der deutschen Fußballkultur aufzuspielen. „Die Corona-Krise hat die Schwächen des kaputten Systems aufgedeckt“ tönt es aus diesen Kreisen, die maximal 0,3 Prozent der deutschen Fußballanhänger ausmachen. Diese Fans können entweder für Mehrheiten kämpfen und sich in die Vorstände der Fußball-Clubs wählen lassen und dann ihre Reine Lehre realisieren oder sie können den Fußball in den unteren sieben Ligen geniessen und dort ihre Vorstellungen umsetzen.

 

Europas Zukunft

= Die politische Situation im Nahen Osten bleibt extrem instabil. Europa muss aus eigenem Interesse zur Deeskalation der Spannungen beitragen und in Zusammenarbeit mit Russland und der Türkei einen seriösen Wiederaufbauplan der Wirtschaft umsetzen. Es geht um den Libanon, um Israel und Jordanien und Syrien und Irak und Palästina und Jemen und es geht um Ägypten, Tunesien, Lybien und Algerien. Ägypten praktiziert seit Sadats Zeiten eine pragmatische und für beide Seiten nützliche Zusammenarbeit mit Israel.

Es geht um wirtschaftliche Entwicklung ! Meerwasserentsalzung und Begrünung von Wüsten sind wichtiger als Religionen und Identitäten; einige arabische Staaten haben erkannt, dass sie Israel besser nicht „ins Meer treiben“ sollten. Die Palästinenser erkennen zunehmend, dass sie „mit“ Israel eine bessere Zukunft haben als „gegen“ Israel. Hamas und Fatah verlieren an Bedeutung. Schon jetzt haben 1,5 Millioen Palästinenser einen israelischen Pass und das jährliche Pro-Kopf-Einkommen ist im Westjordanland bereits höher als jenes in den meisten arabischen Staaten. Auch die zahlreichen aus Europa finanzierten NGO sollten die Palästinenser aus ihrer Opferrolle befreien und für eine globalisierte Zivilisation fit machen.

Man wird ja noch träumen dürfen: Alle nordafrikanischen Länder (evtl. einschließlich Äthiopien) und alle Länder des Nahen Ostens (so bald wie möglich einschl. Iran) und Russland und die Türkei und die EU schließen Freihandels- und Friedensverträge.

Es wäre wünschenswert, wenn die Großmächte China und USA damit motiviert würden, Europa und seine Nachbarn politisch, militärisch und wirtschaftlich zu respektieren.

Das würde bedeuten, dass amerikanische Erpressungen wie mit Nordstream II oder die eigenmächtige Verlegung von amerikanischen Truppen innerhalb Europas (Polen) ebenso der Vergangenheit angehören wie der Austritt aus dem Atomabkommen mit dem Iran und der anschließende Versuch, von Europa Sanktionen gegen den Iran zu verlangen.

Wenn sowohl China als auch die USA einsehen, dass ihr Streben nach wirtschaftlicher und militärischer Weltherrschaft in einer Sackgasse endet, dann könnten z.B. die USA ihren Militäretat von über 700 Milliarden Dollar halbieren und jedes Jahr 350 Milliarden Dollar in die Menschenrechte im eigenen Land invetestieren. Thema Chancengerechtigkeit. Soziale Verelendung. Rassismus. Waffengewalt. Drogen.

(Und ganz nebenbei würde die AfD überflüssig, weil es keine unkontrollierte Einwanderung nach Europa mehr geben würde)

 

Interessante Zahlen

= Deutschland gibt 30,5 Prozent des Bruttosozialprodukts aus für Altersvorsorge, Gesundheitsschutz, Pflege und Fürsorge (Sozialhilfe, Wohngeld), sowie Leistungen für Familien und Kinder. Der Durchschnitt in der EU beträgt 28 Prozent; an der Spitze liegt Schweden mit 32,5 Prozent und Irland, Litauen, Estland und Lettland liegen auf den letzten Plätzen mit 14 bis 16 Prozent.

= Die Jahresarbeitszeit beträgt im Durchschnitt in Deutschland ca. 1300 Stunden, in Italien ca. 1700 Stunden, in den USA ca. 1750 Stunden und in Süskorea ca. 2000 Stunden.

