Gebildet müsste man sein……

= „Einerseits wird das Römische Reich in deutschen Landen von jeher adoriert……….“ (SPIEGEL)

= „Eine globalisierte Jeunesse dorée blickt mondän über die Unterdrückung hinweg………“ (S.Z.)

= Buchbesprechung in der Süddeutschen Zeitung: „Dann bleibt es vielleicht bei nur leichten Symptomen selbst im Hochrisikogebiet Guttenberg, das in Kapitel eins eines Buches kartiert wird……….“. – „……. und insinuierte selbst tatsächlich….“ – „Schönauer und Tschermak kontextualisieren die Arbeit von BILD“. – „…….. arbeitet nicht mit leicht zu inkriminierenden Lügen….“

= Die S.Z. über den Fußballer Jens Lehmann: „Zu seiner stattlichen Hybris kommen Ignoranz und Arroganz.“

= FAZ über den Fußballer Sabitzer: „Sabitzer ist bis heute Leipzigs Enigma geblieben.“

= Handelsblatt: „Start-ups, Wissenschaftler und Konzerne arbeiten daran, digitale Informationen durch haptisches Feedback völlig neu erlebbar zu machen.“

= S.Z.: „Daher lässt eine Nachricht vom University College Freiburg aufhorchen, die eine der vulnerabelsten ethnischen Minderheiten in Deutschland betrifft: die Roma.“

= S.Z.: „Der Anthropologe Tomasello entwickelt eine neue Theorie der Ontogenese und erklärt in einer großen Synthese, wie Kinder eine Persönlichkeit ausbilden……… „

= DIE ZEIT über Fußball: „Was wäre, wenn wir einmal ein ganzes Spiel lang transkribieren würden, dachten wir in der Redaktion, was auf dem Platz wirklich gesagt wird?“

= S.Z.: „Im Einzelsport hat jede Niederlage ihr eigenes Narrativ.“

 
 
 

Fußball – Fetischist

= Das war zu befürchten !! Nachdem das Quoten-Geschwätz in alle Bereiche der Gesellschaft vordringt ist jetzt auch der Fußball dran. Ausgerechnet der Intelligenzbolzen Oliver Kahn hat vor ein paar Wochen im Kicker verlauten lassen: „Mehr weibliche Führungskräfte würden dem Fußball guttun. Die Gesellschaft ist da wesentlich weiter.“ Und nach dem Machtkampf im DFB und dem Versagen der alten und neuen Führungskräfte kommt die feministische Süddeutsche Zeitung mit der Schlagzeile: „Frauenquote soll kommen“! Die S.Z. berichtet, dass eine Initiative von neun prominenten Frauen „weitreichende Veränderungen im deutschen Fußball fordern – darunter die Einführung einer verbindlichen Frauenquote.“

Und jetzt kommt der Clou !! Die Damen schlagen eine gewisse Katja Kraus als neue DFB-Präsidentin vor. Frau Kraus war acht Jahre lang Vorstandsmitglied beim HSV und hat natürlich mit dem peinlichen Niedergang dieses Traditionsclubs überhaupt nichts zu tun.

Wenn wir eine Quote im Fußball einführen – dann aber konsequent in allen Bereichen! Auch die Bundesliga-Teams werden zur Hälfte mit Frauen besetzt – also in der ersten Halbzeit mit sechs Frauen und fünf Männern und in der zweiten Halbzeit umgekehrt. Offen ist noch, wie in den Kabinen und Duschen verfahren wird und ob lesbische Fußballerinnen zusammen mit schwulen Fußballern duschen sollen.

