Die Vertreibung der Deutschen

Die schlimmsten Verbrechen der Menschheitsgeschichte sind in der Nazizeit von Deutschen begangen worden. Fast zehn Millionen Opfer (Juden, Sowjetische Kriegsgefangene, Behinderte, Zigeuner, Politische Häftlinge, Zwangsarbeiter u.a.m.) sind a u ß e r h a l b der Kriegshandlungen zu beklagen.

Bis in die 1970er Jahre wurden diese Verbrechen weitestgehend ignoriert, geleugnet oder relativiert. Dann machten sich jüngere Historiker (auch aus dem Ausland) daran,das Versäumte nachzuholen. Von Raoul Hilberg bis Götz Aly haben hunderte Forscher und ihre Helfer Millionen Dokumente ausgewertet, tausende Zeugen und überlebende Opfer wurden befragt, Gerichtsverfahren halfen bei der Aufklärung.

Heute wird uns Deutschen von allen Seiten – auch aus dem Ausland – bestätigt, dass wir die Naziverbrechen seriös, wahrhaftig und unideologisch aufgearbeitet und dokumentiert haben.

Nach dem 2. Weltkrieg sind zwischen 1944 und 1948 etwa zwölf Millionen Deutsche aus den deutschen Ostgebieten vertrieben worden:

 

Chodorkowski ? Da war doch mal was.

Michail Chodorkowski hat sein Firmenimperium in der korrupten Jelzin-Ära geschaffen und war der reichste Mann Russlands, als Putin zum ersten Mal Präsident wurde. Neben Chodorkowski hatten sich einige weitere Oligarchen das Land unter den Nagel gerissen und dabei legale, halblegale und illegale Aktivitäten praktiziert. Präsident Jelzin ist mein paar Milliarden ruhig gestellt worden.

Als Putin an die Macht kam, wusste er natürlich, wer die Eigentümer seines Landes waren. Präsident Putin handelte pragmatisch, zitierte die Oligarchen zu sich, verlangte sofortige politische Abstinenz und war bereit, den Herrschaften ihre erbeuteten Firmen zu überlassen. Alle hielten sich an Putins Anweisung – nur Chodorkowski nicht; der wollte sowohl politischer als auch wirtschaftlicher Anführer Russlands werden.

Die deutschen Medien haben uns damals berichtet, dass „Chodorkowski von Putin ins Lager gesteckt wurde“, dass es sich um eine „politische Verfolgung“ handele und dass der russische Staat gegen Chodorkowski einen „politischen“ Prozess führe. Der Tenor der Russland-Berichterstattung hat sich in deutschen Medien bis heute nicht geändert: Putin lässt seine politischen Konkurrenten ohne Rechtsgrundlage verurteilen und einsperren. Chodorkowski ist ein gutes Beispiel:

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg weist im Jahr 2011 Chodorkowskis Klage gegen die russische Justiz zurück, das Verfahren gegen ihn sei politisch motiviert gewesen. Was schreiben die Medien zu diesem Urteil:

  • „Chodorkowski scheitert mit Klage gegen Russland. Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte rügt Haftbedingungen des Russen, sieht aber keine Beweise für einen politischen Prozess. Amnesty International ordnet Chodorkowski als politischen Gefangenen ein.“ (Süddeutsche Zeitung)
  • „Gericht verurteilt Russland, weil Chodorkowski im Gericht in einem Käfig vorgeführt wurde.“ (In diesem Bericht der WAZ wird mit keinem Wort erwähnt, dass Chodorkowski in der Hauptsache mit seiner Klage gescheitert ist)

In einem weiteren Verfahren hatte Chodorkowski den EUGH wegen „versteckter Enteignung“ durch den russischen Staat angerufen; dazu schrieb die Süddeutsche Zeitung: „Yukos (die Firma Chodorkowskis) erzielt Teilerfolg gegen Russland – aber abermals konnte sich das Gericht nicht dazu durchringen, politische Motive hinter den Steuernachforderungen und Strafzahlungen zu sehen:“

Thomas Fassbender, der in Moskau lebte, schreibt in seinem Buch „Freiheit statt Demokratie“, dass Chodorkowski mit der russischen Dessidenten-Tradition, für die der Name Andrej Sacharow steht, nichts gemein hat. Die westlich-demokratische Karte begann er erst zu spielen, als mit Putins Machtantritt seine eigene, unter Boris Jelzin errungene Position ins Wanken geriet.“

Prof. Rainer Zahlten in einem FAZ-Leserbrief: „Chodorkowski hat inzwischen den Status eines Märtyrers erreicht; seine unbestreitbare Karriere als Raubtierkapitalist, der sich am Staatsvermögen der zerfallenden Sowjetunion bereicherte und in Rekordzeit zum reichsten Oligarchen Russlands wurde, ist tunlichst vergessen. Es ist schon faszinierend wie man als korrupter Oligarch zum Publikumsliebling hochgeschrieben werden kann.“

Wenn Sie, liebe Leser, die ganze Wahrheit über Herrn Chodorkowski wissen wollen, dann lesen Sie das Buch „Chodorkowski – Leben, Mythen und andere Wahrheiten“ von Viktor Timtschenko (Herbig-Verlag). Im Klappentext heißt es: „Auf der Suche nach tieferen Beweggründen für Chodorkowskis Verhaftung im Jahr 2003 setzt der Autor das Leben des Oligarchen wie ein Puzzle zusammen: Er nimmt dessen Geschäftsgebahren unter die Lupe und zeigt dabei die genialen Schachzüge des Senkrechtstarters auf: Von Steuerhinterziehung über Scheinverkäufe bis hin zu Morden, die nachweislich mit Chodorkowskis Konzern Yukos in Verbindung stehen, ist alles zu finden, was einen aufstrebenden jungen Mann auf dem Weg zu Geld und Macht voranbringen kann.“ Und die ARD-Korrespondentin Gabriele Krone-Schmalz schreibt im Vorwort: „Auch ich habe geglaubt, was immer wieder gebetsmühlenartig wiederholt wurde, dass es nämlich Chodorkowski war, der als erster Oligarch Bilanzen in Russland offengelegt und westliche Standards in seinem Unternehmen eingeführt hat. Dabei war es ganz anders. Erst als die Staatsanwaltschaft bereits ermittelte, hat Chodorkowski seine sogenannte transparente Firmenstruktur geschaffen, die ihn in der ganzen Welt berühmt machte. Alles davor ist an Intransparenz und Trickserei auf Kosten der Allgemeinheit kaum zu überbieten. Timtschenko beweist , dass ein hoch intelligenter und eiskalt planender Chodorkowski die Gunst der Jelzin-Ära nutzte, um sich zum reichsten Mann Russlands aufzuschwingen und auch die politische Macht anstrebte.“

Gegen die russischen Oligarchen, zu deren Anführern Boris Beresowskij und Chodorkowski gehörten, ist die italienische Cosa Nostra ein Kleingartenverein. Dennoch wurde Präsident Putin in westlichen Medien als das Monster abgebildet. Ende Mai 2011 stellten sich sieben Menschen auf Putins Seite: Die sieben Richter des Straßburger Gerichtshofs für Menschenrechte urteilten, dass Chodorkowski kein Opfer politischer Justizwillkür und kein politisch Verfolgter ist. Die Klage von Michail Chodorkowski wurde abgewiesen.