= Über 80 Prozent der Frauen wählen für ihr erstes Ausbildungsjahr Berufe im Gesundheitswesen oder im Sozialwesen, über 50 Prozent im Bereich Dienstleistungen oder Wirtschaft und Verwaltung und jeweils über sechs Prozent in den Bereichen Informatik oder Ingenieurwesen und Technik. (Ganz davon unabhängig soll in allen Berufen für die Unternehmensleitung eine 50/50 – Quote eingeführt werden)

= Bei der Einkommensungleichheit der OECD-Länder liegt Deutschland nach Belgien und den Niederlanden und vor Frankreich auf Rang 25, Spanien und England liegen auf Rang 12, die USA auf Rang 7, Brasilien auf Rang 3 und Südafrika auf Rang 1.

= Die Zahl der Erwerbstätigen ist in Deutschland vom Jahr 1991 mit 39 Millionen Erwerbstätigen auf 45 Millionen im Jahr 2019 gestiegen.

= Geschätztes BIP (Bruttoinlandsprodukt) pro Einwohner für das Jahr 2050: China 47.000 + USA 103.000 + Indien 25.000 + Brasilien 42.000 + Japan 73.000 + Russland 60.000 + Deutschland 85.000 Euro.

= Gesamte Kosten je Arbeitsstunde (incl. Sozialabgaben, Urlaub etc.) in Schweden ca. 40 Euro, in Deutschland 36 Euro, im EU-Durchschnitt 27 Euro, in Italien 27 Euro, in Griechenland 17 Euro, in Tschechien 13 Euro, in Ungarn, Polen, Lettland und Litauen ca. 10 Euro, in Rumänien 7 und in Bulgarien 6 Euro.

= Die zehn Länder mit den größten Erdölreserven der Welt sind: 1. Venezuela + 2. Saudi-Arabien + 3. Kanada + 4. Iran + 5. Irak + 6. Kuweit + Ver.Arab.Emirate + 7. Russland + 8. Lybien + 9. USA + 10. Nigeria.

 

Kurz und interessant

= Die globale Ungleichheit ist in den letzten 20 Jahren stark gesunken – vor allem weil China und Indien aufholen. Selbst die Hilfsorganisation Oxfam schreibt: „Dass die Anzahl der Menschen in absoluter Armut in den vergangenen 20 Jahren um über die Hälfte gesunken ist, wissen nur 0,5 Prozent der Deutschen. 92 Prozent der Deutschen nehmen an, sie sei gleich geblieben oder angestiegen.“

= Beim Kampf der Trump-Regierung für die international führenden Tech-Unternehmen Microsoft, Facebook, Alphabet, Apple, Amazon u.a.m. sollen Konkurrenten aus anderen Ländern beschädigt oder eliminiert werden. Der US-Außenstaatssekretär Keith Krach sagt über den chinesischen Konkurrenten Huawei: „Huawei ist das Rückgrat des chinesischen Überwachungsstaats. Vertraut Deutschland einem Unternehmen, das Tyrannei, Menschenrechtsverletzungen und einen Big-Brother-Überwachungsstaat ermöglicht? Es geht um die Würde des Menschen.“ Herr Krach sollte sich mal im eigenen Land für die Würde des Menschen einsetzen. Dort leben fast 80 Millionen in bitterer Armut und ohne Bildung oder Ausbildung – umgeben von täglicher Gewalt in der Familie oder auf der Straße oder im Internet und umgeben von Kriminalität und Drogen. (Welche Technik setzt eigentlich der mit vielen Milliarden Dollar ausgestattete amerikanische Geheimdienst ein?)

= So wie die erwähnten 80 Millionen US-Amerikaner leben die meisten Menschen in Südamerika. Ein nicht enden wollendes Drama! Einzige Ausnahme ist Uruguay – ein Rechtsstaat mit einer funktionierenden Demokratie und einer erfolgreichen Wirtschaft und einer hochmodernen Landwirtschaft.