= Rita Schiavi ist Deligierte im Internationalen Dachverband der Bau- und Holzarbeitergewerkschaften; sie schreibt in der NZZ: „WM in Katar bringt Arbeitsrecht voran. 2010, als bekanntwurde, dass die Fussbal-WM 2022 im Wüstenstaat Katar stattfinden wird, hat unser Dachverband eine Kampagne gestartet, um die Arbeitsbedingungen der Arbeitnehmer in Katar zu verbessern. In erster Linie haben wir uns für die Bauarbeiter eingesetzt, die auf den Stadion-Baustellen arbeiten, und haben für diese innerhalb kürzester Zeit grosse Verbesserungen erreichen können.“

 
 
 
 

Die besten Aktien auf Sicht von zehn Jahren (ohne Gewähr):

= WKN 858872 Banco Santander

= WKN A1JB8N Sberbank

= WKN A117ME Alibaba

= WKN 851399 IBM

= WKN 716460 SAP

= WKN 865985 Apple

= WKN A2H5LX SEA

= WKN A2JNY1 Xiaomie

= WKN 501822 Netease

= WKN A1JWVX Facebook

= WKN A1138D Tencent

= WKN A14Y6F Alphabet

= WKN 870747 Microsoft

= WKN A0M4W9 Byd

= Isin IE 00B Z12 WP8 2 Linde

= WKN 881823 Samsung

= WKN 853510 Toyota

= WKN 766403 VW Vz.

= WKN 884241 Reliance

= WKN PAH003 Porsche

= WKN 851194 Danone

= WKN A0JNE2 Unilever

= WKN A0Q4DC Nestle

= WKN A12EAP Alibaba Health

= WKN A0Y38Q Merck & Co.

= WKN 853250 Johnson & Johnson

= WKN 920657 Sanoffi

= WKN 858560 Elly Lilly

= WKN 904278 Novartis

= WKN A14M2J Medtronic

= WKN 857675 Becton & Dickinson

= WKN 843002 Münchner Rück

= WKN 840400 Allianz

= WKN A1C7FB AIA-Group

= WKN 861873 BP

= WKN A0ER6S Royal Dutch

= WKN 903276 Gazprom

 

Kurz und interessant

= „Das deutsche Modell. Die Kurzarbeit rettet mindestens zwei Millionen Jobs: Die Regierung kann in der Corona-Krise einen Anstieg der Arbeitslosigkeit verhindern. Das Problem bleibt der Niedriglohnsektor.“ (S.Z.)

= „95 Prozent ihres Vermögens wollen Bill und Melinda Gates gemeinnützigen Zwecken zugutekommen lassen.“ (Handelsblatt)

= Das Land Syrien leidet unter einer schweren Inflation: Geldscheine werden gewogen, nicht gezählt.

= „China ist der Wachstumsmotor für Volkswagen, Daimler und BMW. Volkswagen hat in China einen Marktanteil von 19 Prozent.“ (NZZ)

= „Die „Diversität“ der Ethnien und Religionsgemeinschaften hat in den Ideologien des Islamismus und des Panarabismus keinen Platz.“ (NZZ)

= 34 Millionen Deutsche spielen regelmäßig Videospiele. Für viele wird das Zocken zur Sucht.

= Das Lehramt der katholischen Kirche hat es jetzt nochmals bekräftigt: Jede vor- oder außerehelische Form der Sexualität ist ebenso widernatürlich wie jede Form der Empfängnisverhütung !

= Ein Herr Professor Doktor Doktor H.C. Wolfgang Schieder in einem FAZ-Leserbrief: „Wenn man sich in Europa, vor allem in Italien umhörte, dann erfuhr man mit Schrecken, welchen Verlust von Ansehen Deutschland unter Merkel infolge der Eurokrise und der Flüchtlingskrise in der Bevölkerung und in den Medien erlitten hat.“ (Kann man so viele Titel haben und so beschränkt sein?)

= Die deutschen Verlage und Medien und Journalisten-Verbände hängen sich gegenseitig pro Jahr etwa 300 Medienpreise um den Hals. Jetzt hat die Tagesthemen-Moderatorin Caren Miosga bei der Verleihung der Grimme-Preise für ihre herausragende Leistung als Journalistin einen „Sonderpreis“ erhalten. Begründung: „Brillanter Geist in einem kühlen Kopf.“ (Selten so gelacht)

= Nicola Leibinger-Kammüller im Handelsblatt:

  • Frage: „Was können wir von China lernen?“ Antwort: „Schnelligkeit, Pragmatismus, Effizienz. Auch die Bereitschaft, Fehler zuzulassen. Unsere hohen technischen Ansprüche stehen uns auch in unserer Firma manchmal im Weg. Wir könnten noch schneller Produkte auf den Markt bringen, die vielleicht nur die notwendigen 80 Prozent der Leistung bringen und nicht 110 Prozent.“
  • „Was können wir von den USA lernen?“ – „Den Optimismus. Das sieht man jetzt in schwierigen Zeiten. Die Amerikaner vermitteln ihren Kindern von klein auf, dass sie an sich glauben. Wir sind dagegen die Weltbedenkenträger, sehen bei noch nicht ganz ausgereiften Produkten oder Prozessen eher das Schlechte als die Möglichkeit, dass daraus etwas Gutes werden kann.“
  • „Überzeugt Sie der Kurs der Union?“ – „Was ich in den letzten Tagen von Armin Laschet gehört habe, gefällt mir sehr gut. Das geht in die richtige Richtung.“
  • „Können wir uns ohne hohe Steuereinnahmen die milliardenschweren Wirtschaftshilfen leisten?“ – „Zu hohe Steuern lähmen die Menschen, genau wie zu viel Bürokratie und zu starre Arbeitszeiten. Die meisten Steuern kommen aus einer florierenden Wirtschaft. Man kann die Bürger entlasten, indem man gleichzeitig Subventionen und Zuschüsse streicht. Das muss Hand in Hand gehen. Die Schweizer haben beispielsweise geringere Steuern, aber auch weniger Subventionen.“
 
 

Der Nahost – Konflikt

Die Londoner Sonntagszeitung „The Observer“ kommentiert den Nahostkonflikt: „Seien wir ehrlich. Benjamin Netanjahu ist ungeeignet als Premierminister Israels. Seine De-facto-Ablehnung der von der UN unterstützten Zwei-Staaten-Lösung, seine Förderung der Beschlagnahmung oder Annexion von palästinensischem Land im Westjordanland und in Ostjerusalem, seine diskriminierende Haltung gegenüber neofaschistischen religiösen und rechtsextremen Siedlergruppen und der jüngste Polizeieinsatz in der Jerusalemer Al-Aksa-Moschee haben die aktuelle Krise geschürt. Seien wir ehrlich. Mahmoud Abbas, eine diskreditierte Figur, die der Palästinensischen Autonomiebehörde vorsteht, ist kein geeigneter Führer für Palästina, besonders nicht ohne Neuwahlen. Beide Seiten brauchen neue Anführer, die eine Vision für Frieden und nicht für Krieg haben. Ein Waffenstillstand ist ein notwendiger erster Schritt, und er ist unverzüglich erforderlich.“

Die NZZ schreibt: „Netanyahu stellt das eigene Interesse seit langem vor jenes der Nation. Er klammert sich an die Macht, weil er glaubt, nur so eine Verurteilung abwenden zu können. Es ist höchste Zeit für Netanjahus Rücktritt.“

Die Probleme mit Netanjahu bedeuten natürlich nicht, dass die Palästinenser Unschuldslämmer sind. Im Gegenteil: Sie haben sich seit der Staatsgründung nicht für den Aufbau eines demokratischen Staates interessiert; ein Gesundheitssystem existiert nicht, so daß sich viele Palästinenser in Israel behandeln lassen; die Milliarden Dollar, die Palästina von arabischen Staaten erhalten hat, wurden für Raketen und andere Waffen verwendet und nicht für den Aufbau einer zukunftsfähigen Wirtschaft; das Schulsystem ist marode und den Kindern werden Sprüche beigebracht wie „Hamas – Hamas – Juden in das Gas“.

Man darf in Deutschland die Politik Israels und Palästinas heftig kritisieren. Aber die Verquickung mit antisemitischen Hassparolen sind widerlich und völlig inakzeptabel.

In den letzten Jahren haben sich einige arabische Staaten Israel angenähert. Jordanien und Ägypten bemühen sich schon lange um eine Lösung der politischen Probleme im Nahen Osten. Jetzt wäre die Gelegenheit, für die gesamte Region – einschließlich Libanon und Syrien – zukunftsfähige und den Frieden langfristig sichernde Verträge zu vereinbaren.