Chodorkowski strebte früh nach politischer Macht; bereits 1993 wurde er stellvetretender Minister für Brennstoffe und Energie; bis 1994 war er auch Mitglied des Rats für Industriepolitik und finanzierte mit anderen Oligarchen die Wiederwahl von Boris Jelzin. In dieser Phase „erwarb“ Chodorkowski sein Firmenimperium.

Die ZEIT schrieb damals: „Er symbolisiert das Gute und Geläuterte im Kampf gegen das Böse.“

Und die WELT entblödet sich nicht und gibt Herrn Chodorkowski am 20. Juli 2020 – zehn Jahre nachdem alle kriminellen Machenschaften auf dem Tisch liegen – Gelegenheit, sich als von Putin verfolgter Saubermann zu präsentieren.

 

Kluge Worte

= Das schönste aller Geheimnisse ist, ein Genie zu sein, und es als einziger zu wissen. (Mark Twain)

= Bevor ich heiratete, hatte ich sechs Theorien über Kindererziehung. Jetzt habe ich sechs Kinder und keine Theorie. (John Wilmot)

= Die einzigen Männer, die eine Frau zu durchschauen vermögen, sind Röntgenärzte. (Sacha Guitry)

= Fernsehen bildet. Immer wenn der Fernseher an ist, gehe ich in ein anderes Zimmer und lese. (Groucho Marx)

= Man findet tausend Gelehrte, bis man auf einen weisen Mann trifft. (F.M. von Klinger)

= Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Sobald man aufhört, treibt man zurück. (Benjamin Britten)

= Wer fragt ist ein Narr für fünf Minuten. Wer nicht fragt, bleibt ein Narr für immer. (Aus China)

= Widersprüche sind unvermeidbar. Es kommt aber weniger darauf an, sie aufzulösen, als vielmehr im Geiste von Verständigung, Rücksichtnahme und gegenseitigem Respekt auszuhalten. Schließlich beginnt Toleranz dort, wo Einverständnis endet. Der deutsch-israelische Lyriker Jehuda Amichai hat dafür die angemessenen Worte gefunden: „An dem Ort, an dem wir recht haben, werden niemals Blumen wachsen im Frühjahr. Der Ort, an dem wir recht haben, ist zertrampelt und hart wie ein Hof. Zweifel und Liebe aber lockern die Welt auf wie ein Maulwurf, wie ein Pflug. Und ein Flüstern wird hörbar an dem Ort, wo das Haus stand, das zerstört wurde.“

= Wer gegen den Strom schwimmt, kommt zur Quelle. (Konfuzius)

= Ganz gleich, wie viele heilige Worte du liest, ganz gleich, wie viele du sprichst – was für einen Wert haben sie für dich, wenn du nicht nach ihnen handelst? (Dhammapada)

 

G e r e c h t i g k e i t

In Uganda verbreitete die grausame Rebellengruppe „Lord´s Resistance Army“ (LRA) Angst und Schrecken. Dominic Ongwen war Kommandeur dieser Gruppe und steht wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Den Haag vor Gericht. Ongwen hatte sich der LRA nicht freiwillig angeschlossen, weil er als Kind von den Rebellen entführt worden war. Seine Anwälte meinen, man könne ihn deshalb nicht für seine Taten verantwortlich machen. Wie würden Sie urteilen ?

Jack Unterweger erhielt für den Mord an einer Frau „lebenslänglich“; er galt als ein unheilbar aggressiver Sadist. Im Gefängnis „wandelte“ er sich, er wurde fügsam, holte den Schulabschluss nach und begann wie besessen zu schreiben: Gedichte, Dialoge und Erzählungen über sein elendes Leben als uneheliches Kind, ohne Vater, die Mutter gab ihn weg, der Großvater verprügelte ihn, er kam in ein Erziehungsheim, brach eine Lehre ab, dann folgten Diebstahl, Körperverletzungen, Gefängnis, Gewalttätigkeiten und wieder Gefängnis; dann kam der Mord. Einer Brieffreundin lieferte Unterweger eine Selbstbeschreibung: Er sei „das Ekel in Person“. Seine Bücher trugen die Titel: „Kerker“ + „Tobendes Feuer“, „Fegefeuer oder die Reise ins Zuchthaus“. Die Kulturszene wallfahrte zu diesem Wundertier ins Gefängnis und schließlich forderten siebenhundert Künstler und Dichter einschließlich Ernst Jandl und Günter Grass seine Freilassung. Unterweger war das Musterbeispiel einer gelungenen Resozialisierung. Er kam im Mai 1990 frei, hielt Lesungen, hatte Live-Auftritte im Fernsehen und die Frauen stürzten sich auf den Knastpoeten; dann liess seine Schaffenskraft nach und weil ihm die Bewunderung der Frauen nicht reichte, musste er sie unterwerfen. Dann ermordete er mindestens neun Prostituierte und wurde wieder zu lebenslanger Haft verurteilt. Dann erhängte sich Unterweger in seiner Zelle.

In Chile ist der Strafvollzug seit den Zeiten der Diktatur und auch heute noch besonders hart. Resozialisierung ist ein Fremdwort. Die Juristin und Lyrikerin Andrea Brandes hat acht Jahre lang im Hochsicherheitsgefängnis von Santiago Lyrikunterricht gegeben. Elena Witzeck stellt ihr in einem Interview die Frage: „Wie viele dieser Erfahrungen waren mit dem Erbe der Diktatur verknüpft, die vor 30 Jahren endete?“ Brandes Antwort: „Die meisten. Da gab es diesen kleinen, stämmigen, schweigenden Mann mit dem freundlichen Gesicht. Einmal meldete er sich und sagte: Ich habe ein Problem. Ich weiß nicht genau, wer ich bin. Er hatte sein ganzes Leben im Untergrund verbracht. Er war am 10. September 1973 in ein Flugzeug gestiegen, um eine Schülerreise in die sozialistischen Länder anzutreten, eine Belohnung dafür, daß sein Vater viele Jahre im Dienst des Präsidenten Salvador Allende gearbeitet hatte. Als das Flugzeug in der Luft war, putschte das Militär. Die chilenische Regierung nahm die Kinder nicht mehr zurück. Sie kamen nach Kuba zur Privatwache von Fidel Castro und bekamen mit elf Jahren eine Waffe ausgehändigt. Mit siebzehn war er Guerillakämpfer in Nicaragua. In Chile nahm man ihn schließlich fest. Er saß schon 28 Jahre ein, als ich kam, und wusste nicht, wer er war.“

Diese drei außergewöhnlichen Fälle deuten an, wie schwierig die Frage „Was ist gerecht“ zu beantworten ist. Aber niemand wird bestreiten, dass die Lebensverhältnisse, in die wir hineingeboren werden und in denen wir aufwachsen, unseren Charakter, unser Selbstvertrauen, unsere seelische Substanz, unsere Lernbereitschaft, unsere Fähigkeit zu Empathie u.v.a.m. entscheidend prägen.

Deutschland ist ein funktionierender Rechtsstaat mir einer erfolgreichen Sozialen Marktwirtschaft. Man kann darüber streiten, ob die finanzielle Unterstützung der ärmeren Bevölkerung ausreichend ist und ob die „Reichen“ stärker belastet werden sollen. Über die immer noch nicht realisierte Chancen-Gerechtigkeit kann man nicht hinwegsehen.