= „Wir sollten gerade jetzt die Leistung der vielen inhabergeführten Unternehmen erkennen, die höchst loyal zum Standort (Deutschland) stehen und die es so nirgendwo auf der Welt gibt. Vor allem werden sie einen Teil unserer wirtschaftlichen Stärke auch nach der Krise ausmachen.“ (Nicola Leibinger-Kammüller/Trumpf-Gruppe)

= Gute Entscheidung: Bau und Ausbau von Schienen, Windrädern, Funkmasten und Straßen sollen künftig ohne aufwendige Planfeststellungsverfahren und Umweltprüfungen möglich sein. Beim Bau von Landstraßen, Hafenprojekten oder Windrädern sind zukünftig direkt Oberverwaltungsgerichte oder Verwaltungsgerichtshöfe zuständig; damit entfallen langwierige Gerichtsprozesse über mehrere Instanzen.

= Japanische Kinder pauken schon ab zwei Jarhren in privaten Lehranstalten, um an die besten Mittel- und Hochschulen zu kommen.

= Die iranische Regierung schließt die Zeitung „Dschahane Sanat“, weil die in Sachen Corona Kritik geübt hatte. So einfach ist das im Gottesstaat.

= Otto von Bismarck hat mit der Reichsgründung vor 150 Jahren die deutsche Kleinstaaterei überwunden. Das beflügelte die Wirtschaft. Ein Vorbild für die Europäische Union ?

= Laut Europäischem Patentamt kommen 19 Prozent der Anmeldungen von 3-D-Patenten aus Deutschland. USA 35 Prozent + Japan 9 Prozent + Frankreich 5 Prozent + England 5 Prozent.

= „Achte auf deine Gedanken, denn sie werden Worte. Achte auf deine Worte, denn sie werden Handlungen. Achte auf deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten. Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter. Achte auf deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal.“ (Talmud)

 

Die Welt ist ein Dorf

= Westafrikanische Bauern sollen künftig gegen trockenheitsbedingte Ernteausfälle versichert werden. Entwicklungsminister Gerd Müller hat dafür 19 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Das Angebot umfasst mehrere Länder wie Bukina Faso, Mali und Senegal. Damit wird Millionen Kleinbauern geholfen.

= Vor 3000 Jahren geboren. Juden, die den Staat ablehnen; Araber, die Israelis sind; Israelische Drusen, die sich als Syrer fühlen; Ultraorthodoxe und Säkulare, die sich nicht riechen können; traumatisierte, Sinnsucher und Opportunisten: Sie alle leben in Israel – einem Land voller widerstreitender Kräfte.

= Marc Sinan: Es geht um die Gestaltung einer gerechten Zukunft, und die ist nur möglich, wenn wir uns mit der Vergangenheit beschäftigen und kollektive Traumata bewältigen. In der Türkei fallen heute die Kurden und andere Minderheiten, LGBT und Oppositionelle aller Coleur den gleichen Mechanismen zum Opfer wie 1915 die Armenier. Nämlich Willkür, Terrorismusverdacht, Entmenschlichung, Verhaftung, Vertreibung und in letzter Konsequenz die Vernichtung. Eine Mehrheit unterstützt das Regime dabei, weil sie geeint ist im unreflektierten Nationalismus, der auf dem Boden der Geschichtsvergessenheit sprießt. Hätte die Türkei sich ihrer historischen Schuld gestellt und diese aufgearbeitet, wäre das schlicht unmöglich.

= Die Vereinten Nationen und zahlreiche Forscher haben für das Jahr 2100 einen Anstieg der Weltbevölkerung auf fast elf Milliarden Menschen angekündigt. Jetzt sind Wissenschaftler der Universität Washington in Seattle zu einem anderen Ergebnis gekommen: Im Jahr 2064 soll mit etwa 9,7 Milliarden der Höchststand erreicht sein; danach werde die Zahl bis zum Jahr 2100 auf 8,8 Milliarden oder sogar auf unter sieben Milliarden sinken. Der Hauptgrund für den starken Rückgang: Frauen, die Zugang zu Bildung und Geburtenkontrolle haben, entscheiden sich dafür, weniger Kinder zu bekommen.

In 23 Ländern wird sich die Bevölkerung bis zum Jahr 2100 halbieren; z.B. in Japan von 130 Millionen auf 60 Millionen; in Thailand von 70 auf 35 Millionen; in Spanien von 46 auf 23 Millionen; in China von1,4 Milliarden auf 732 Millionen; in Deutschland gehen die Forscher von einem Rückgang von 83 auf 66 Millionen aus. Einige wenige Ausnahmen sind z.B. Nigeria mit einem Wachstum von 206 auf 791 Millionen oder Pakistan von 214 auf 248 Millionen.