 

Keine Klimarettung ohne eine leistungsfähige Wirtschaft !!! Zerstört das Klimapaket der Regierung die deutsche Industrie?

= Die deutsche Wirtschaft ist bereits heute mit den höchsten Steuern der großen Industrieländer belastet. Hinzu kommt eine überbordende Bürokratie. Das Umweltbundesamt verlangt, dass Deutschland ab 2030 kein Wachstum mehr haben soll! Wer wird dann die Klimarettung finanzieren?

= Die deutsche Industrie investiert bis zum Jahr 2025 über 150 Milliarden Euro in Digitalisierung, E-Mobilität und Batterietechnik.

= Wenn die innovative deutsche Industrie zerstört wird, wandert sie in Länder aus, in denen für die gleiche Produktion viel mehr Kohlendioxid ausgestossen wird.

= Die Polemik der Klimaretter gegen die Globalisierung ist ein Eigentor. Der internationale Handel ist ein Motor für den Wandel und damit auch für den Klimaschutz.

= Die europäische Auto- und Zuliefererindustrie erwartet, dass mit dem Wechsel zur E-Mobilität 580.000 Arbeitsplätze entfallen und auf der anderen Seite 420.000 neue Jobs entstehen.

= Eine CO2-Steuer ist notwendig. Ein durch die Preise der Zertifikate steigender Preis verteuert die Nutzung fossiler Energieträger und setzt Anreize, auf eine effiziente Weise weniger schädliche Verfahren anzuwenden. In der Marktwirtschaft ist die Verteuerung von CO2 das effektivste Verfahren zur Reduzierung von Treibhausgasen. Auch der Flugverkehr muss in den Emissionshandel einbezogen werden, damit emissionsärmere Antriebe entwickelt werden.

= Es ist kontraproduktiv, den Handel mit Ländern zu reglementieren, die (vielleicht notgedrungen) schlechtere Umweltstandards haben als Deutschland. Nicht Klimaprotektionismus ist das Gebot der Stunde, sondern die Durchsetzung der Bepreisung von CO2 in möglichst vielen Ländern der Welt.

= Seit vielen Jahren wird in Deutschland versucht, die Energieversorgung auf Erneuerbare umzustellen. Wir müssen unbedingt die Genehmigungsverfahren vereinfachen, damit z.B. der Bau von Stromautobahnen und der „schnelle Bahnverkehr“ realisiert wird. Mit dem „Nicht in meiner Nachbarschaft“ muss Schluss sein.

Wir stehen vor gewaltigen Transformationen! Wir retten das Klima nicht, indem wir die Marktwirtschaft abschaffen oder unsere Industrie in „billigere“ Länder verlagern. Deutschland hat die Fähigkeit, die vor ein paar Tagen beschlossenen neuen Klimaziele zu erreichen u n d unsere Wirtschaft auf Weltspitzenniveau zu stabilisieren !!!

 

Bill Gates: „Die deutschen Wissenschaftler und Ingenieure gehören zu den besten der Welt“ Dazu ein paar Beispiele aus dem Handelsblatt:

  • Industrie 4.0 – Die Fabrik, die mitdenkt. Die vernetzte Industrieproduktion ist eine Erfindung aus Deutschland – und hat auf der ganzen Welt für einen Digitalisierungsschub gesorgt. Mit der zunehmenden Verbreitung von Künstlicher Intelligenz in den Werkshallen geht die Industrie 4.0 nun in die nächste Phase.
  • Lipid-Nanopartikel – Schutzkapseln für das Serum. Chemiefirmen wie Evonik und Merck sorgen dafür, dass mRNA-Impfstoff sicher in die Körperzellen gelangt.
  • Gen-Editierung – Hoffnung auf Heilung. Die Genschere Crispr/Cas ermöglicht den Austausch defekter Gene gegen intakte – in der Forschung ist Deutschland führend.
  • Klimaneutraler Stahl – Die Hochöfen weichen der Zukunft. Stahlhersteller wie Thyssen-Krupp und Salzgitter ersetzen CO2-intensive Kohle durch Wasserstoff.
  • Flugtaxen – Über den Stau hinweg. Luftfahrtenthusiasten bei Lilium, Volocopter und anderswo wollen realisieren, woran viele Ingenieure bisher gescheitert sind: elektrische Senkrechtstarter. So wollen sie den Verkehrskollaps auf den Straßen verhindern.
  • Batterie-Produktion – Trockener Film statt flüssige Chemikalien. Fraunhofer IWS will die Trockenbeschichtung in die Batteriefabriken bringen. Das schont Umwelt und Geldbeutel.
  • Batterie-Recycling – Die Schwarze Masse macht´s. Die Schattenseite der Elektromobilität ist der Müll: Millionen aussortierte Batterien müssen künftig entsorgt werden. Chemiefirmen und Recyclingspezialisten entwickeln Verfahren, um Metalle wie Lithium, Kobalt und Nickel wiederzuverwenden. So sollen die wertvollen Stoffe zurück in die Produktion gelangen.
  • Smarthome – Clevere Einheizer für zu Hause und fürs Büro. Start-ups wie Vilisto und Tado automatisieren mit intelligenten Thermostaten die Heizung und die Klimaanlage – und helfen, jede Menge Energie zu sparen.
  • Open Super Q – Europa erschafft den Superrechner der nächsten Generation. Im Forschungszentrum Jülich wird im Herbst der erste Quantencomputer in Betrieb genommen, der ohne Hilfe von US-Unternehmen entwickelt wurde.
  • Automatisierung – Kollege Cobot. Die Roboter, die miteinander arbeiten, hielten in der Pandemie vielerorts die Produktion aufrecht. Das könnte ihren Durchbruch beschleunigen – und deutsche Start-ups sind vorn mit dabei.
  • Mobilfunk – Mit 5G in die Industrie 4.0. In Deutschland können Firmen und Forschungseinrichtungen eigene lokale 5G-Netze aufbauen. Das erlaubt aufschlussreiche Experimente mit der Zukunftstechnologie.
  • Logistik – Die wissen, wo es langgeht. Start-ups wie Smartlane und Sennder revolutionieren mit optimierter Routenplanung die Speditionsbranche.
  • Chemisches Recycling – Aus Müll mach neu. Noch immer wird ein großer Teil des Kunststoffabfalls verbrannt. Weil das mechanische Recycling an Grenzen stößt, treiben BASF, Covestro und Evonik die chemische Wiederaufbereitung voran.
  • Digitalisierung der Luftfahrt – Schnelles Internet in luftiger Höhe. Skyfive spannt Mobilfunkzellen am Himmel auf und bietet Breitbandverbindungen für Flugzeuge – vom Boden aus.
  • Learning Analytics – In die Köpfe der Kinder schauen. KI-gesteuerte Lernprogramme können Lernen und Lehren revolutionieren. Sie passen sich dem einzelnen Schüler und seinem Wissen an und reagieren darauf. Lehrern zeigen sie, wie das Lernen funktioniert. Deutschland ist jedoch noch weit davon entfernt, diese Innovationen in der Schule auch zu nutzen.
  • Halbleiterfertigung – Mit lila Licht zum kleinsten Chip. Ohne die Optik von Carl Zeiss und die Laser von Trumpf gäbe es die EUV-Technlogie nicht. Ohne EUV gäbe es die nächste Chipgeneration nicht. Mithilfe der Deutschen ist der größte Technologiesprung in der Chipindustrie seit Jahren gelungen.
  • DNA-Computer – Rechnen im Reagenzglas. Die Entwicklung von Computern stößt an physikalische Grenzen. Wissenschaftler entwickeln daher neue Hardware – zum Beispiel mit menschlichem Erbgut.
  • Bauverfahren – Das gedruckte Haus. In Deutschland stehen die beiden ersten Wohnhäuser aus dem 3D-Drucker. Die Technik könnte das Bauen schneller, sicherer und günstiger machen.
  • Klimarobuste Pflanzen – Klein, aber widerstandsfähig. Die Landwirtschaft muss sich durch den Klimawandel auf mehr Wetterextreme einstellen. Saatguthersteller wie Bayer entwickeln neue Pflanzen, die mit Dürre und Winden besser zurechtkommen.
  • Radiologie-Software – Krankheiten eine Struktur geben. Die systematische Auswertung von MRT- oder CT-Bildern revolutioniert die Diagnose.
  • Gedruckte Elektronik – Ein Pflaster, das mitdenkt. Mithilfe von Lacken und Sensoren kann Elektronik auch gedruckt werden. Der Klebstoffkonzern Henkel hat sich mit belgischen Firmen zusammengetan und eine innovative Lösung entwickelt. Das Pflaster ermöglicht die kontaktlose Beobachtung etwa der Herzfrequenz.
 