Wenn du in eine Familie geboren wirst, in der vom ersten Lebenstag an verbale und körperliche Gewalt (von deiner Familie und von den Medien) existiert und wo keine Herzensbildung und schon gar keine Wissensbildung gefordert wird und wenn du nicht das Glück hast, mit sechs Jahren in einem Fußballverein oder bei den Pfadfindern zu landen sondern bei „Deinesgleichen“ auf der Straße – dann wirst du eine Ausnahme sein, wenn du einen Beruf erlernen und eine Familie gründen und ein ruhiges Leben ohne ausgeprägte Aggressionen erfahren kannst. (Auch in finanziell besser gestellten Familien wächst die von den Eltern zu verantwortende Chancenungerechtigtkeit an, weil zu viele Kinder verwöhnt und nicht gefordert werden, ihre Zeit mit dem Smart-Phone und Pornos und Gewaltfilmen auf dem Sofa verbringen, keinen Beruf erlernen und bis zum Tod der Eltern von diesen ernährt werden und sich dann mit dem Erbe durchfüttern)

Die größte Ungerechtigkeit in Deutschland ist die Chancenungerechtigkeit. Aber wie kann die Politik dieses Problem lösen ? Ich hätte da ein paar Vorschläge:

  • Verpflichtende Anwesenheit in Kitas und Kindergärten, die ein vom Staat kontrolliertes „Programm“ absolvieren. Für die Kleinen sollte die Anwesenheitspflicht nicht mehr als vier Stunden pro Tag sein.
  • A l l e Schüler gehen vom 6. bis zum 16. Lebensjahr in eine einheitliche Ganztagsschule. Die Schulaufgaben werden i n der Schule bei der Anwesenheit eines Lehrers erledigt. Der Lehrer ist mitverantwortlich für die Schulnoten. Die Klassen dürfen auf keinen Fall mehr als 20 Schüler haben. Ab dem 16. Lebensjahr können die Schüler in eine Berufsausbildung gehen oder bis zum Abitur bleiben. Es gibt keinen Schwimm- und Turnunterricht, sondern viermal wöchentlich Mannschaftssport (Fußball, Basketball, Handball) mit den richtigen Pädagogen; das beinhaltet füreinander einstehen (der Starke beschützt den Schwachen) und körperliche Fitness.
  • An den Schulen wird deutlich mehr politisches und historisches Wissen vermittelt.
  • Alle Schüler werden zu einem Jahr Sozialarbeit (nicht Militär) verpflichtet; das kann in Deutschland oder in Entwicklungsländern absolviert werden.
  • Alle Medienprodukte (Filme, Serien, Spiele usw.) unterliegen strengen Kontrollen und Auflagen. Wenn wir eine mentale Degeneration mit bösen Folgen verhindern wollen, müssen hier Freiheiten beschnitten und entsprechende Gesetze mit aller Konsequenz umgesetzt werden. Das fängt bei den Fernsehsendern an, geht über Internetmedien bis hin zu den amerikanischen Hardcore-Produzenten. (Ein harmloses Beispiel: Wie kann es sein, dass kurz vor der Tagesschau ein ARD-Film beworben wird, in dem innerhalb von Sekunden mehrere Menschen mit schweren Waffen ermordet werden und das ungeschützt für jedes Alter ?)
  • Wahlberechtigt sind auch zukünftig Bürger erst ab 18 Jahren.
  • Wir brauchen in Deutschland mehrere tausend Sportplätze- und Hallen zusätzlich, damit wirklich alle Jugendlichen und Kinder und natürlich alle interessierten Erwachsenen Mannschaftssport lernen und betreiben können. Die Einstellung geeigneter Trainer muss den Vereinen durch den Staat finanziell ermöglicht werden. Der Staat spart unter dem Strich dennoch Geld, weil dadurch die sozialen Problemfälle bei Kindern und Erwachsenen drastisch zurückgehen.
  • Alle Schulen sollten einen oder mehrere Chöre zusammenstellen – das macht Spass und verbindet und ist gesund.

Es gibt sicher noch weitere gute Ideen zur Bekämpfung der Chancenungerechtigkeit. Und wer jetzt über den hohen finanziellen staatlichen Aufwand stöhnt, der sollte mal anfangen zu rechnen und die vielen Milliarden soziale Reparaturkosten gegen die Kosten für Schulen, Sportvereine etc. aufrechnen.

Und man sollte berücksichtigen, dass die Wirtschaft mehr leistungsfähige Mitarbeiter findet.


 

Die Welt ist ein Dorf

= Kritik an der Politik des Staates Israel muss möglich sein, ohne sich dem Antisemitismusvorwurf auszusetzen. Und man darf die konkrete Siedlungspolitik im Westjordanland als (neo-)kolonialistisch bezeichnen. Viele Israelis sind gegen diese Landnahme – auch weil sie befürchten, dass eines Tages Islamisten oder radikale Länder wie der Iran das den Palästinensern gestohlene Land ohne Rücksicht auf Verluste zurückerobern wollen. Das dürfte weit schlimmere Folgen haben, als die bisherigen Nahostkriege.

= Vom Eselskarren direkt zum Elektro-Auto. Die rasante Verbreitung des Smartphones könnte in Afrika zu einem Entwicklungssprung führen; der mühsame Weg über Telefonnetze und verlegte Kabel wird übersprungen, indem Sendemasten aufgestellt werden und schon ist man im letzten Winkel erreichbar. Innerhalb von zwanzig Jahren könnte es in Afrika mehr Internetnutzer geben, als in Europa und Afrika zusammen.

Immer noch besuchen viele Kinder keine Schule. In Südafrika erarbeiteten 50 Studenten ein Online-Programm, mit dem Schüler lernen können; es beginnt mit leichten Rechenaufgaben, ermittelt den Wissensstand des Nutzers und kann damit auf den Schüler individuell zugeschnittene Übungen anbieten; dabei hat die App mehr Geduld als jeder Lehrer, kann eine Frage im Zweifel tausend Mal wiederholen oder Rechenaufgaben so lange variieren, bis die Schüler ihren Sinn begriffen haben. Aber nicht nur Schüler und Studenten werden von der Digitalisierung vorangebracht, auch z.B. afrikanische Kleinbauern, für die Wetterausfälle früher den Ruin bedeutet haben, können online Wetterversicherungen abschließen. Auch die App „Hello Tractor“ erfreut sich großer Beliebtheit; Bauern geben auf ihrem Handy an, wann und wo sie eine Maschine (z.B. einen Traktor) brauchen, die Buchungen gehen in der Zentrale ein und Fahrer werden auf möglichst effektiven Routen über Land geschickt. Auch wer nicht das Geld für eine eigene Landmaschine hat, kann jetzt professionell ernten. Der Unternehmergeist der Kleinbauern wird damit geweckt. Ein kostenloser Nachrichtendienst erinnert online Schwangere an Vorsorgeuntersuchungen, gibt Tipps für den Alltag als werdende Mutter oder erklärt, wie eine HIV-Infektion des Kindes verhindert wird. (C.i.G.)

= Inmitten von Spannungen mit China hat die amerikanische Regierung einem möglichen Rüstungsdeal mit Taiwan zugestimmt; es geht um ein Aufrüstungspaket für Taiwans Patriot-Raketen im Wert von etwa 500 Millionen Euro.