Der Altersdurchschnitt wird weltweit von jetzt 33 Jahren auf 46 Jahre ansteigen; damit wären im Jahr 2100 2,4 Milliarden Menschen älter als 65 und nur 1,7 Milliarden unter 20 Jahre alt. Die Zahl der Kinder unter fünf Jahren soll um 40 Prozent auf 400 Millionen zurückgehen und es gäbe 880 Millionen Menschen, die über 80 Jahre alt sind.

Diese Entwicklungen haben natürlich dramatische Auswirkungen auf die Rentensysteme; in den entwickelten Ländern wird die Arbeitsmigration stark ansteigen (müssen) und die Emanzipation von Frauen z.B. in Afrika wird rasant voranschreiten.

Manche besonders betroffene Länder sind gut beraten, wenn sie sich sofort auf diese Entwicklungen einstellen. Beispiel Italien: Im Jahr 2019 kamen dort mit 420.000 so wenige Kinder auf die Welt, wie nie zuvor; wegen Corona wird die Zahl nochmal sinken und für 2021 wird eine Geburtenrate von unter 400.000 erwartet.

(Die Digitalisierung wird die fehlenden Arbeitskräfte kompensieren und den Wohlstand aufrecht erhalten, damit u.a. die drastisch ansteigenden Altersbezüge finanziert werden können.)

= Es ist der helle Wahnsinn !! In Brasilien wird eine Zehnjährige von ihrem Onkel vergewaltigt und wird schwanger. Zahlreiche Evangelikale und Rechtsextreme und sogar die Ministerin für Frauen, Familien und Menschenrechte protestierten gegen die für solche Fälle erlaubte Abtreibung. Die katholische Kirche und sogenannte wertkonservative Freikirchen verhindern die Legalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen. Mehr als die Hälfte der 66.000 jährlichen Vergewaltigungen in Brasilien betreffen Mädchen unter 13 Jahren; meistens sind die Täter Familienmitglieder.

= Pakistan ist ein Land mit über 200 Millionen Einwohnern und radikalen islamistischen Gruppen. Der demokratische Schein trügt, weil die faktische Macht bei den Militärs liegt. Das ist vielleicht gut so und die einzige Möglichkeit, dieses Land zu regieren und islamistische Terrorakte zu begrenzen. Und die Tatsache, dass die USA mit dem über Atomwaffen verfügenden pakistanischen Militär eng verbunden sind, wirkt hier eher beruhigend.

= Wir Europäer haben die Länder Afrikas in den vergangenen 400 Jahren kolonisiert und etwa zehn bis zwölf Millionen Afrikaner nach Amerika verschleppt, um sie dort zu verkaufen und als Sklaven auszubeuten. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, diese Entwicklung auf den Kopf zu stellen!

Der deutsche Entwicklungsminister Gerd Müller will endlich eine wirksame Afrika- und Nachbarschaftsstrategie mit einer Europäischen Investitions- und Entwicklungsbank, damit Afrika zu nachhaltigem wirtschaftlichen Erfolg befähigt wird und damit auch Europas Wirtschaftswachstum und Sicherheit profitieren! Müller will einen Marshallplan für Afrika mit gemeinsamen Sicherheitsstrukturen, einem Migrations- und Klimakonzept und einer Investitions- und Innovationsoffensive, damit Afrika zum Kontinent der erneuerbaren Energien wird und die Ernährung einer dynamisch wachsenden Bevölkerung sichern kann. Europa muss die entstehende afrikanische Freihandelszone nutzen und die Handelsbeziehungen auf einer für beide Seiten fairen Basis ausbauen. Das wird zu Wohlstand, Sicherheit und Frieden in Europa, in Afrika und der Welt beitragen.

 

Notizen zum Christentum

Ich beneide jeden Menschen, der in seiner Religion fest verankert ist, der dort Trost findet und der andere friedliche Religionen respektiert. Im Alter von 14 Jahren bin ich getauft und dann konfirmiert worden und ich habe natürlich nichts von dem verstanden, was der Pfarrer uns zu vermitteln versuchte. In den 60 Jahren, die seither vergangen sind, habe ich immer wieder versucht, ein „Christ“ zu werden. Ich habe Gottesdienste und Messen besucht und viel über „meine“ Religion gelesen; verstanden habe ich bis heute so gut wie nichts. Weder die Glaubenssprache, noch die Dogmen, noch die Gottes-Sohn-Schaft von Christus, noch das Rituelle, noch das Kultische, noch das Liturgische, noch das Sakramentale.