 

Arthur Koestler: Politischer Aktivist + Bestseller-Autor + Journalist

Der ungarisch-jüdische Schriftsteller und Journalist Arthur Koestler (1905-1983) hat wie kaum ein anderer unter Einsatz seines Lebens die Extreme und Ideologien des 20. Jahrhunderts durchlebt. In den zwanziger Jahren prügelte er sich als Wiener Student mit Antisemiten, lebte als Kibbutznik, Limonadenverkäufer und Reporter in Palästina. Anfang der dreißiger Jahre pilgerte er mit Langston Hughes durch Stalins Sowjetunion, spürte 1937 arabische Terroristen in Beirut auf, fuhr Ambulanzwagen durch das London des „Blitz“ und berichtete aus dem israelischen Unabhängigkeitskrieg. Er saß als kommunistischer Spion in Francos Todeszelle, die französische Vorkriegsregierung internierte und die Gestapo jagte ihn, von Moskau wurde er als „nervenkranker“ Kalter Krieger beschimpft. Koestler engagierte sich nicht nur in der Politik: Er überflog im Zeppelin den Nordpol, forderte die wissenschaftliche Anerkennung der Parapsychologie, traf Gurus in Indien, stritt sich in Japan mit Zen-Priestern und schlug die gezielte Manipulation des menschlichen Gehirns durch Drogen vor, um der selbstzerstörerischen Tendenz unserer Spezies Herr zu werden.

 

Die Welt ist ein Dorf

= Schlechte Nachrichten sind gute Nachrichten: Seit dem Sturz der Taliban in Afghanistan vor 20 Jahren hat man in Deutschland immer wieder und immer wieder nur von Terrorakten gelesen und gehört. Jetzt ziehen die westlichen Alliierten ab und was liest man in der Zeitung?

  • Nach dem 1. Weltkrieg half Deutschland den Afghanen beim Aufbau ihres Schulwesens und in den sechziger Jahren bei der Errichtung von Landwirtschaftsschulen.
  • Seit dem Sturz der Taliban ist Deutschland nach den USA zweitgrößter Geldgeber mit aktuell 450 Millionen Euro jährlich.
  • Deutschland hat sich an der internationalen Förderung eines Ausbildungs- und Gesundheitswesens beteiligt.
  • Heute können 50 Prozent der Afghanen lesen und schreiben. Im Jahr 2001 waren es noch 20 Prozent. 40 Prozent der Mädchen gehen heute zur Schule – unter den Taliban waren es fast keine.
  • Die Lebenserwartung ist in zwanzig Jahren von 45 Jahren auf 64 Jahre gestiegen. Die Müttersterblichkeit konnte um 80 Prozent gesenkt werden.
  • Durch die deutsche Unterstützung konnten 450 Ausbildungsstätten neu geschaffen werden (Schulen, Berufsschulen, Universitäten).