= UN-Generalsekretär Guterres bezeichnet die Rohingya als das „womöglich am stärksten verfolgte Volk der Welt.“ Die Gründe für ihre Vertreibung sind vielschichtig, reduziert werden sie vor allem auf die Religion; denn als Muslime unterscheiden sie sich von der buddhistischen Mehrheitsgesellschaft Myanmars. Den Rohingya wird unterstellt, zum mehrheitlich muslimischen Nachbarland Bangladesch zu gehören. Bei der Vertreibung spielen auch wirtschaftliche Gründe eine Rolle: Myanmar gilt als ölreich. Die Rohingya sind auch wegen des Corona-Virus vom Rest des Landes komplett abgeriegelt. Sollte das Virus sich ausbreiten, weiß niemand, wie die Betreuung der Kranken sichergestellt werden kann. Es mangelt an Schutzmasken, Abstrich-Tests und Desinfektionsmitteln.

= Sansibar: Mit Seetang zur Selbstbestimmung. Ihre Felder werden regelmäßig überflutet. Ausgerechnet im warmen Salzwasser des Indischen Ozeans gedeihen die Pflanzen besonders gut. Im sandigen Wattboden vor der afrikanischen Ostküste bauen Sansibars Frauen Seetang an. Die Algen sind auf dem Weltmarkt begehrt: Sie werden für Kosmetika, Lebensmittel, Tierfutter oder Biotreibstoff gebraucht und filtern obendrein Stickstoff und Phosphor aus dem Wasser. Weil die Männer lieber mit Fischfang und Tourismus Geld verdienen, profitieren die Frauen doppelt: Früher verließen sie kaum das Haus, heute reisen sie auf Märkte und verfügen über ein eigenes Einkommen.

= Der Glaube der Hindus, man dürfe Rinder nicht töten, beruht auf der Vorstellung der Seelenwanderung. Die vorletzte Stufe ist das Rind, die letzte der Mensch. Wer Rinder tötet, muss von vorn anfangen.

 

Noch sieben mal schlafen…..

dann geht es wieder los !! Wir Fußball-Fans haben ein hartes Leben. Schon in normalen Zeiten müssen wir in der Winter- und in der Sommerpause viele Wochen lang auf unseren geliebten Fußball verzichten. Das ist immer sehr hart, bringt uns an den Rand des Burn-Outs und in die Gefahr, mehr als ein paar Gläser Rotwein zu trinken, bevor wir vor dem Fernseher mit Rosamunde-Pilcher-Filmen einschlafen. (Sollte ich mal DFB-Präsident werden, werde ich die diversen Ligen zeitlich so planen, dass es nicht eine einzige Pause gibt – außer an Heilig-Abend.)

Erschwerend kommt hinzu, dass jetzt wieder all die Journalisten aus den Löchern kriechen, die den Fußball verachten und sich intellektuell profilieren wollen. An der Spitze dieser Bewegung steht die Süddeutsche Zeitung, die folgendes absondert:

  • „Es hat daher fast schon metaphorischen Charakter, dass Berlins bester Torwächter, Rafael Gikiewicz, nun sein Glück beim FC Augsburg versucht.“
  • „ES ist gut möglich, dass Ozan Kabak sich seit dem Weggang von Galatasaray Istanbul in einem Déja-vu gefangen fühlt.“
  • „Gjasula war mit seiner Spielweise eine Reminiszenz an vergangene Hochzeiten der Raubeine.“

Ein gewisser Herr Martenstein schreibt in der Frauenversteher-Zeitung ZEIT: „Der Kollege Sportredakteur hat sich auch vom Fußball abgewandt. Es gibt wenige Überraschungen, die Favoriten scheitern zu selten. Wer will das sehen?“ Wir wollen das sehen !! Wir sind ungefähr 25 Millionen in Deutschland und etwa zwei Milliarden auf der Welt !!

Die 11Freunde-Redaktion beschreibt das so: „Es gibt viele Dinge, die wir als Fußball-Fans tun, die bei flüchtiger Betrachtung grober Unfug sind. Auswärtsfahrten am Montagabend. Bei einem Freundschaftsspiel mit überschnappender Stimme die Anhänger des gastgebenden Kreisligisten beschimpfen. Fünf Monate mit einem roten Nummernschild herumfahren, bis endlich das Wunschkennzeichen mit dem Kürzel des eigenen Vereins verfügbar ist. Im Kölner Dom eine Kerze für den Lieblingsclub anzünden. Einen Zehner auf den Klassenerhalt des HSV setzen. An einem Dienstag heiraten, weil da garantiert kein Pflichtspiel der eigenen Mannschaft dazwischen kommt. Und eben einen Club am Leben halten, der vor Jahren sein letztes Spiel bestritten hat. Man kann eben nicht anders.“

Der DFB-Präsident Fritz Keller in der FAZ a.S.: „Wenn man über wahre Liebe redet, dann können wir sagen, dass sich wahre Liebe nicht im Erfolg zeigt, sondern dann, wenn es einem nicht so gut geht. Wir haben nach dem Abstieg so viele Dauerkarten verkauft wie noch nie. Die Menschen in Freiburg sind diesen Abstieg mitgegangen.“

Wahre Liebe könnte man auch mit „Solidarität“ übersetzen. Der Kern von Solidarität ist das Gegenteil von Egoismus: Wenn es meinem Freund schlecht geht, d a n n braucht er mich und genau so ist es mit meinem Fußball-Verein ! Wenn meine Mannschaft verliert, dann muss sie noch mehr angefeuert und nicht ausgepfiffen werden. Wenn mein Verein absteigt, dann bin ich gefragt ! (Ich werde nie ein Auswärtsspiel in Stuttgart vergessen, bei dem ein Fan-Mob von etwa 3000 Leuten Sprüche skandierte wie „Wenn Ihr absteigt schlagen wir euch tot.“)

Ohne Fußball wäre die Welt trauriger und asozialer: Brasilien ist besonders stark vom Corona-Virus betroffen. Das hat etwa 100.000 Fußball-Fans aus völlig unterschiedlichen und manchmal zerstrittenen Fan-Organisationen zusammengebracht. Wunderbar !! Mit vielen kleinen und großen Spenden wurden hunderttausende Hilfspakete geschnürt, die dann von den Fans an Bedürftige verteilt wurden.

 

Kurz und interessant

= Die Bundesregierung hat jetzt das zweite Familienentlastungsgesetz beschlossen. Familien mit Kindern und geringen Einkommen werden mit bis zu 558 Euro im Jahr entlastet.

= Die inkompetenteste deutsche Zeitschrift „Manager – Magazin“ schrieb vor einiger Zeit: „Wolfgang Reitzle, der langjährige Chef von Linde treibt den Konzern in eine Fusion mit dem US-Wettbewerber Praxair, die vor allem einem nutzt: ihm selbst.“ In Sachen Veleumdung sind diese Typen erstklassig. In der Realität hat die Fusion den Linde-Konzern an die Weltspitze katapultiert – mit glänzenden Aussichten für die Zukunft.