Immer wieder mal habe ich an meinem Verstand gezweifelt; dann erkannte ich, dass alle diese Vernebelungen das Marketing-Konzept der Kirchen sind. Dabei will ich nicht über die menschlichen Irrungen und Sünden innerhalb der Kirchen richten – alle Menschen sind Sünder. Auch über die immer noch höfische Organisation der Kirchen und die Tatsache, dass der Geist des Absolutismus nicht überwunden wurde, will ich nicht urteilen.

Aber dass die christlichen Kirchen sowohl das komplette Alte als auch das Neue Testament zur Grundlage ihrer Religion machen, ist schlicht inakzeptabel. Ein Zitat (1 Samuel 15):

„Wie lange noch Herr, willst du immerdar zürnen, soll brennen wie Feuer dein Ingrimm? Ergieße deinen Zorn über die Völker, die dich nicht kennen und über die Reiche, die deinen Namen nicht anrufen! (Psalm 79). Gehe hin und schlage Amalek, vollstrecke an allem, was ihm gehört, den Bann und verschone nichts. Töte Männer und Frauen, Kinder und Säuglinge, Rinder und Schafe, Kamele und Esel!“

„Als Josua an einem einzigen Tag zwölftausend Heiden tötete und dem Herrn hinterher Dank sagte, indem er die zehn Gebote in Stein meißelte, einschließlich des Satzes „Du sollst nicht töten“, war er durchaus nicht scheinheilig. Wie alle Meister der Gruppenauslese war der jüdische Gott ebenso so streng zur Außengruppe, wie er der Binnengruppe moralisch war.“

Jedes Wort, dass in der Bibel oder in kirchlichen Texten oder in Gottesdiensten verkündet wird, ist von Menschen kreiert. „Gottes Existenz übersteigt den menschlichen Horizont. So wie ein Kind, das nicht lesen kann, weiß, dass ein Buch tiefes Wissen enthält und eine Bibliothek nach bestimmten Prinzipien geordnet ist, muss ein intelligenter Mensch beim Blick auf das Universum erkennen, dass hier eine übergeordnete Macht am Werk ist. Ich habe den Talmud und die Bibel studiert und ich verehre Jesus Christus. Das Evangelium ist so sehr mit der Perönlichkeit von Jesus Christus verbundern, dass man kaum daran zweifeln kann, dass er wirklich gelebt hat.“ (Albert Einstein)

Das Reformkonzil Vatikanum II (1962-1965) verkündete: „Das von Gott Geoffenbarte, das in der Heiligen Schrift enthalten ist und vorliegt, ist unter dem Anhauche des Heiligen Geistes aufgezeichnet worden; denn aufgrund apostolischen Glaubens gelten unserer heiligen Mutter die Bücher des Alten wie des Neuen Testaments in ihrer G a n z h e i t mit a l l e n ihren Teilen als heilig und kanonisch, weil sie, unter Einwirkung des Heiligen Geistes, geschrieben (…..) Gott zum Urheber haben und als solche der Kirche übergeben sind.“

Jesus hat sich nicht selbst als Messias oder Christus, als Davidsohn oder Gottessohn, endzeitlicher Menschsohn, Herr oder Heiland gesehen. Diese Titel sind ihm erst nach seinem Tod beigelegt worden.

Péter Nádas: „Christentum und Judentum benutzen einen Trick: Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde. Diese Kausalität eines Ursprungs ist eine Fälschung und alles, as sich daraus ableitet, ist entsprechend falsch. Diese Fälschung spüren wir alle und die Literatur beschäftigt sich mit nichts anderem als mit dieser Fälschung.“

Mahatma Gandhi: „Die Religionen sind verschiedene Straßen, die am selben Punkt zusammen kommen. Es spielt keine Rolle, wenn wir auf verschiedenen Straßen wandeln, denn zuletzt erreichen wir alle dasselbe Ziel. Tatsächlich gibt es so viele Religionen, wie es Menschen gibt.“

Die Religion von Jesus Christus war die Nächstenliebe. Lasst uns versuchen, ihm nachzueifern.