Die Arbeitslosigkeit ist immer noch hoch, weil jedes Jahr 400.000 Menschen auf den Arbeitsmarkt drängen. Deshalb sollte sich die zukünftige Entwicklungszusammenarbeit auf zwei Felder konzentrieren:

  1. Im Verbund mit der weiteren Unterstützung von Berufsschulen muss die Gründung kleinerer und mittlerer Betriebe gefördert werden – vor allem mit der Vergabe von Kleinkrediten. Das gilt auch für den ländlichen Raum. Und es könnten Arbeitsmöglichkeiten für rückkehrende Afghanen entstehen.
  2. Die Entwicklungszusammenarbeit muss an verbindliche Reformen gebunden werden – vor allem zur Bekämpfung der ausufernden Korruption. (Aus einem FAZ-Leserbrief von Prof.Dr. Michael Bohnet)

= Wie will Syrien wieder auf die Beine kommen? Nördlich der Front bei Afrin stehen die türkische Armee und die sogenannten Syrische Volksarmee, ein Zusammenschluss vorwiegend islamistischer Rebellengruppen. Auf der anderen Seite haben die Syrischen demokratischen Kräfte – eine Allianz der kurdischen YPG und arabischer Milizen – ein Zweckbündnis mit dem Asad-Regime und der russischen Armee geschlossen, um den Vormarsch der Türkei und der Islamisten aufzuhalten. Die Russen unterstützen die Asad-Regierung und die Amerikaner stehen aufseiten der Kurden. Die USA haben sich auf wenige Gebiete im äußersten Osten zurückgezogen, denn dort liegen die grössten Erdölvorkommen des Landes, die heute zu 90 Prozent von den USA kontrolliert werden.

= Ex-Bundeskanzler Schröder wird vom DUB-Unternehmer-Magazin interviewt: „Wie erklären Sie sich die offenbar wachsende Russlandfeindlichkeit in Deutschland?“ Einige Antworten von Gerhard Schröder:

„Ich habe den Eindruck, dass man Sehnsucht nach einem neuen Kalten Krieg hat. Daraus kann nichts Gutes entstehen – weder wirtschaftlich noch politisch. Wir brauchen nicht weniger, sondern mehr Dialog.“

„Wenn man bei Themen wie Rechtssicherheit für Unternehmen oder Korruptionsbekämpfung weiterkommen will, geht das nur, wenn man dialogbereit ist.“

„Die Amerikaner sind zurück in der Weltgesundheitsorganisation und im Klimaabkommen von Paris. Das ist positiv, aber nicht genug. Der Klimawandel ist ohne Russland und China nicht in den Griff zu bekommen. Auch die Migrationsfrage ist nicht isoliert lösbar. Bei allen Unterschieden in den Werten ist es vernünftig zu fragen: wo können, wo müssen wir trotzdem zusammenarbeiten? Man muss die Unterschiede deutlich machen. Aber sie zum Maßstab der Politik zu machen, ist irrational.“

„Niemand hat an einer Eskalation des Handelskriegs mit China Interesse. Bisher kann ich aber noch keine Überwindung von „America first“ durch Biden erkennen – weder beim Handel, beim Exportverbot für Impfstoffe oder in der Energiepolitik. Deutschland hat als Exportnation andere Interessen. Wenn wir unseren Wohlstand erhalten wollen, brauchen wir Dialog. Wir können uns den USA nicht einfach anschliessen, sondern müssen widersprechen, wenn man uns in einen Handelskrieg hineinzieht.“

„Kein europäisches Land kann ökonomisch und politisch a l l e i n auf dem gleichen Niveau wie China oder die USA spielen. Die EU kann es. Dazu muss sie aber einheitlicher werden, wirtschaftlich wie militärisch. Nur die Geldpolitik zu koordinieren reicht nicht aus. Wir brauchen mehr Integration in der Wirtschafts- und Finanzpolitik. Und wir brauchen eine europäische Verteidigungsgemeinschaft, die innerhalb der Nato, aber eigenständig agieren kann.“

„In Deutschland müssen wir die Bildung in den Mittelpunkt stellen – von den Grundschulen bis zu den Universitäten. Wir sind angewiesen auf die Köpfe der Menschen. Andere Rohstoffe haben wir nicht. Damit hängt das dritte Problem zusammen, das wir angehen müssen: der Arbeitskräftemangel. Deshalb sollten wir die Leute, die zu uns geflüchtet sind, schnell und gut ausbilden. Sie müssen gerüstet sein für die Arbeit, die in Zukunft anders organisiert wird. Scheitert diese Integration, werden wir nicht nur wirtschaftlich Schwierigkeiten bekommen.“