= Im Krieg der Worte gegen die Männer darf gelogen werden, dass sich die Balken biegen. So schrieb die Süddeutsche Zeitung: „Dreifach benachteiligt: Frauen arbeiten mehr als Männer, verdienen weniger und zahlen mehr (in die gemeinsame Haushaltskasse). Frauen sind Opfer einer seit Bismarck kaum veränderten Familienpolitik.“

= Fortschritte: Im Jahr 1800 starben etwa 44 % der Kinder vor dem 5. Lebensjahr. Im Jahr 2016 waren es noch vier % + Im Jahr 1800 konnten 10 % der Erwachsenen lesen und schreiben – im Jahr 2016 waren es 86 %. + Im Jahr 2017 nutzten 48 % der Menschheit das Internet und 2030 werden es wahrscheinlich 90 % sein. Über das Internet wird z.B. die medizinische Versorgung und der Schulunterricht in Entwicklungsländern drastisch verbessert + Anteil der Erdoberfläche, der als Nationalpark oder Naturschutzgebiet ausgewiesen ist: Im Jahr 1900 waren das 0,03 % und im Jahr 2016 14,7 % + Im Jahr 1863 verhängten noch 194 Länder die Todesstrafe – 2016 waren es 89 Länder. + Im Jahr 1800 war in 193 Ländern Zwangsarbeit legal – 2017 waren es noch 3 Länder. + Getreideertrag pro Hektar im Jahr 1961: 1400 kg und im Jahr 2014: 4000 kg. + Anteil der eingeschulten Mädchen im Grundschulalter: 1970 waren es 65 % und 2015 90 % + Anteil der unterernährten Menschen im Jahr 1970: 28 % und im Jahr 2015 11 %. + Feinstaub-Emissionen je Person im Jahr 1970: 38 kg und im Jahr 2010: 14 kg. + 1986 existierten auf der Welt 64.000 Atomsprengköpfe und 2017 waren es 15.000. + Anteil der Menschen, die in einer Demokratie leben: 1816 waren es ein Prozent und 2015 56 Prozent. + Arten, die als bedroht eingestuft und geschützt werden: 1959 waren das 34 Arten und 2017 87.967 Arten. + In den 1930er Jahren gab es pro Jahr 971.000 Katastrophentote – von 2010 bis 2016 waren es 72.000 p.a. + Im Jahr 1850 gab es in 148 Ländern noch Pockenfälle – im Jahr 1979 war die Krankheit ausgerottet. + Im Jahr 1986 war in 193 Ländern noch verbleites Benzin erlaubt – 2017 noch in 3 Ländern. + Durchschnittlicher Preis von PV-Solarmodulen: 66 Dollar im Jahr 1976 und 0,6 Dollar im Jahr 2016. (Im Jahr 2014 hatten 85 % der Menschen Zugang zu Elektrizität – In zehn Jahren werden es 100 Prozent sein.)

= Beziehungs-Genies: Ameisen können Partnerschaften mit Läusen, Pilzen und Pflanzen schließen – und das machen sie seit über einer Million Jahre.

= Um das Jahr 1900 war der Judenhass nirgends so gewalttätig wie in Russland. Von hier aus gingen die „Protokolle der Weisen von Zion“ um die Welt – jene obskure Verschwörungstheorie, derer sich später auch die Nazis bedienten.

= „Katholisch sein heißt nicht, in blindem Gehorsam zu leben. Es ist wichtig, den Widerspruchsgeist wachzuhalten und sich einzumischen, sich keine Angst machen zu lassen, sondern sich zu überlegen: Wo kann ich begrüdet widersprechen? Kritik an der Kirche ist kein Kirchenhass!“ (Christiane Florin in C.i.G.)

= Frühwarnsystem Kuh: Ein über mehrere Monate von deutschen Wissenschaftlern durchgeführtes Experiment könnte einen Beleg für einen „Erdbeben-Sinn“ bei Tieren liefern. Mehrere Kühe, Schafe und Hunde waren dazu mit Bewegungszensoren ausgestattet worden. Zwischen einer und zwanzig Stunden vor einem stärkeren Beben sind Tiere sehr unruhig. Von insgesamt neun Erdbeben hätten die Tiere acht korrekt vorhergesehen. Ähnliches wurde schon bei Kröten, Schlanen und Ratten beobachtet. Sollte es gelingen, das auffällige Verhalten als Frühwarnsystem zu nutzen, wäre das eine Revolution; bisher warnten automatische Messanlagen maximal eine Minute vor dem Eintreffen der zerstörerischen Erdbebenwelle.

 

Amerikanische Notizen

= „Wir stecken in diesem Land Kinder in Gefängnisse für Erwachsene, und es gibt Politiker, die sagen, diese Kinder seien Raubtiere. Wir haben 13 Staaten, in denen es kein Jugendstrafrecht gibt. Das führt dazu, dass ich als Anwalt zehn Jahre alte Kinder vertrete, denen 50 Jahre im Gefängnis drohen. Im Gefängnis für Erwachsene. Ich vertrete 13 oder 14 Jahre alte Kinder, die in Gefängnissen sitzen, in denen sie misshandelt, verprügelt und vergewaltigt werden.

Wir haben in diesem Land das Erbe der Sklaverei. Wir haben das Erbe von Lynchmorden und Rassentrennung, und es gibt immer noch das Vorurteil, dass schwarze und braune Menschen gefährlich sind. Dass sie schuldig sind. Man bringt sie vor Gericht und viele werden verurteilt, obwohl sie unschuldig sind. (Bryan Stevenson – Anwalt und Bürgerrechtler)

= Millionen Amerikaner sind über ihren Arbeitgeber krankenversichert. Fällt der Job weg – dann ist die Krankenversicherung weg. Schon vor der Corona-Krise waren 30 Millionen Amerikaner nicht krankenversichert – jetzt dürften es doppelt so viele sein. Die Armut in den USA ist inzwischen farbenblinder geworden – längst sind es nicht nur Schwarze und Latinos, die damit zu kämpfen haben. Und auch immer mehr Menschen aus der Mittel- und der oberen Mittelschicht sind plötzlich prekären Lebensverhältnissen ausgesetzt. Themen wie Kranken- und Arbeitslosenversicherung für alle wollen die Republikaner nicht angehen; sie beharren auf der Betonung des „Rugged Individualism“. Die in Europa selbst von konservativen Parteien akzeptierten notwendigen Sozialstandards werden in den USA gerne als „sozialistisch“ gebrandmarkt. (Stephan-Götz Richter im Handelsblatt)

= Laos ? War da was ? Der Vietnam-Krieg führte auch zu einem sogenannten „heimlichen Krieg“ gegen Laos. Um die Nachschubwege der Nordvietnamesen zu zerstören, flog die US-Luftwaffe 580.000 Einsätze über Laos und warf circa zwei Millionen Tonnen Bomben ab; daraus resultierten etwa 80 Millionen einzelne kleinere Sprengsätze, die am Boden nicht explodierten und die seit dem Kriegsende bis heute über 8000 Tote und über 12000 Verwundete verursachten. (Die Amerikaner wollten Nachschubwege der Nordvietnamesen auf dem Ho-Chi-Minh-Pfad zerstören). Barack Obama war der erste Präsident der USA, der Laos besuchte und Hilfe versprach; zu einer Entschuldigung konnte auch er sich nicht durchringen.