 

W i t z e

= „Wie alt sind Sie eigentlich, Frau von Falkenstein?“, fragt der Schönheitschirurg seine neue Patientin. „Ich gehe auf die vierzig zu.“ – „Aus welcher Richtung?“

= Wir gingen mit unserer Lehrerin im Park spazieren. Gegenüber dem Park war ein Haus, wo Mütter ihre Kinder gebären. Eine Gebärmutter schaute aus dem Fenster und winkte uns zu.

= Die Mohammedaner dürfen viele Frauen haben. Die Christen nur eine. Das nennt man Monotonie.

= Ein Deutscher sitzt in einem Café am Potsdamer Platz in Berlin und genießt gerade sein Frühstück mit Kaffee, Schwarzbrot und Marmelade. Da setzt sich ein Kaugummi kauender, amerikanischer Tourist neben ihn und quatscht ihn an: „Esst ihr Deutschen eigentlich das ganze Brot?“ Der Deutsche erwidert: „Ja, natürlich!“

Der Ami macht eine Riesenblase mit seinem Kaugummi und meint: „Wir nicht. In den Staaten essen wir nur das Weiche vom Brot. Die harte Kruste sammeln wir, formen daraus Schwarzbrot und schicken das nach Deutschland.“

Der Deutsche lässt sich nicht beirren und isst weiter. Der Amerikaner aber stellt erneut eine Frage: „Esst ihr auch Marmelade zum Brot?“ Der Deutsche erwidert – inzwischen leicht genervt: „Ja, natürlich.“

Der Amerikaner kaut weiter seinen Kaugummi und sagt: „Wir nicht. In den Staaten essen wir nur frisches Obst zum Frühstück. Die Schalen, Kerne und Reste sammeln wir in Containern, machen daraus Marmelade und verkaufen sie nach Deutschland.“

Langsam wird es dem Deutschen zu blöd. Er fragt den Ami: „Habt ihr auch Sex in den Staaten?“ Der Ami lacht und sagt: „Ja, klar!“ Der Deutsche fragt: „Und was macht ihr mit den Kondomen, wenn sie benutzt sind?“ Der Ami verwundert: „Die werfen wir weg.“ Jetzt lächelt der Deutsche und meint: „Tja, wir nicht. Wir sammeln die benutzten Kondome in Containern, verarbeiten sie zu Kaugummi und verkaufen sie nach Amerika.“

= Der Bundeskanzler aus Österreich ruft bei Angela Merkel an und beschwert sich: „Immer lacht ihr Deutschen über uns Österreicher. Könnt ihr nicht mal was ganz Dummes machen, damit wir auch mal über euch lachen können?“ Angela Merkel tun die Österreicher leid, deshalb willigt sie ein und lässt mitten auf dem flachen Land eine große Brücke bauen. Als die Österreicher davon Wind bekommen, lachen sie die Deutsche aus: „Mei, sind die Deutschen dumm! Bauen einfach eine Brücke, dabei gibt´s da weder Fluss noch Tal!“

Nach ein paar Tagen ruft der österreichische Bundeskanzler wieder bei Angela Merkel an und bedankt sich: „Das war wirklich spitze – so gut haben wir uns schon lange nicht mehr amsiert. Aber jetzt könnt ihr die Brücke wieder abreißen.“ Antwortet Angela Merkel: „Das würden wir ja gerne, geht aber nicht. Auf der Brücke sitzen lauter Österreicher und angeln.!“

= „Herr Müller, was macht eigentlich Ihr altes Leiden?“ – „Keine Ahnung, Herr Doktor, wir sind seit einem halben Jahr geschieden!“

= „Herr Doktor“, fragt der Patient, „ist diese OP wirklich nötig? Ich habe zu Hause drei Kinder zu ernähren!“ „Tja, mein Lieber, ich auch!“

= Im menschlichen Körper treffen sich zwei Bazillen. Sagt der eine: „Komm, wir gehen in die Leber einen trinken!“ Sagt der andere: „Nein, ich warte auf einen Furz, ich möchte noch ausgehen.“

= Die ambitionierte Sängerin: „Ich bin enttäuscht, Herr Professor, dass Sie nichts von meiner Stimme halten. Sogar meine Nachbarn raten mir, an der Akademie in Mailand zu studieren.“ Darauf der Professor: „Wenn ich Ihr Nachbar wäre, würde ich Ihnen das auch raten.“

= Was war Jesus von Beruf? Student! Er wohnte mit 30 Jahren noch bei den Eltern, hatte lange Haare, und wenn er etwas tat, dann war es ein Wunder.