Ein FAZ-Leserbrief von Lothar Kröll: „Ich habe vier Monate Vietnam bereist und unter anderem die Behinderten-Werkstäten besucht. Das Leid der vietnamesischen Bevölkerung ist nur schwer zu ertragen. Heute, vierzig Jahre nach Kriegsende, werden noch immer Kinder mit unfassbaren Behinderungen auf Grund der heimtückischen Wirkung von Agent Orange geboren. Dass amerikanische Gerichte jeden Rechtsanspruch mit fadenscheinigen Argumenten ablehnen, war vorauszusehen. Was kann man von einem Land erwarten, das seine Kriege mit Lügen begründet?“

Im Vietnam-Krieg gab es 60.000 gefallene GIs und drei Millionen vietnamesische Opfer der Bombardierungen.

= Die Amerikaner produzieren mehr Energie als je zuvor; Stichworte Fracking, Alaska etc. Die Energie-Überschüsse sollen nach Europa verkauft werden, was zwei Vorteile mit sich bringt: Das extrem ungesunde Außenhandelsdefizit der USA sinkt und das an Energien arme Europa wird noch abhängiger von den USA. Ziemlich scheinheilig, wenn die USA Nordstream II verhindern wollen und das damit begründen, Deutschland mache sich von Russland abhängig.

= Es gibt nur drei Länder, die die UN-Kinderrechts-Konvention nicht unterschrieben haben – eines dieser Länder sind die USA.

= Die Kriege im Irak und Afghanistan waren die Fortsetzung der amerikanischen Expansionsstrategie, die bereits 1898 begann, als die Vereinigten Staaten die Philippinen besetzten und die mit der Niederlage in Vietnam einen ersten Dämpfer erhielt.

 

Nur ein Vogelschiss

Protokoll einer von Generalstabschef Franz Halder einberufenen Konferenz des Heeresspitze in Weißrussland am 13. November 1941:

„Seitens des Chefs der Heeresgruppe Mitte wird die Frage der Ernährung der Kriegsgefangenen angeschnitten. Insbesondere wird seitens der Heeresgruppe Mitte darauf hingewiesen, dass die Kriegsgefangenen einen notwendigen Zuschuss an Arbeitskraft darstellten, in ihrem gegenwärtigen Zustand aber nicht arbeiten könnten, vielmehr in großem Umfange der Erschöpfung anheim fielen. Der Generalquartiermeister greift in die Auseinandersetzung ein und erklärt: Nichtarbeitende Kriegsgefangene in den Gefangenenlagern haben zu verhungern. Arbeitende Kriegsgefangene können im Einzelfalle auch aus Heeresbeständen ernährt werden.“

Heinrich Himmler zu SS-Offizieren in seiner „Posener Rede“ vom 4.10.1943:

„Ich will hier vor Ihnen in aller Offenheit auch ein ganz schweres Kapitel erwähnen. Ich meine die Ausrottung des jüdischen Volkes. Es gehört zu den Dingen, die man leicht ausspricht. „Das jüdische Volk wird ausgerottet“, sagt ein jeder Parteigenosse, „ganz klar, steht in unserem Programm, Ausschaltung der Juden, Ausrottung, machen wir.“ Von allen, die so reden, hat keiner zugesehen, keiner hat es durchgestanden. Von Euch werden die meisten wissen, was es heißt, wenn 100 Leichen beisammen liegen, wenn 500 daliegen oder wenn 1000 daliegen. Dies durchgehalten zu haben, und dabei – abgesehen von Ausnahmen menschlicher Schwächen – anständig geblieben zu sein, das hat uns hart gemacht.“ (Kommentar: Die Massenmörder bemitleiden sich selbst und bleiben anständig !)

 

Europäische Leitkultur für alle – auch für Muslime.

Für die Muslime ist die Welt zweigeteilt. Es gibt das „Haus des Islam/dar al-Islam“ und den Rest der Welt „dar/Haus“. Der islamische Glaube verfolgt das Ziel, die Welt zu islamisieren. Die islamische Weltanschauung besagt, dass der Weltfriede nur unter islamischer Dominanz möglich ist.

In Europa lebende Muslime sind herausgefordert, den Pluralismus zu akzeptieren und diese Weltanschaung zu reformiern. In früheren Jahrhunderten kamen Muslime als Krieger nach Europa – heute kommen die meisten friedlich als Migranten und erwarten Minderheitsrechte unter Berufung auf nichtislamische Demokratie und Völkerrecht.

Ein friedliches Europa mit der ursprünglichen Bevölkerung und den zugewanderten Muslimen kann es ohne eine Europäisierung des Islam und die Akzeptanz einer Leitkultur nicht geben. Leitkultur bedeutet nichts anderes, als eine „Hausordnung für Menschen verschiedener Kulturen in einem wertorientierten Gemeinwesen. Diese Werte entstammen der universalistischen Aufklärung und ermöglichen als Wertekonsens ein gemeinsames Verständnis des Primats der Vernunft v o r j e d e r religiösen Offenbarung. Für Säkularität und republikanischen Geist. Dies hat mit „Hegemonialkultur“ nichts zu tun. Der Euro-Islam richtet sich gegen den politischen Islam, den abzulehnen keine Islamophobie ist. Europa kann Mulime integrieren und gleichzeitig seine zivilisatorische Identität bewahren, wenn es eine Kombination aus Euro-Islam und Leitkultur zu einem politischen Konzept macht.“ (Bassam Tibi in der NZZ).

 
 

Ohne klare verpflichtende Regeln und das Erlernen der deutschen Sprache geht nichts !!

FAZ a.S.: „In einer Schule im Schwarzwald haben sich zwei Schülerinnen laut auf türkisch gestritten – das war ein Verstoss gegen die Klassenregeln, wonach auf dem Pausenhof deutsch gesprochen werden muss. An dieser Schule stammen mehr als 40 Prozent der Schüler aus Einwandererfamilien aus 16 verschiedenen Nationen. Wenn alle Schüler die Sprache ihrer Eltern benutzen würden, wären weder Unterricht noch Verständigung auf dem Schulhof möglich. Eltern, Lehrer und Schüler haben sich deshalb auf die Deutschpflicht verständigt, als Voraussetzung „zur Umsetzung des Erziehungsauftrags.“ Wider besseres Wissen haben Migrantenverbände und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft die Deutschpflicht auf den Schulhöfen über Jahre als „Zwangsgermanisierung“ und „Sprachterror“ verunglimpft. Man schaffe „Ignoranz gegenüber kulturellen Unterschieden“. Das Gegenteil ist der Fall, denn ein babylonisches Sprachengewirr erzeugt Missgunst und Misstrauen, vor allem bei Streitereien.“

Dieser Artikel in der FAZ a.S. hat mich sehr irritiert, weil ich die generelle Deutschpflicht in den Schulen für eine Selbstverständlichkeit gehalten habe – auch und vor allem im Interesse der Einwandererfamilien. Diese Migrantenverbände und die Gewerkschaft sollten sich schämen und die Schlüssel abgeben. Jeder, der den Flüchtlingen eine gute Zukunft wünscht, darf das Wort „fordern“ nicht vergessen – sonst verfestigen sich die Zustände, die im folgenden FAZ-Leserbrief geschildert werden:

„Ich bin Strafrichterin. Und ich bin Mitglied bei den Grünen. Und verzweifle seit Jahren an meiner Partei und ihrer Lebenslüge vom grundsätzlich guten Geflüchteten und vom grundsätzlich bösen Überwachungsstaat. Die ganz große Mehrheit der Partei weigert sich hartnäckig, die vielen Probleme, die Migration neben Chancen eben auch mit sich bringt, zur Kenntnis zu nehmen. Weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Beim Amtsgericht erlebe ich – leider – tagtäglich, dass es überproportional viele Straftäter mit Migrationshintergrund gibt. Dass viele, vor allem aus Nordafrika oder dem Nahen Osten stammende Täter keinerlei Respekt vor der Polizei, dem Gericht oder überhaupt dem deutschen Staat haben. Dass Frauen ohne Begleitung durch Ehemann oder Bruder sexuelles Freiwild sind. Dass viele seit Jahren eine Straftat nach der anderen begehen und immer noch nicht abgeschoben sind. Und dass in erschreckend vielen Köpfen kein Verständnis für unsere regelbasierte, liberale Gesellschaftsordnung vorhanden ist. Das ist alles sehr unschön. Aber es ist die Realität. Solange die Grünen sich da nicht ehrlich machen, sind sie nicht voll regierungsfähig.“ (Dr. Susanne Brückner)

Jeder Flüchtling, der Straftaten begeht, ist ein Wahlhelfer für die AfD !

 

Der EU-Gipfel war ein großer Erfolg ! Ein weiterer Schritt zu den Vereinigten Staaten von Europa ! D a n k e !!!

Nicht nur Macron und Merkel – alle Regierungschefs haben dazu beigetragen ! Auch die sogenannten sparsamen Vier! Wenn man bedenkt, dass die Beschlüsse einstimmig gefasst werden und dass alle Staaten Kompromissen zustimmen mussten, dann darf man für die Zukunft der EU optimistisch sein. Die Briten werden sich wegen des Brexit schwarz ärgern und die Nationalisten und Faschisten in Frankreich und Italien und Deutschland werden (hoffentlich) weiter marginalisiert.

Ein geeintes, wirtschaftlich starkes und humanitäres demokratisches Europa kann die Zukunft der ganzen Welt positiv beeinflussen, die internationalen Organisationen wie UNO, WTO und WHO stärken, den geregelten Welthandel auch im Interesse der Entwicklungsländer stärken und eine starke EU kann die von den USA und China und Russland ausgehenden Gefahren für den Weltfrieden neutralisieren.

(Es war leider zu erwarten, dass die sogenannten Qualitätsmedien die Ergebnisse des EU-Gipfels mit der üblichen Häme und Ignoranz kommentieren würden. Große Schlagzeile der NZZ auf der Titelseite: „Die EU sucht ihren Daseinszweck. Der Basar von Brüssel ist vordergründig ein Erfolg. Viel Geld wurde verteilt, doch am eigentlichen Problem ändert dies wenig. Die Erwartungen an die EU sind so unterschiedlich, dass sich die Mitglieder kaum mehr auf eine gemeinsame Politik einigen können. Milliarden von Euro müssen die Gegensätze übertünschen.“ Und die Süddeutsche Zeitung kommentiert: „68 Seiten umfasst das Papier, auf das sich die 27 Staats- und Regierungschefs schließlich verständigt haben. Manches bleibt trotzdem sehr vage – oder im Laufe der Verhandlungen auf der Strecke. Kürzen für Fortgeschrittene. In der langen Gipfelnacht wurde so manches Zukunftsprogramm gestutzt, ausgerechnet zu Klimaschutz und Gesundheit. Entsetzen statt Jubel. Im Europaparlament gibt es parteiübergreifend Kritik am Kompromiss von Brüssel. Hurra, wir leben noch. Nach 90 Stunden hat die EU einen Deal. Das klingt besser, als es ist. Über Sparsame, Erpresser und Sieger, die nicht wie Sieger aussehen.“ Usw.)

 

Das darf nicht wahr sein !!

Über eine Billion Euro – mehr als je zuvor – liegen in Deutschland zinslos auf Girokonten. Das ist ungefähr doppelt so viel wie im Jahr 2013 ! Seit zehn Jahren muss man sich von sogenannten Experten anhören, dass die EZB mit ihrer Null-Zins-Politik die deutschen Sparer schröpft, weil sie keine Zinsen mehr bekommen. Also muss man sein Geld auf dem Girokonto liegen lassen ?!?!

Ich kann nur wiederholen, was seriöse Fachleute immer wieder betonen:

  • Die Hypothekenzinsen sind extrem niedrig. Wenn Sie eine selbst bewohnte Immobilie erwerben wollen, dann jetzt ! Es ist relativ einfach, sich im Internet über die Konditionen der Kredite zu informieren.
  • Eröffnen Sie ein kostenloses Depot bei einem Online-Broker und entscheiden Sie sich entweder für einen ETF-Sparplan oder kaufen Sie Aktien (siehe unten).
  • Schichten Sie Ihr Depot nicht ständig um. Jede Transaktion kostet Geld.
  • Kaufen Sie keine Fonds. Die Kosten (Abschluss- und Vertriebskosten, Verwaltungsgebühren, Ausgabeaufschläge, Depotgebühren, Kauf- und Verkaufsgebühren etc.) machen Sie arm !
  • Die Gebühren für ETF dürfen bei maximal 0,20 Prozent liegen ! Es gibt erstklassige ETF, die noch billiger sind: WKN A1CYW7 – S&P 500 – Gebühren 0,05 Prozent !!! Oder: DBXONJ – Japan Nikkei 225 – Gebühren 0,09 Prozent !! – Oder: WKN A111X9 – Entwicklungsländer – Gebühren 0,18 Prozent.
  • Kaufen Sie über einen Sparplan oder direkt Einzelaktien. Wenn Sie die Risiken niedrig halten und langfristig sparen wollen, dann empfehlen seriöse Fachleute: WKN 856958 MC-Donald + AOQ4DC Nestlé + A0JMQ9 Unilever + 851194 Danone + 855167 Roche + 659990 Merck KG + 920657 Sanofi + 867900 Amgen + 853260 Johnson & Johnson + A1XA8R Novo Nordisk + 543730 Compugroup + 508903 United Internet + 865985 Apple + A117ME Alibaba + 716460 SAP + 870747 Microsoft + A14Y6F Alphabet + A1138D Tencent + BASF11 BASF + 766403 VW + PAH003 Porsche + 853510 Toyota + 884241 Reliance.
  • Zu Gold habe ich keine kompetente Meinung.

Noch eine Anmerkung zur immer wieder hart kritisierten Geldpolitik der EZB: Diese Geldpolitik hat die Euro-Zone zusammengehalten. Davon haben alle Länder und deren Bürger profitiert und der deutsche Staat konnte mehrere Jahre lang eine „Schwarze Null“ realisieren und mit diesen Einsparungen die hohen Investitionen in der Corona-Krise finanzieren. Die deutschen Exporte wurden beflügelt, weil sie sich nicht durch eine Aufwertung verteuerten wie zu DM-Zeiten.

 

Die Welt ist ein Dorf

= Herzlich willkommen !! Bulgarien und Kroatien stehen kurz vor dem Beitritt in die europäische Währungsunion. Beide Staaten werden zunächst in den sogenannten Wechselkursmechanismus (WKM) aufgenommen. Nach einer zweijährigen Zugehörigkeit zum WKM können beide Länder in die Währungsunion aufgenommen werden.