 

Wo sonst gibt es so viel Zynismus, Arroganz, Ignoranz und Selbstverliebtheit auf einem Haufen?

Eine Frau Antonia Baum schreibt in der ZEIT den folgenden Artikel über Politiker und Stehtischhussen. Jetzt ist Durchstehvermögen gefragt!

„Im Zentrum des Gruppenfotos, das kürzlich während einer CDU-Wahlkampfveranstaltung in Castrop-Rauxel bei etwa 30 Grad aufgenommen wurde, ist der NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (weißes Oberhemd) zu sehen, der vor einem von einer Stehtischhusse überdeckten Stehtisch in einem Wald steht und dabei irgendetwas erklärt (dynamisch, fachkundig). Seine Zuhörer sind etwa 16 weitere Männer (Oberbürgermeister- oder Landratskandidaten, einige in weißen Oberhemden, aber noch mehr in blauen), deren Gesichter man nur schwer voneinander und von dem Armin Laschets unterscheiden kann, weil es nichts Signifikantes gibt, das sich unterscheiden ließe (helle Hälse, darauf Köpfe mit hellem Haar, das weniger wird). Und aus diesem Grund (mangelnde Diversität in der CDU) fiel Laschet das Castrop-Rauxel-Foto dann online hinterher auch auf die Füße, wie er selbst es wohl formuliert hätte, was sicher auch daran liegt, dass man dieses Castrop-Rauxel-Foto im Grunde gar nicht als Foto bezeichnen kann.

Man muss eigentlich sagen, es ist ein historisches Gemälde, ein fürchterliches, in mehrfacher Hinsicht. Zunächst sind von Stehtischhussen verdeckte Stehtische eine Beleidigung, weil diese gespensterhafte und lächerliche Verkleidung (wie Kaminfeuer im Fernsehen, wie Push-up-BHs) noch auffälliger ist als die Unmöglichkeit von Stehtischen an sich. Steht man an Stehtischen, hört man leeren Sätzen zu, die gesagt werden müssen, damit hinterher gesagt werden kann, dass sie gesagt wurden, und zwar von XY, und alle wissen das, natürlich, und begeben sich zu diesem Zweck zeitlebens an von Stehtischhussen verdeckte Stehtische, die in ihrer Absicht, das vermeintlich Unschöne zu kaschieren, genau so trampelhaft und stumpf operieren, wie es die Worte, die rund um Stehtische fallen, in der Regel sind.

Um daran erfolgreich teilzunehmen, braucht man eine unglaubliche Selbstverleugnungsenergie, die außerdem die Voraussetzung für das Tragen der Bekleidung der etwa 17 Männer auf dem Bild ist: Uniform, ohne jede Verzierung und dadurch Rationalität und Vernunft behauptend., ragen sie unterschiedslos in den Himmel hinein (wie Bäume oder, oh Gott, Phalli), dabei wollen sie bei der Hitze eigentlich alle ins Freibad. Aber sie stehen zu siebzehn in Oberhemden, geschlossenen Schuhen, braunen Hosen, die am Bund zu eng sind, in einem deutschen Wald (bekanntlich eine Sache, mit der man gerade vorsichtig sein sollte) an von Stehtischhussen verkleideten Stehtischen und werden, sobald das Foto sich in den sozialen Netzwerken verbreitet, ausgelacht, und vermutlich war ihnen das sogar vorher klar. Ganz anders als ihre Oberhemden es behaupten, ist an dieser Situation nichts rational (aber das war das sogenannte Patriarchat auch noch nie).“

Wie wäre es, wenn solche Intelligenz-Bestien wie Frau Baum in die Politik gehen und es besser machen, als die Hemdenträger ?

Die früheren ZEIT-Chefs Marion Dönhoff und Helmut Schmidt sitzen (hoffentlich) im Paradies und werden vom Text dieser Dame angeekelt sein.