= Anders als in Deutschland ist in Italien der Faschismus nie aufgearbeitet worden. Hier gab es die Nürnberger Prozesse und seit Jahrzehnten wird die NS-Geschichte von seriösen Historikern erforscht; Gedenkstätten, Schulen und Museen befassen sich mit dem Thema. In Italien wurde das versäumt. Mussolini wurde erschossen, in Mailand auf der Piazza aufgehängt und auf einmal waren alle Italiener Antifaschisten. Jetzt treten die Faschisten unter anderem Namen wieder bei Wahlen an.

= Das berührende Leben der Trappistenmönche des algerischen Klosters Tibhirine inmitten einer ländlichen, sehr einfach, ärmlich lebenden muslimischen Bevölkerung wurde durch den Film „Von Menschen und Göttern“ (2010) vielen Europäern bekannt. Bis auf einen sind alle Mönche von Dschihadisten 1996 entführt und ermordet worden. Ein Bruder hatte als Arzt viele Kranke geheilt, den vom Staat vernachlässigten Menschen Hoffnung gegeben. Auch an islamischen Feiern – etwa der Beschneidung von Jungen – nahmen die Mönche teil. Pierre Claverie, Bischof von Oran, wiederum wurde ebenfalls 1996 getötet, durch ein Bombenattentat. Im „Schwarzen Jahrzent Algeriens“, wie die Zeit des Bürgerkriegs dort genannt wird, gelten sie nicht nur als christlische Glaubenszeugen, sie waren auch Zeugen der Mitmenschlichkeit und Solidarität mit einem Volk, das sie in einer Zeit der schweren Prüfungen nicht verlassen wollten. (C.i.G.)

= In den USA leben 36 Millionen amerikanisch-mexikanische Doppelbürger, die am 3. November wahlberechtigt sind.

= Mehr als eine Million Frauen sind im Sahelstaat Burkina Faso durch die Corona-Krise von wachsender sexueller Gewalt bis zu Vergewaltigungen durch Sicherheitskräfte, Hunger und Wasserknappheit betroffen. Durch Gewalt von Terroristen und bewaffneten Banden sind etwa 850.000 Menschen auf der Flucht. In den überbelegten Flüchtlingslagern können keine Sicherheitsmaßnahmen zur Corona-Bekämpfung eingehalten werden.

= Die USA haben erneut zwei Flugzeugträger-Verbände ins Südchinesische Meer – zwischen China, Vietnam, Malaysia und den Philippinen – geschickt und Übungen mit 12.000 Soldaten veranlasst.

= In Indien töten anderswo ausgerottete Krankheiten jedes Jahr Hunderttausende Menschen. So starben an Durchfallerkrankungen im Jahr 2017 über 500.000, an Tuberkolose fast 400.000, an Atemwegsinfektionen 350.000, an Malaria 200.000 indische Menschen.

 
 

Kurz und interessant

= Das war zu erwarten: Die Grünen wollen das Tempolimit durchsetzen. Interessant ist die Begründung des Parteichefs Habeck: „Es gibt kein Recht auf Rasen in Deutschland.“ Das ist ein guter Einstieg! Als nächstes kommt: „Es gibt kein Recht auf Schnaps“ und „Es gibt kein Recht auf Zigaretten“ und „Es gibt kein Recht auf Schweinefleisch“ usw. usw. Herr Habeck sollte mal zur Kenntnis nehmen, dass im Jahr 2019 trotz viel mehr Verkehr die niedrigste Zahl von Verkehrstoten seit 1960 in Deutschland gemeldet wurde. Und: Durch Tempolimite entstehen deutlich mehr Staus und damit eine höhere Klimabelastung.

= Wegen der niedrigen Löhne in der Heimat ist ein Arbeitsplatz in Westeuropa für viele Bulgaren und Rumänen ein sozialer Aufstieg. Viele von ihnen fürchten wegen des Tönnies-Skandals um ihren Arbeitsplatz.

= Aufklärung: Die Epoche, die durch den Glauben an die menschliche Vernunft und die Wissenschaft und den Respekt vor der Menschenwürde geprägt war.

= Wer wegen der schwierigen Verhandlungen in Brüssel an der Europäischen Union zweifelt, der sollte sich mal auf den Soldatenfriedhöfen umsehen.

= Immer wieder lese ich in der Presse von dem „Skandal“, dass Frauen in Deutschland deutlich mehr unbezahlte Hausarbeit leisten als Männer. Könnte es sein, dass Männer mehr bezahlte Arbeit in ihren Berufen leisten?

= Es gab auch deutsche Zwangsarbeiter: Nach dem Krieg mussten Deutsche, die in den von der Sowjetunion besetzten Gebieten lebten, für die Verwüstungen und Greuel büßen, die die Nazi-Besatzer in der Sowjetunion angerichtet hatten. Mehr als 270.000 Deutsche wurden deportiert und mussten unter härtesten Bedingunen Zwangsarbeit leisten. Viele kehrten nicht zurück; wer die Lager überlebte, war für immer gezeichnet.

= Was stimmt denn nun ? Der Forscher Ulrich Schmidt vom Institut für Weltwirtschaft in Kiel kommt in seiner Studie „Elektromobilität und Klimaschutz: Die große Fehlkalkulation“ zu dem Schluss, alle politische und technische Kraft in das Elektroauto zu setzen, bringe nichts für den Klimaschutz. Im Gegenteil führte der dadurch erhöhte Stromverbrauch zu 73 Prozent mehr Treibhausgasemissionen als PKWs mit modernen Dieselmotoren. Es sei umweltschonender, den Zubau an erneuerbaren Energien zur Reduzierung der Verstromung von Kohle zu nutzen, als Elektroautos zu befüllen.

= „Selig sind, die Humor haben und über sich selbst lachen können; sie werden nie aufhören, sich zu amüsieren.

Selig, die einen Maulwurfshügel von einem Berg unterscheiden können; sie werden vielen Schwierigkeiten entgehen. Selig, die sich darauf verstehen zu schweigen und zuzuhören; sie werden viel Neues erfahren.

Selig, die acht darauf haben, was andere brauchen, und sich dabei nicht für unentbehrlich halten; sie werden Leute sein, die Freude säen.

Selig seid ihr, wenn ihr versteht, die kleinen Dinge des Lebens mit Ernst und die ernsten Dinge mit Gelassenheit zu sehen; ihr werdet im Leben weit kommen.

Selig seid ihr, wenn ihr fähig seid, die Haltung des anderen mit Wohlwollen zu deuten, auch wenn der Augenschein dagegen spricht; man wird euch für naiv halten, aber die Nächstenliebe ist nicht billiger zu haben.“ (Helga Kohler-Spiegel)

= Vogelweibchen sind bei der Partnerwahl besonders wählerisch. Neben der Pracht des Gefieders spielt der sogenannte Caruso-Effekt eine Rolle. Die Weibchen achten sowohl auf den Klang der Stimme der Männchen als auch auf die Variationen in ihrem Gesang, also darauf, wie viele Strophen eines Liedes sie beherrschen; das ist ein Signal für gute genetische Qualität, die dann insbesondere an die Söhne weitergegeben wird. Bei Blaumeisen und anderen Singvögeln sind 25 Prozent der Jungtiere nicht Kinder des Männchens, das sich das Weibchen ausgesucht hat; sie wurden von einem „Nachbarn“ gezeugt.

= Es macht Sinn, die Philosophie des Konfuzius zu lesen: Sie ist weltzugewandt und praktisch.